Hundekampf

Aggressive Hunde: Wie Sie Konflikte sicher lösen

  • schließen

Treffen aggressive Hunde aufeinander, kann es zum Kampf kommen. Wie Sie die Vierbeiner sicher voneinander trennen, schildern wir in vier Tipps.

Er ist Jäger, Spurensucher, Blindenführer, Lawinenretter, Polizist und vieles mehr: der Hund. Der Vierbeiner hat sich als echtes Allroundtalent erwiesen, den wir Menschen auf die verschiedensten Tätigkeiten trainiert haben. Dazu müssen wir den Hund erziehen – eine nicht zu unterschätzende Aufgabe. Trotz aller Bemühungen kann es passieren, dass sich Hunde aggressiv verhalten. Solche Situationen wollen Sie als Hundehalter natürlich vermeiden – doch was tun, wenn es zum Hundekampf kommt? Wir geben Ihnen vier Tipps, die Sie anwenden können, um kämpfende Hunde zu trennen

Hundekampf vermeiden: Lassen Sie Ihren Hund angeleint

Sie kennen Ihren Hund am besten. Reagiert er in manchen Situationen aggressiv? Lassen Sie ihn an der Leine. So minimieren Sie das Risiko, kämpfende Hunde überhaupt erst trennen zu müssen. Kommen Ihnen fremde Vierbeiner entgegen, kontrollieren Sie Ihren Hund so besser. 

Noch mehr spannende Tier-Themen finden Sie im kostenlosen Newsletter unseres Partners Landtiere.de, den Sie gleich hier abonnieren können.

Kämpfende Hunde trennen: Bewahren Sie Ruhe

Der schlimmste Fall ist eingetreten – Ihr Hund kämpft mit einem Artgenossen. Jetzt wollen Sie natürlich handeln, um Ihr Haustier zu schützen. Doch seien Sie vorsichtig: Tun Sie etwas Unbedachtes, bringen Sie sich und Ihren Hund in Gefahr.

Zehn Hunderassen mit dem stärksten Biss

Malinois werden auch als belgische Schäferhunde bezeichnet. Durch ihre hohe Aufmerksamkeit eignen sie sich als Wachhunde und werden auch als Diensthunde bei Polizei und Militär eingesetzt. Weil sie viel Energie besitzen, müssen sie entsprechend ausgelastet werden. (Symbolbild)
Platz 10: Der Malinois oder auch belgische Schäferhund hat eine Beißkraft von 200 PSI. Die Rasse ist sehr aufmerksam und eignet sich deswegen auch als Wachhund. (Symbolbild) © agefotostock/Imago
Wegen ihres üppigen Fells, werden Chow-Chows auch als „Löwenhunde“ bezeichnet. Sie sind zwar sehr ausgeglichene Tiere, aber auch etwas eigensinnig. In der Regel werden sie bis zu 56 Zentimeter groß. (Symbolbild)
Platz 9: Die flauschigen und ausgeglichenen Chow-Chows können mit bis zu 220 PSI zubeißen. Die Rasse kommt aus China und wird dort auch „Löwenhund“ genannt. (Symbolbild) © blickwinkel/Imago
Weil Holländische Schäferhunde so athletisch und lernwillig sind, werden sie häufig als Diensthunde bei Polizei, Militär und Zoll eingesetzt. Ihre Vorfahren sind die gleichen, wie die der Mallinois, den belgischen Schäferhunden. (Symbolbild)
Platz 8: Holländische Schäferhunde beißen mit 225 PSI zu. Sie sind sehr lernwillig und sportlich. Mit den Mallinois sind sie verwandt. (Symbolbild) © imagebroker/Imago
Mit einer Beißkraft von 235 PSI sind American Pit Bull Terrier früher oft in Hundekämpfen zum Einsatz gekommen. Die Rasse ist dadurch als äußerst aggressiv in Verruf geraten. Bei guter Erziehung aber, sind auch sie sehr freundliche Hunde. (Symbolbild)
Platz 7: American Pit Bull Terrier haben eine Beißkraft von 235 PSI. Durch Hundekämpfe sind sie in Verruf geraten. Doch bei guter Erziehung sind sie sehr menschenfreundlich. Deswegen werden sie heute auch, trotz ihres Stigmas, als Assistenz- und Therapiehunde eingesetzt. (Symbolbild) © Panthermedia/Imago
Deutsche Schäferhunde wurden zwar zum Hüten gezüchtet, haben aber auch einen starken Jagdtrieb. Zubeißen können sie mit 240 PSI. Ihr Gebiss ist in erster Linie auf das Fangen, Festhalten, Zerreißen und das Zerkleinern der Beute spezialisiert. (Symbolbild)
Platz 6: Deutsche Schäferhunde wurden zwar zum Hüten gezüchtet, haben aber auch einen starken Jagdtrieb. Zubeißen können sie mit 240 PSI. (Symbolbild) © agefotostock/Imago
Hunde der Rasse American Bulldog sind loyal und freundlich. Ihre Statue ist klein, aber kräftig. So auch ihr Kiefer, mit dem sie eine Beißkraft von 300 PSI erreichen können. (Symbolbild)
Platz 5: Der American Bulldog ist klein und muskulös. Sein breiter, kräftiger Kiefer kommt auf eine Beißkraft von 300 PSI. (Symbolbild) © Panthermedia/Imago
Rottweiler sind sehr aufmerksam und können auch ein ausgeprägtes Schutzverhalten an den Tag legen. Mit ihrem kräftigen Gebiss erreichen sie Kräfte von bis zu 330 PSI. (Symbolbild)
Platz 4: Rottweiler können mit 330 PSI zubeißen. Sie sind bekannt für ihr freundliches und tapferes Wesen. Doch auch für ihre Körperkraft und ihren starken Kiefer. (Symbolbild) © teamwork/Imago
Der English Mastiff gilt als ruhig und würdevoll, aber auch tapfer und beschützend. Rüden können bis zu 100 Kilogramm schwer werden. Mit einer Beißkraft von 560 PSI ist auch ihr Kiefer besonders kräftig. (Symbolbild)
Platz 3: Den drittstärksten Hundekiefer besitzt der English Mastiff. Mit 560 PSI kann er zupacken. Sein Wesen ist ruhig und beschützend, weswegen er sich auch sehr gut als Wachhund eignet. (Symbolbild) © agefotostock/Imago
Der Dobermann gilt als sensibel und oft wird ihm ein aggressiver Charakter nachgesagt. Auch wenn sie nicht so schwer werden, haben sie dennoch eine Beißkraft von bis zu 600 PSI. (Symbolbild)
Platz 2: Auch wenn der Dobermann gerade mal bis zu 45 Kilogramm schwer wird, hat er dennoch eine sehr große Beißkraft von 600 PSI. (Symbolbild) © Zoonar/Imago
Der Kangal-Hirtenhund kann mit 740 PSI kräftiger als ein Löwe zubeißen. Der Kangal ist ein Herdenschutzhund und wird zur Überwachung von Nutztieren eingesetzt. (Symbolbild)
Platz 1: Den stärksten Kiefer unter den Hunderassen hat der Kangal-Hirtenhund. Mit ganzen 740 PSI kann er zubeißen und ist damit sogar kräftiger als ein Löwe, der auf 691 PSI kommt. (Symbolbild) © blickwinkel/Imago

Bewahren Sie Ruhe und vermeiden Sie Schnellschüsse. Attackieren Sie die Hunde nicht mit Schlägen, Tritten oder Ohrfeigen. Versuchen Sie, gemeinsam mit dem anderen Hundebesitzer zu reagieren. Sprechen Sie sich ab. 

Ziehen Sie die Hunde an den Hinterbeinen auseinander

Um einen Hundekampf zu trennen, ziehen Sie und der andere Besitzer die Vierbeiner vorsichtig auseinander. Greifen Sie dazu die Hinterbeine der Tiere. Heben Sie die Hunde leicht an, dann bewegen Sie sich voneinander weg. Achten Sie darauf, dass die Hunde nicht nach Ihnen schnappen können.

Nutzen Sie den Überraschungseffekt 

Sind Sie alleine oder der andere Hundebesitzer hilft nicht, überraschen Sie die Hunde. Sorgen Sie für ein lautes Geräusch, bespritzen Sie die Hunde mit Wasser oder – falls vorhanden – werfen Sie eine Decke über die Tiere.  

Wieso werden Hunde aggressiv?

Kommt es zu einem Hundekampf, stellt sich die Frage: Wieso verhalten sich die Vierbeiner überhaupt kampfeslustig? Eine mögliche Erklärung liegt in der Natur des Hundes. Vor allem bei Rüden spielen die Sexualhormone eine entscheidende Rolle. Deshalb lassen einige Menschen ihre Hunde kastrieren.

Kommt es zu einem Hundekampf, müssen Sie handeln – mit Bedacht.

Doch auch Erziehung, chronische Schmerzen oder andere Einflüsse begünstigen aggressives Verhalten. Teilweise sieht das Tier keinen anderen Ausweg mehr, sich einer Situation zu entziehen – und schnappt zu. Die Aggression kommt also nicht von irgendwoher, sondern ist die Folge von Umständen.

Rubriklistenbild: © IMAGO / Zoonar / Przemyslaw Iciak

Kommentare