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Igelbabys sind im Herbst besonders anfällig, da diese Tiere gerade erst wenige Wochen alt sind und zum ersten Mal alleine den Garten erkunden.
Wer meint, Igel sind nur in Wäldern oder im ländlichen Raum Zuhause, der irrt. Denn wie die Deutsche Wildtier Stiftung berichtet, finden Igel in Stadtparks und kleinen Gärten im urbanen Raum alles, was sie zum Leben brauchen. Im Herbst ist nicht nur die Zeit, in der sich der Igel Fettreserven für den Winter anfuttert, im August und September verlassen Igelbabys ihr Nest noch dazu das erste Mal. Denn die Säugezeit beträgt etwa sechs Wochen und die Igel werden jedes Jahr für gewöhnlich im Juni und Juli geboren. Deshalb ist bei der Gartenarbeit im September besondere Vorsicht geboten. Diese Tipps sollten Sie beachten.
Besondere Vorsicht ist im September geboten
Igel sind im Garten gerne gesehen, nicht nur, weil sie putzig aussehen, sondern da auch, weil sie Schnecken, Spinnen und Insekten fressen. Außerdem berühren sie Obst und Gemüse nicht, denn dieses steht nicht auf ihrem Speiseplan. Doch der Herbst ist für die Tiere eine Herausforderung, denn immer wieder kommt es vor, dass Igelbabys Opfer von Rasenmähern oder übereifrigen Gärtnern werden, die das vermeintlich entlaufene Igelbaby aufpeppeln wollen. Beachten Sie unbedingt diese Tipps:
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- Seien Sie bei der Gartenarbeit im September besonders vorsichtig: Schneiden Sie Hecken nicht zurück (so sagt es auch das Bundesnaturschutzgesetz), räumen Sie wilde Ecken nicht auf und lassen Sie Laub unbedingt liegen. Denn das dient den Igeln als Nest und im Winter auch als perfekter Ort für ihren Winterschlaf.
- Große Vorsicht ist auch beim Laubrechen geboten, denn mit dem Gartengerät können Sie die Tiere schwer verletzen.
- Sind Sie besonders achtsam, wenn Sie Sträucher oder anderes Gehölz mit einer Motorsense kürzen. Die Igel können so ebenfalls schwer verletzt werden, wie die Deutsche Wildtier Stiftung weiß.
- Bringen Sie keine Schädlinsgbekämpfungsmittel aus, denn die Igel können an ihnen verenden.
- Achten Sie auch auf Ihre Haustiere. Hunde und Katzen spielen nämlich gerne mit den stacheligen Tieren und können die Säugetiere dabei verletzen, aber durch die Stacheln auch selbst Schaden nehmen.
- Die Igel sollten Sie laut Nordbayern.de nicht füttern, denn sie finden in der Regel selbst in langen Sommern genug Nahrung. Doch über eine Schale mit Wasser freuen sich die stacheligen Tiere.
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Sollten Sie ein Igelbaby finden, warten Sie einige Stunden ab, ob die Mutter doch noch erscheint. Denn Igelmamas hören die Schreie ihrer Kinder und sammeln sie für gewöhnlich wieder ein. Wenn der Igel krank wirkt und die Mutter nach Stunden immer noch nicht auftaucht, sollten Sie Kontakt zu einer Igelstation aufnehmen.
Rubriklistenbild: © Anka Agency International/Imago

