Ihnen wird beim Autofahren schlecht? Sieben Tipps helfen gegen Übelkeit
VonSebastian Oppenheimer
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Die Autofahrt in den Urlaub kann zur Qual werden, wenn die sogenannte Reisekrankheit zuschlägt. Doch es gibt Tipps, mit denen sich die Symptome lindern lassen.
Die Vorfreude auf den Urlaub ist bei den meisten Menschen groß – die An- oder Abreise wird oft als anstrengend und lästig empfunden. Besonders wer mit dem Auto unterwegs ist, sollte sich gut vorbereiten: Eine gründliche Überprüfung des Fahrzeugs vor der Abfahrt ist unerlässlich, um das Pannenrisiko zu minimieren. Wer die hohen Preise an Autobahn-Raststätten vermeiden möchte, sollte sich zu Hause mit ausreichend Verpflegung versorgen. Allerdings ist nicht jedem Mitfahrer während der Fahrt nach einem Snack zumute: Viele Menschen leiden während langen Autofahrten unter Übelkeit. Doch woher kommt dieses Unwohlsein? Und was kann man dagegen tun?
Regelmäßige Übelkeit während der Fahrt: Meist ist die sogenannte „Reisekrankheit“ schuld
Wenn einem regelmäßig im Auto übel wird, handelt es sich in der Regel um die sogenannte Reisekrankheit, auch Kinetose genannt. Die Symptome treten nicht nur bei Autofahrten auf, sondern können sich auch auf einem Schiff, im Bus oder im Flugzeug zeigen. Meistens beginnt es mit Müdigkeit und einem leichten Unwohlsein, das sich dann zu starker Übelkeit steigert. Die Kinetose kann sich jedoch auch in anderen Symptomen äußern, darunter:
Schwindelgefühl
Erbrechen
erhöhte Herzfrequenz
Blässe
Kopfschmerzen
Schweißausbrüche
Kinetose: Wieso im Auto vielen schlecht wird
Laut ADAC entsteht die Reisekrankheit durch einen Widerspruch zwischen dem, was der Gleichgewichtssinn dem Gehirn meldet, und dem, was man sieht. Wenn beispielsweise eine Person auf dem Rücksitz in ein Buch oder eine Zeitschrift schaut und das Auto in diesem Moment eine scharfe Kurve fährt, kann das Gehirn die widersprüchlichen Informationen nicht verarbeiten, was zu den genannten Symptomen führt. Besonders Kinder im Alter von zwei bis zwölf Jahren sind laut dem Automobilclub häufig betroffen.
Wer zu Reisekrankheit neigt, sollte einige Ratschläge befolgen, wie die Techniker Krankenkasse erklärt. Folgende Maßnahmen können der Übelkeit vorbeugen:
Vor und während der Fahrt sollten nur leichte, fettarme Mahlzeiten verzehrt werden
Wer häufig unter Übelkeit leidet, sollte auf dem Beifahrersitz sitzen
Während der Fahrt sollte man nicht lesen oder oft nach unten schauen, sondern einen festen Punkt am Horizont oder die Straße fixieren
Alkohol und Rauchen sollten vermieden werden
Ingwer kann angeblich den Brechreiz reduzieren und auch gegen kalte Schweißausbrüche helfen
Ausreichend frische Luft im Auto und regelmäßige Pausen können ebenfalls gegen Übelkeit helfen – dabei sollten Orte mit extremen Gerüchen wie etwa Toilettenbereiche gemieden werden, da diese Übelkeit fördern können.
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Notfalltipp bei starker Übelkeit während der Fahrt
Wenn die Übelkeit sehr stark wird, hat die AOK einen Notfalltipp: Man sollte dann so schnell wie möglich anhalten und der Betroffene sollte sich in Rückenlage auf den Boden legen und die Augen schließen. Dadurch kann das Gleichgewichtssystem zur Ruhe kommen. Wenn möglich, ist ein kurzes Nickerchen empfehlenswert. Danach geht es den meisten Reisenden in der Regel deutlich besser.