Ab 2031

Höhere Rente durch neues Gesetz – Tabelle gibt an, wie viel mehr Geld es gibt

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Der Bundestag hat endlich das neue Rentengesetz verabschiedet. Das Rentenniveau bleibt jetzt auch nach 2031 stabil. Die Erhöhungen dürften in Zukunft üppig ausfallen.

Monatelang zerfleischte die Unionsfraktion sich intern deswegen, jetzt werden Wunden geleckt: Der Bundestag hat das umstrittene Rentengesetz letztendlich doch mit absoluter Koalitionsmehrheit beschlossen. Damit wurde eine Krise innerhalb der Bundesregierung gerade noch abgewendet. 318 Abgeordnete aus den Reihen der CDU, CSU und SPD votierten mit Ja, womit Kanzler Friedrich Merz (CDU) seine angestrebte „Kanzlermehrheit“ von mindestens 316 Stimmen knapp erreichte.

224 Abgeordnete lehnten das Gesetz zur Rente ab, und 53 enthielten sich. Laut Kanzler Merz sei damit der „erste Schritt in die richtige Richtung“ gemacht. Nach den Worten von Unionsfraktionschef Jens Spahn war der Tag der Entscheidung ein guter für die Koalition gewesen. Auch die aktuellen und baldigen Rentner in Deutschland können sich glücklich schätzen, weil sie durch die Änderung ab 2031 mehr Geld erhalten.

Der neue Rentenbeschluss ist für Ruheständler ab 2031 bares Geld wert. Je nach Höhe der Altersbezüge haben sie durch die Änderung entsprechend mehr auf dem Konto.

Merz-Regierung zurrt Haltelinie fest und beschert Senioren gute Rentenerhöhungen

Das Rentenniveau setzt eine Standardrente nach 45 Arbeitsjahren ins Verhältnis zum Durchschnittseinkommen (jeweils netto vor Steuern). Seit 2019 verhindert eine Haltelinie, dass das Rentenniveau unter 48 Prozent der durchschnittlichen Löhne rutscht – was ein weniger große Rentenerhöhungen im Sommer zur Folge hätte. Normalerweise wäre diese Haltelinie Ende des Jahres 2025 ausgelaufen. Da immer mehr Babyboomer von Renteneinzahlern zu Ruheständlern werden, würde das Rentenniveau nach bisherigem Recht bis 2031 voraussichtlich um rund einen Prozentpunkt auf 47 Prozent fallen.

Das hat der Bundestag durch seine Abstimmung am Freitag, dem 5. Dezember 2025 verhindert. Das Rentenniveau wird also auch über 2031 hinaus stabil bei 48 Prozent gehalten. Senioren können sich deswegen bei der jährlich im Juli stattfindenden Rentenanpassung weiter berechtige Hoffnungen auf ordentliche Erhöhungen ihrer Altersbezüge machen.

So viel mehr Geld bringt das neue Gesetz zum 1. Juli 2031 je nach Rentenhöhe:

RentenhöheJährliches Geld-Plus ab 2031 in Euro
1000280
1100308
1200336
1300364
1400392
1500420
1600448
1700476
1800504
1900532
2000560

Verwendete Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales

So viel Geld kostet das neue Rentengesetz den Steuerzahler

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales zeigt in einer Beispielrechnung, dass durch eine dauerhafte Sicherung des Rentenniveaus eine Rente von 1500 Euro zum 1. Juli 2031 um etwa 35 Euro pro Monat höher ausfällt. Das bedeutet hochgerechnet auf das Jahr 420 Euro mehr im Geldbeutel. „Die Summe ergibt sich aus der Differenz der Rentenwerte mit und ohne Rentenpaket. In letzterem Fall würde das Rentenniveau ab 2029 absinken“, erklärt ein Sprecher des Bundesarbeitsministeriums gegenüber echo24.de.

Die Junge Gruppe der Unionsfraktion drohte das Rentengesetz abzulehnen, weil dadurch Arbeitnehmer und damit die jüngere Generation über Gebühr belastet werden würde. Den Steuerzahler kostet die Haltelinie, die ein um rund einen Prozentpunkt höheres Rentenniveau auch nach 2031 vorschreibt, den Angaben nach weitere rund 111 Milliarden Euro bis zum Jahr 2040. Im Jahr 2035 soll das Rentenniveau moderat auf 46,7 Prozent der Durchschnittslöhne absinken, wie die dpa berichtet. Fünf Jahre später soll es dann 46 Prozent betragen. echo24.de berichtet, in welchem Land es fast doppelt so hoch wie in Deutschland ist.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Ladanifer

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