VonSebastian Oppenheimerschließen
Ein Unfall mit dem Auto ist immer ein Schock-Moment. Trotzdem ist wichtig, schnell zu reagieren – und gleichzeitig bedacht. Fünf Schritte, auf die es ankommt.
Autos sind in den vergangenen Jahrzehnten viel sicherer geworden – zuletzt wurden im Sommer 2024 zahlreiche Assistenzsysteme in Neuwagen zur Pflicht. Trotzdem sind Unfälle nie vollständig vermeidbar, speziell auf Landstraßen, die als besonders gefährlich gelten. Ein Unfall passiert stets unerwartet und führt zu einem Adrenalinschub. Daher ist es von großer Bedeutung, sich im Voraus darüber zu informieren, wie man in einem Notfall handeln sollte. Dies hilft dabei, in der tatsächlichen Situation ruhig zu bleiben.
1. Ruhe bewahren – und die Situation einschätzen
Es ist von entscheidender Bedeutung, nach einem Unfall einen klaren Kopf zu behalten – auch wenn dies schwierig sein kann. Zuerst sollte das Auto, wenn möglich, sicher abgestellt werden, idealerweise mit eingeschalteter Warnblinkanlage und so weit wie möglich rechts am Straßenrand. Der Eigenschutz hat oberste Priorität, daher ist das Tragen einer Warnweste unverzichtbar. Diese sollte angelegt werden, bevor das Auto verlassen wird. Bewegen Sie sich vorsichtig am Straßenrand, am besten hinter der Leitplanke. Behalten Sie den Verkehr im Blick und machen Sie sich ein Bild von der Situation: Wie viele Personen sind verletzt? Gibt es Gefahren, die sofortiges Handeln erfordern?
2. Unfallstelle absichern
Bevor Sie den Notruf wählen oder sich um Verletzte kümmern, muss die Unfallstelle gesichert werden, wie der Auto Club Europa (ACE) betont. Dies ist notwendig, um weder sich selbst noch andere zu gefährden. Dazu sollte das Warndreieck gut sichtbar aufgestellt werden. In Städten sollte der Abstand zur Unfallstelle etwa 50 Meter betragen, auf Landstraßen 100 Meter und auf Autobahnen zwischen 150 und 400 Meter. Eine grobe Orientierung bieten die Leitpfosten am Straßenrand: Sie sind in der Regel in einem Abstand von 50 Metern aufgestellt.
3. Notruf absetzen
Sobald die Unfallstelle gesichert ist, sollten Sie den Notruf wählen. Nutzen Sie Ihr Smartphone oder das „E-Call“-System moderner Fahrzeuge, um schnell Hilfe zu alarmieren. Eine weitere Möglichkeit sind Notrufsäulen entlang der Autobahn. Geben Sie beim Gespräch an, wo der Unfall passiert ist, was genau geschehen ist, wie viele Personen beteiligt sind und welche Verletzungen vorliegen. Vergessen Sie nicht, Ihre Kontaktdaten für Rückfragen zu hinterlassen. Auch sogenannte Stationszeichen können vielerorts bei der Standortbestimmung helfen – diese können sich in der Gestaltung aber von Bundesland zu Bundesland unterscheiden.
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4. Sich Unterstützung holen
Sind Sie allein an der Unfallstelle, sollten Sie – wenn nötig – andere Verkehrsteilnehmer um Hilfe bitten, rät der ACE. Machen Sie durch Winken und Gesten auf sich aufmerksam, um Unterstützung zu bekommen. Je mehr helfende Hände, desto besser können die Verletzten betreut werden.
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5. Erste Hilfe leisten
Bis die Rettungskräfte eintreffen, ist es entscheidend, Verletzten Erste Hilfe zu leisten. Dem ADAC zufolge kann man eigentlich nur eines falsch machen: Nichtstun. Versorgen Sie blutende Wunden und beruhigen Sie die Betroffenen. Überprüfen Sie bei bewusstlosen Personen die Atmung. Atmet die Person, bringen Sie sie in die stabile Seitenlage, um die Atemwege freizuhalten. Ist keine Atmung feststellbar, beginnen Sie mit der Herzdruckmassage: 100-mal pro Minute mit einer Drucktiefe von fünf Zentimetern in der Mitte des Brustkorbs. Wechseln Sie zwischen 30-mal Drücken und zweimaliger Beatmung. Ein Tipp: Es gibt Lieder, die den richtigen Rhythmus für die richtige Reanimation vorgeben. Hier drei Beispiele:
- „Bad Romance“ – Lady Gaga
- „Stayin‘ Alive“ – Bee Gees
- „Dancing Queen“ – ABBA
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