Wichtige Tipps

Im Anschluss an einen Autounfall: Fünf Schritte, die lebenswichtig sein können

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Ein Unfall mit dem Auto ist immer ein Schock-Moment. Trotzdem ist wichtig, schnell zu reagieren – und gleichzeitig bedacht. Fünf Schritte, auf die es ankommt.

Autos sind in den vergangenen Jahrzehnten viel sicherer geworden – zuletzt wurden im Sommer 2024 zahlreiche Assistenzsysteme in Neuwagen zur Pflicht. Trotzdem sind Unfälle nie vollständig vermeidbar, speziell auf Landstraßen, die als besonders gefährlich gelten. Ein Unfall passiert stets unerwartet und führt zu einem Adrenalinschub. Daher ist es von großer Bedeutung, sich im Voraus darüber zu informieren, wie man in einem Notfall handeln sollte. Dies hilft dabei, in der tatsächlichen Situation ruhig zu bleiben.

1. Ruhe bewahren – und die Situation einschätzen

Es ist von entscheidender Bedeutung, nach einem Unfall einen klaren Kopf zu behalten – auch wenn dies schwierig sein kann. Zuerst sollte das Auto, wenn möglich, sicher abgestellt werden, idealerweise mit eingeschalteter Warnblinkanlage und so weit wie möglich rechts am Straßenrand. Der Eigenschutz hat oberste Priorität, daher ist das Tragen einer Warnweste unverzichtbar. Diese sollte angelegt werden, bevor das Auto verlassen wird. Bewegen Sie sich vorsichtig am Straßenrand, am besten hinter der Leitplanke. Behalten Sie den Verkehr im Blick und machen Sie sich ein Bild von der Situation: Wie viele Personen sind verletzt? Gibt es Gefahren, die sofortiges Handeln erfordern?

2. Unfallstelle absichern

Bevor Sie den Notruf wählen oder sich um Verletzte kümmern, muss die Unfallstelle gesichert werden, wie der Auto Club Europa (ACE) betont. Dies ist notwendig, um weder sich selbst noch andere zu gefährden. Dazu sollte das Warndreieck gut sichtbar aufgestellt werden. In Städten sollte der Abstand zur Unfallstelle etwa 50 Meter betragen, auf Landstraßen 100 Meter und auf Autobahnen zwischen 150 und 400 Meter. Eine grobe Orientierung bieten die Leitpfosten am Straßenrand: Sie sind in der Regel in einem Abstand von 50 Metern aufgestellt.

Nach einem Autounfall können die richtigen Schritte Leben retten. (Symbolbild)

3. Notruf absetzen

Sobald die Unfallstelle gesichert ist, sollten Sie den Notruf wählen. Nutzen Sie Ihr Smartphone oder das „E-Call“-System moderner Fahrzeuge, um schnell Hilfe zu alarmieren. Eine weitere Möglichkeit sind Notrufsäulen entlang der Autobahn. Geben Sie beim Gespräch an, wo der Unfall passiert ist, was genau geschehen ist, wie viele Personen beteiligt sind und welche Verletzungen vorliegen. Vergessen Sie nicht, Ihre Kontaktdaten für Rückfragen zu hinterlassen. Auch sogenannte Stationszeichen können vielerorts bei der Standortbestimmung helfen – diese können sich in der Gestaltung aber von Bundesland zu Bundesland unterscheiden.

Autobahnen der Extreme: In Deutschland ist keine Strecke länger als die A7 – eine andere hört einfach auf

Autobahn A7 bei Hamburg.
Autobahn A7: Mit einer Länge von 962,2 Kilometern ist die A7 die mit Abstand längste Autobahn der Bundesrepublik und nach der Autovía 7 in Spanien auch die zweitlängste Fernstraße Europas. Die A7 führt von Flensburg-Handewitt bis ins südliche Bayern. Seit 2012 läuft der Ausbau der Schnellstraße auf acht Spuren.  © Lobeca/Imago
Stau auf der Autobahn A3 in der Nähe von Köln.
Autobahn A3: Mit 769 Kilometern Länge muss sich die Fernstraße der A7 knapp geschlagen geben. Dafür ist die A3 die meist befahrene Autobahn in Deutschland. Laut der Straßenverkehrszählung 2021 sind alleine zwischen dem Autobahnkreuz Köln-Ost und dem Dreieck Köln-Heumar täglich mehr als 166.000 Autos unterwegs. © NurPhoto/Imago
Die Autobahn A1 in Richtung Fehmarn
Autobahn A1: Mit 749 Kilometern Länge ist die A1 nur etwas kürzer als die A3. Dafür dürfte es sich wohl um eine der längsten Baustellen Deutschlands handeln. Im Vergleich zur A1 wirken die 14 Jahre Bauzeit des BER wie ein Augenzwinkern. Denn der erste Spatenstich für die Autobahn wurde 1934 getätigt. Fast 80 Jahre später klafft in der Eifel immer noch eine 25 Kilometer lange Lücke. Wann diese geschlossen wird ist unklar. © Panthermedia/Imago
Fahrzeuge sind auf der Autobahn 4 in Höhe des Rasthofes Frechen in Richtung Köln und Olpe unterwegs.
Autobahn A4: 583 Kilometer Länge reichen für Platz vier im Ranking der längsten Autobahnen. Doch die A4 zeichnet sich auch durch ein besonders hohes Nebelrisiko auf dem viel befahrenen Streckenabschnitt zwischen Aachen und Köln aus. Am 20. Dezember 1987 musste die Strecke nach dem Aufkommen einer Nebelbank mit Sichtweiten von weit unter 30 m erstmals voll gesperrt werden. Inzwischen wurde dort eine Nebelwarnanlage installiert. © Mangold/Imago
Vor der Ausfahrt Köln-Rodenkirchen hat sich auf der Autobahn A555 in Fahrtrichtung Köln ein erheblicher Stau gebildet.
Autobahn A555: Mit grade einmal 18 Kilometern Länge zählt die Fernstraße zwischen Köln und Bonn zu den kürzeren Strecken. Doch historisch ist die A555 von größter Bedeutung, denn es ist die erste und älteste Autobahn der Bundesrepublik. 1932 wurde die Schnellstraße vom damaligen Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer eingeweiht. Sie trägt bis heute zudem den Spitznamen Diplomatenrennbahn. © Future Iamge/Imago
Seitenstreifen eines A8-Teilstücks freigegeben.
Autobahn A831: Die mit Abstand kürzeste Fernstraße befindet sich in Baden-Württemberg und trägt die Bezeichnung A831. Sie ist grade einmal 2,3 Kilometer lang und besitzt fünf Ausfahrten. Die Autobahn startet und endet in Stuttgart.  © Marijan Murat/dpa
Frankfurter Kreuz der Autobahn A5.
Autobahn A5: Mit 440 Kilometern ist die A5 verhältnismäßig kurz. Dennoch ist eine der meist befahrenen Straßen Hessens. Künftig könnte sie auch eine von Deutschlands breitesten Autobahnen sein, denn in der Nähe von Frankfurt ist ein Ausbau auf zehn Spuren geplant. Das Projekt ist jedoch sehr umstritten. © Schöning/Imago
Baustelle A 49.
Autobahn A49: Ähnlich wie die A1 ist auch die A49 in Hessen noch im Bau. Zudem stellt sie den am seltensten befahrenen Autobahnabschnitt. Bei Ansbrach wurden im Rahmen der Straßenverkehrszählung 2021 grade einmal 819 Auto pro Tag gezählt.  © Uwe Zucchi/dpa
Stau auf der A114.
Autobahn A114: Auf dieser Fernstraße brauchten die Autofahrer bis zum Oktober 2022 starke Nerven. Satte 95 Prozent (15 von 16 Kilometern) der A114 Kilometer waren Baustelle. Inzwischen ist die Autobahn im Nordosten Berlins wieder komplett befahrbar. Überraschenderweise fielen die Baukosten sogar niedriger aus als zunächst geplant. © Soeren Stache/dpa
Kochertalbrücke der Autobahn A6 über das Kochertal.
Autobahn A6: Die A6 ist wohl eine der wichtigsten Ost-West-Verbindungen und das über die deutschen Grenzen hinaus. In dieses Ranking hat sie es aber nicht wegen ihrer Länge von 484 Kilometer geschafft, sondern wegen der Kochertalbrücke. Dabei handelt es sich nämlich um Deutschlands höchste Autobahnbrücke. In 185 Metern Höhe verläuft die A6 über 1,1 Kilometer durch das Kochertal. Damit ist sie 27 Meter höher als die Moseltalbrücke auf Platz zwei. © Arnulf Hettrich/Imago

4. Sich Unterstützung holen

Sind Sie allein an der Unfallstelle, sollten Sie – wenn nötig – andere Verkehrsteilnehmer um Hilfe bitten, rät der ACE. Machen Sie durch Winken und Gesten auf sich aufmerksam, um Unterstützung zu bekommen. Je mehr helfende Hände, desto besser können die Verletzten betreut werden.

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5. Erste Hilfe leisten

Bis die Rettungskräfte eintreffen, ist es entscheidend, Verletzten Erste Hilfe zu leisten. Dem ADAC zufolge kann man eigentlich nur eines falsch machen: Nichtstun. Versorgen Sie blutende Wunden und beruhigen Sie die Betroffenen. Überprüfen Sie bei bewusstlosen Personen die Atmung. Atmet die Person, bringen Sie sie in die stabile Seitenlage, um die Atemwege freizuhalten. Ist keine Atmung feststellbar, beginnen Sie mit der Herzdruckmassage: 100-mal pro Minute mit einer Drucktiefe von fünf Zentimetern in der Mitte des Brustkorbs. Wechseln Sie zwischen 30-mal Drücken und zweimaliger Beatmung. Ein Tipp: Es gibt Lieder, die den richtigen Rhythmus für die richtige Reanimation vorgeben. Hier drei Beispiele:

  • „Bad Romance“ – Lady Gaga
  • „Stayin‘ Alive“ – Bee Gees
  • „Dancing Queen“ – ABBA

Rubriklistenbild: © HalfPoint Images/Imago

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