Nach Panne oder Unfall: Stationszeichen verraten Ihren Standort
VonSebastian Oppenheimer
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Ein Handy hat fast jeder Autofahrer immer dabei. Doch wie kann man bei einem Unfall Rettern den Standort mitteilen, wenn die GPS-Ortung nicht klappt?
Heutzutage ist es kaum noch vorstellbar, dass es eine Zeit ohne Mobiltelefone gab. Auch wenn es einem gelegentlich auf die Nerven gehen mag – besonders in Notsituationen möchte man darauf nicht verzichten. Beispielsweise, wenn man eine Panne oder einen Unfall hat. Früher musste man sich auf die Suche nach einer Telefonzelle oder einer Notrufsäule machen. Aber auch wenn man sein Handy bei einem Unfall sofort zu Hand hat, muss man den Rettern mitteilen, wo man sich befindet. Doch wie kann man seinen genauen Standort bestimmen?
Standortbestimmung nach Panne oder Unfall: Mit dem Smartphone zumeist kein Problem
Moderne Smartphones sind längst standardmäßig mit GPS-Empfängern ausgestattet. Wenn man eine Internetverbindung hat, kann man seinen eigenen Standort Apps wie Google Maps anzeigen lassen – vorausgesetzt, man hat die Ortungsfunktion in den Einstellungen aktiviert. Auch ohne Internetverbindung ist die Standortbestimmung möglich, allerdings nur, wenn man zuvor das entsprechende Kartenmaterial heruntergeladen oder eine entsprechende App installiert hat.
Hilfe rufen ohne Handy: Auf der Autobahn hilft die Notrufsäule
Wenn man auf einer Autobahn gestrandet ist und kein Mobiltelefon zur Hand hat, kann eine Notrufsäule möglicherweise die Rettung sein: Sie sind in der Regel alle zwei Kilometer aufgestellt. Ein kleiner Pfeil auf den Leitpfosten zeigt an, in welcher Richtung sich die nächste Säule befindet. Bei der Nutzung einer Notrufsäule wird der Standort in der Regel automatisch übermittelt.
Sogenannte Stationszeichen liefern wichtige Standorthinweise bei einem Unfall oder einer Panne – sehen aber von Bundesland zu Bundesland oft anders aus. (Symbolbild)
Standortbestimmung auf Landstraßen: Stationszeichen liefern wichtige Informationen
In städtischen Gebieten ist die Standortbestimmung in der Regel einfach: Die Rettungskräfte können anhand des Straßennamens und der Hausnummer oder der nächsten Querstraße den Standort bestimmen. Außerhalb der Stadt, insbesondere in unbekannten Gebieten, ist es nicht so einfach. Hier können sogenannte Stationszeichen hilfreich sein: Laut ADAC sind diese auf Bundesstraßen alle 200 bis 500 Meter am rechten Straßenrand aufgestellt, auf Landes-, Staats- und Kreisstraßen etwa alle 500 Meter.
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Gestaltung der Stationszeichen können von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich sein
Es ist wichtig zu wissen, dass die Gestaltung der Stationszeichen von Bundesland zu Bundesland variieren kann. Sie sind in der Regel an Leitplanken oder Leit- oder Schildpfosten angebracht. Normalerweise sind auf ihnen die Straßennummer (und -kategorie), die Abschnittsnummer und die Station (als Kilometerangabe) des Abschnitts angegeben. Diese Informationen können bei einem Notruf den Rettungskräften helfen, schnell zum Einsatzort zu gelangen. Normalerweise reichen die Angaben auf dem nächstgelegenen Stationszeichen aus.
Seit 2018 sind Autohersteller in der EU verpflichtet, in alle neuen Modelle das sogenannte eCall-System einzubauen. Diese fest installierten Geräte stellen bei einem Verkehrsunfall automatisch eine Verbindung zur Notrufnummer 112 her. Neben der Telefonverbindung überträgt das System auch alle relevanten Daten (einschließlich Standort) an die nächstgelegene Rettungsleitstelle. Der eCall kann auch manuell ausgelöst werden.