Ikigai: Japanische Länger-leben-Formel rettet viele kostbare Lebensjahre
VonJuliane Gutmann
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Fernöstliche Einflüsse können die Lebensdauer beeinflussen. So steht etwa die Philosophie des Ikigai für einen entschleunigenden Lebensstil, der Sinnfragen fokussiert.
Die Idee des Ikigai stammt aus Japan und verkörpert eine Lebensphilosophie, die Glück und Sinn im Leben anstrebt. Wörtlich übersetzen kann man „Ikigai“ mit „Lebenswert“. In seinem Kern stehen vier wesentliche Grundsätze. Erstens, die Passion: Ikigai fordert dazu auf, die eigenen Leidenschaften zu erkennen und zu verfolgen. Zweitens, die Mission: Jeder Mensch sollte nach einer Aufgabe suchen, die die Welt oder die Gemeinschaft verbessert. Drittens, die Berufung: Ikigai ermutigt dazu, die eigenen Talente und Fähigkeiten zu nutzen und zu perfektionieren. Viertens, der Beruf: Eine finanzielle Dimension, die sicherstellt, dass wir unsere Grundbedürfnisse decken können. Das wahre Ikigai entsteht der Lehre zufolge an der Stelle, an der sich all diese Aspekte überschneiden.
Einstellung zum Leben beeinflusst Gesundheit
Wer seinem individuellen Ikigai folgt, soll der japanischen Philosophie nach ein erfülltes Leben führen. Dies wiederum beeinflusst unsere Gesundheit und Lebensdauer. Denn wer morgens mit Elan aufsteht, weil er Sinn in seinem Dasein sieht, der hat in der Regel ein geringeres Risiko für diverse Beschwerden. Dazu zählen stressbedingte Leiden wie Bluthochdruck. Auch psychische Krankheiten kommen bei Menschen, die ihr Leben als erfüllend bezeichnen, seltener vor.
Die lebensverlängernde Wirkung von Ikigai zeigt sich unter anderem auf der japanischen Insel Okinawa. Einem Bericht der Zeitschrift National Geographic zufolge leben dort die ältesten Frauen überhaupt. Subtropisches Klima und eine gesunde Ernährungsweise tragen dazu bei. Aber auch die Ikigai-Lehre steht in Verdacht, eine Ursache für die lange Lebensdauer der Frauen zu sein.
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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion leider nicht beantwortet werden.
Dieser Artikel wurde mithilfe maschineller Unterstützung erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redakteurin Juliane Gutmann sorgfältig überprüft.