VonKilian Bäumlschließen
Nachdem Nudel-Liebhaber oft vor leeren Regalen gestanden hatten, will Edeka das in Zukunft vermeiden und hat einen Hersteller gekauft – der größte Hersteller ging jedoch an die Konkurrenz.
Kassel – In den vergangenen beiden Jahren kam es immer wieder zu leeren Regalen in Supermärkten. Vor allem zu Beginn der Pandemie kam es zu Hamsterkäufen bei Produkten wie Nudeln, später durch den Krieg zu Lieferengpässen und erneut leeren Regalen in der Nudel-Abteilung. Damit das nicht mehr passiert, hat sich die größte deutsche Supermarktkette Edeka nun einen Nudel-Hersteller gekauft.
| Nudel-Hersteller | Rey Pastificio |
|---|---|
| Land | Italien |
| Gründung | 1851 |
| Käufer | Edeka |
Edeka kauft italienischen Nudel-Hersteller – Leere Regale soll es nicht mehr geben
Bei dem Nudel-Hersteller handelt es sich um die italienische Firma Rey Pastificio. Wie die Lebensmittel-Zeitung (LZ) berichtet, gilt die Übernahme bereits seit dem 1. Juli. Auch die Mitarbeiter des Herstellers sollen übernommen worden sein. Zur Übernahme heißt es, sie „reduziert die Abhängigkeit und erhöht die Flexibilität, um die Versorgung der Kunden mit hoher Qualität zu attraktiven Preisen bestmöglich zu erfüllen.“ Der Nudel-Hersteller Rey Pastificio gehört laut der LZ zu den Top 10 der europäischen Hersteller, wenn es um Nudeln von Eigenmarken geht.
Das ist jedoch nicht der erste Versuch der Supermarktkette Edeka, Hersteller für seine Produktionen zu kaufen. Bereits im vergangenen Jahr hatte Edeka versucht, die Erfurter Teigwaren GmbH zu kaufen. Letztlich wurde diese jedoch von der Schwarz-Gruppe gekauft, zu der auch der Discounter Lidl gehört. Inzwischen ist die Firma unter dem Namen Bon Pasta bekannt und produziert gut 100.000 Tonnen Nudeln im Jahr – doppelt so viel wie Rey Pastificio. Ein Vorsprung, den Edeka nun versuchen dürfte aufzuholen, denn die Zahl der Produktionsstätten steigt auf mittlerweile wohl 40 Standorte an.
Nicht nur Corona und Hamsterkäufe, sondern auch Preisstreits führten zu leeren Nudel-Regalen bei Edeka
Nicht nur die Knappheit zahlreicher Produkte wie Nudeln machte vielen Menschen beim Einkaufen zu schaffen, die Inflation hat zwischenzeitlich zu sehr hohen Preisen geführt, inzwischen sinken die Nudel-Preise vieler Supermärkte jedoch drastisch. Doch nicht nur Hamsterkäufe und Lieferengpässe führen zu leeren Regalen bei Edeka, sondern auch Preisstreitigkeiten mit den Herstellern, für die der Edeka-Chef deutliche Worte findet.
Im Fall von Edeka gibt es nicht nur im Nudel-Regal einen neuen Hersteller. Nach dem Mars-Aus bei Edeka werden viele Produkte durch Eigenmarken ersetzt. (kiba)
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