Botschaft an Passanten

Gelbe Schleife bei Hunden: Was das Zeichen bedeutet und wie Sie sich verhalten, wenn Sie es sehen

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Vielleicht sind Sie auch schon mal einem Vierbeiner begegnet, der eine auffällige Schleife in der Signalfarbe Gelb am Halsband getragen hat. Was hat es damit auf sich?

Man sieht sie hierzulande eher selten: Hunde, die am Halsband eine gelbe Schleife tragen, oder alternativ ein gelbes Halstuch zum Beispiel an der Leine. Dabei handelt es sich – in den meisten Fällen – nicht um ein modisches und möglichst auffälliges Accessoire für den Vierbeiner. Sondern, so zumindest ist es unter vielen Hundefreunden inzwischen auch in Deutschland bekannt, um einen Hinweis der Besitzer an andere Hundehalter oder auch an sonstige Passanten, dass man ihren Vierbeiner in Ruhe lassen sollte.

Gelbe Schleife oder Halstuch an der Leine – was sind die Gründe?

Zurück gehe die Idee auf die schwedische Initiative „Gulahund“. „Gula“ bedeutet vom Schwedischen übersetzt „Gelb“, und Hunde, die man bewusst mit der gelben Schleife an der Leine versieht, tragen sie dementsprechend nicht ohne Grund. Die Idee sei es, dass ein Hund mit einer solchen gelben Schleife oder einem solchen Halstuch „aus den verschiedensten Gründen einfach mehr Abstand von anderen Hunden oder Menschen“ brauche, erklärt zum Beispiel der Verein „Gelber Hund und Freunde“ auf seiner Website.

Die gelbe Hundeschleife ist Teil des sogenannten Gelben-Hunde-Projekts. (Symbolbild)

Die Gründe können bei einem betroffenen Hund demnach zum Beispiel sein:

  • Ängstlichkeit
  • Verunsicherung
  • Krankheit
  • (Alters-)Müdigkeit
  • Unwohlsein

Gelbe Schleife bei Hunden – Signal, dass man genügend Abstand halten sollte

Die besagte gelbe Schleife könnte jedoch auch ein Hinweis darauf sein, dass der Hund im Training ist oder es sich um eine läufige Hündin handelt. Es könnte zudem bedeuten, dass der Hund anderen Hunden gegenüber aggressiv ist, das muss aber wie gesagt nicht sein. Es geht auch nicht darum, als Fremder den genauen Grund zu kennen, so die Idee dahinter, sondern die gelbe Signalfarbe soll in dem Fall für sich stehen.

Geht man selbst also mit seinem Hund oder auch allein spazieren und begegnet einem Vierbeiner mit dieser Botschaft, sollte man dem respektvoll ausweichen, beziehungsweise in jedem Fall genügend Abstand zu dem Hund halten. So kann ein Konflikt im besten Fall gar nicht erst entstehen.

Halter müssen starke Nerven haben: Sieben Hunderassen, bei denen die Erziehung eine Herausforderung ist

Dalmatiner wird Gassi geführt
Dalmatiner zählen zu den schlauen Hunderassen. Das ist an sich eine gute Sache, doch bei den gepunkteten Vierbeinern mischt sich Intelligenz mit einer gehörigen Portion Starrsinn. Die gutmütigen Vierbeiner verstehen entsprechend Befehle – befolgen sie aber eher ungern. Eine klare Führung und intensives Training sind bei der Erziehung von Dalmatinern enorm wichtig, weil sie sonst Frustration aufbauen und es infolge zu ungewünschten Verhaltensweisen wie Beißen und Knurren kommen kann.  © Roman Märzinger/Imago
Zwei Chow-Chows stehen auf einem Stein im Wasser.
Der Chow-Chow sieht aus wie ein überdimensionaler Teddybär. Doch die chinesische Hunderasse ist kein Tier, das sich von jedem gerne knuddeln lässt. Die Rasse gilt als eigensinnig und eignet sich eher weniger als Familienhund, weil er Kindern gegenüber eher skeptisch und verhalten ist. Auch Fremden gegenüber verhält er sich oft abweisend. Gerne fixiert er sich auf eine Bezugsperson. Typisch für sein Wesen ist auch ein ausgeprägtes territoriales Verhalten, was ihn zum guten Wachhund macht.  © Imago/Panthermedia
Schmetterling sitzt auf der Nase eines Basset Hounds
Der Basset Hound ist eine gutmütige, ruhige und ausgeglichene Hunderasse, die sich ihrer Familie gegenüber anhänglich und sanftmütig zeigt und auch mit Fremden in der Regel kein Problem hat. Allerdings gilt der Basset aufgrund seiner sturen Art als eher schwer erziehbar. Bedingungsloser Gehorsam ist nicht sein Ding. Sie suchen einen neugierigen Begleiter, der viel Freude am Lernen neuer Tricks und Befehle ist? Dann sollte Ihre Wahl nicht auf den charakterstarken Basset Hound fallen. © Imago/Panthermedia
Rauhhaardackel sitzt im Laub
Sie sind ein großer Dackel-Fan? Damit sind Sie nicht allein. Der Dackel, auch Dachshund genannt, hat Kultstatus. „Schon Kaiser Wilhelm mit seiner Leidenschaft für den Dackel war ein wichtiger Impulsgeber. Damit war der Dackel wohl der erste Modehund Deutschlands“, zitiert die Welt Udo Kopernik, Sprecher des Verbands für das Deutsche Hundewesen (VDH). Dabei ist der Dackel kein einfacher Hund. Gezüchtet für die Jagd, als sogenannter Erdhund für die Baujagd auf Fuchs und Dachs, ist sein Jagdtrieb in der Regel stark ausgeprägt. Viele Besitzer beschreiben ihren Liebling auch als unabhängig und eigenwillig. Wer einen leicht erziehbaren Hund möchte, sollte daher besser die Finger vom Dackel lassen.  © D. Maehrmann/Imago
Paar geht im Park spazieren, Mann will mit Hund spielen
Ein Beagle sieht niedlich aus, ist aber nicht für Anfänger geeignet. Der Grund: Er wurde in England für die Jagd auf Hasen und anderes Wild gezüchtet. Entsprechend ist sein Jagdtrieb extrem gut ausgeprägt. Ohne Leine ist er daher schon mal schnell einer Fährte verfallen und vergisst dabei alles um sich herum. Der Trieb ist oftmals so stark, dass auch konsequentes Training nicht den gewünschten Effekt hat.  © Imago
Welsh Terrier und ein Boston Terrier spielen im Laub
Auch der Welsh Terrier (hier links im Bild) ist eine Züchtung, die auf die Jagd spezialisiert war. Der arbeitsfreudige Hund wurde und wird teilweise immer noch eingesetzt, um Otter, Dachs und Fuchs aus ihrem Bau zu locken. Der tief verankerte Jagdtrieb, das beschäftigungs- und bewegungsintensive Wesen des Welsh Terriers und auch eine gewisse Rauflust machen die Hunderasse zum perfekten Begleiter eines aktiven und erfahrenen Hundehalters.  © Ardea/Imago
Husky schnuppert neugierig an der Kamera
Der Siberian Husky ist eine Schlittenhundrasse aus den USA. Er zählt zu den Rassen, die häufig aufgrund ihres Aussehens als Ersthund ausgewählt werden – was schwerwiegende Folgen haben kann. So kommt es nicht selten vor, dass überforderte Hundebesitzer ihren Vierbeiner recht bald im Tierheim abgeben, weil sie den Bedürfnissen des Huskys nicht gerecht werden können. Infolge können die Hunde aggressives Verhalten an den Tag legen. Was den geselligen und sportlichen Hund zum anspruchsvollen Zeitgenossen für Fortgeschrittene macht: Huskys benötigen viel Auslauf, wobei ihnen einfaches Gassigehen in der Regel nicht ausreicht. Außerdem sind sie ungern alleine, haben einen ausgeprägten Jagdtrieb und können eigenwillig, laut und stur sein.  © Dmitry Akhmadullin/Imago

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Fremde Hunde nicht spontan streicheln

Hundeerzieher raten übrigens grundsätzlich davon ab, fremde Hunde einfach ungefragt zu streicheln. Denn Sie können nicht wissen, wie der jeweilige Vierbeiner auf Sie reagiert oder welche Vorerfahrungen das Tier möglicherweise gemacht hat.

Rubriklistenbild: © imageBROKER/Firn ib mob/Imago

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