Richtig handeln

Wenn zwei Hunde kämpfen: Eingreifen oder lieber nicht – wie reagiere ich richtig?

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Kriegen sich zwei Hunde in die Haare, kann das manche Halter überfordern. Einige reagieren gar nicht darauf, andere schreien laut los. Was ist richtig?

Hunde sind wunderbare Begleiter und treue Freunde, aber auch sie können sich gelegentlich in Konflikte verstricken. Wenn es zu einem Kampf zwischen zwei Hunden kommt, ist es wichtig, ruhig zu bleiben und angemessen zu reagieren, um Verletzungen zu verhindern und die Sicherheit der Tiere zu gewährleisten. Doch was kann man tun?

Dies empfehlen Hundetrainer:

Ein Spiel kann auch schnell kippen. (Symbolbild)

Das Verhalten von Menschen während eines Hundekampfes ist von entscheidender Bedeutung, sagen Experten. Hier sind einige Tipps:

  • Bleiben Sie ruhig: Panik und laute Schreie können die Situation verschlimmern. Bleiben Sie ruhig und gelassen.
  • Vermeiden Sie Handkontakt: Versuchen Sie niemals, die Hunde mit den Händen zu trennen. Dies kann zu ernsthaften Verletzungen führen.
  • Nutzen Sie Gegenstände: Wenn möglich, verwenden Sie Gegenstände wie Wasserflaschen, Regenschirme oder Decken, um die Hunde zu trennen.

Vor allem ist es wichtig, dass Sie Ruhe bewahren. Laut schreiend oder wild gestikulierend auf die Hunde loszustürmen, könnte genau ins Gegenteil umschlagen und die Vierbeiner noch mehr aufpeitschen. Auf keinen Fall, sollte man mit den Händen zwischen sie greifen, die Gefahr dabei gebissen zu werden, ist sehr groß. So rät beispielsweise Hundetrainer Martin Rütter: „Wenn Sie direkt vor einem aggressiven Hund einen Automatikschirm aufschießen lassen, erreichen Sie eine wunderbare Abschreckungswirkung ganz ohne Chemie. Sie werden sehen, das beeindruckt die Tiere ganz gewaltig“.

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Die größten Hunderassen weltweit – ist Ihr Vierbeiner dabei?

Deutsche Dogge im Herbst gibt Pfötchen
Deutsche Doggen gehören zu den größten Hunderassen überhaupt. Weibchen haben mindestens eine Schulterhöhe zwischen 72 bis 82 Zentimetern, bei Rüden liegt diese bei mindestens 80 bis 90 Zentimetern. Einst wurden sie als Wach- und Schutzhunde gezüchtet, aufgrund ihres sanften, geduldigen Wesens sind sie aber auch ideale Familienhunde.  © Julia Moll/Imago
Frau spielt mit Irischem Wolfshund
Der Irische Wolfshund ähnelt der Deutschen Dogge in der Größe, aber auch im Wesen. Rüden haben einen Widerrist von bis zu 86 Zentimetern, Hündinnen bis zu 71 Zentimeter. Früher wurden sie zur Jagd auf Rotwild und Wölfe eingesetzt. © Westend61/Imago
Scottish Deerhound-Paar am See
Der Scottish Deerhound sieht dem Irischen Wolfshund extrem ähnlich, ist insgesamt aber ein wenig kleiner (Rüde: max. 76 cm Schulterhöhe). Er wurde meist für die Jagd auf Hirsche eingesetzt und gilt in seinem Wesen als gelehrig, intelligent und sanftmütig. © G. Lacz/Imago
Landseer Hündin mit ihren Welpen
Der Landseer gilt als Urform des Neufundländers und wird nicht nur riesig (Rüden: Widerristhöhe zwischen 72 und 78 cm, Weibchen: 67 bis 72 cm), sondern liebt auch das Wasser und seine Familie. Er hat sogar kleine Hautlappen zwischen seinen Zehen, die ihn zum idealen Schwimmer und damit Wasserrettungshund machen. Sein sanftes und geduldiges Wesen prädestiniert ihn außerdem als Therapiehund. © Gerard Lacz/Imago
Neufundlaender zieht einen Mann aus dem Wasser
Genau wie der Landseer ist auch der Neufundländer ein perfekter Wasserrettungshund. Mit ihrer Größe von bis zu 71 Zentimetern Schulterhöhe (Weibchen: max. 66 cm) und dem insgesamt sehr kräftigen Körperbau, können Sie Lasten im Wasser und zu Land ziehen. Angeblich waren ihre Vorfahren Teil der Besatzung auf Wikingerschiffen, paarten sich mit den Hunden europäischer Siedler und die sanften Neufundländer-Riesen entstanden. © blickwinkel/Imago
English Mastiff liegt auf Waldboden
Der English Mastiff wird bis zwischen 76 bis zu 90 Zentimeter groß (Rüden), Hündinnen bis zu 75 Zentimeter. Er besitzt ein geduldiges und sanftes Wesen, aber auch als sehr personenbezogen. Das macht ihn zu einem idealen Wach- und Schutzhund. Seine Haltung ist in vielen Bundesländern Deutschlands mit strengen Auflagen verbunden, da er dort auf der Liste der gefährlichen Hunde steht.  © Nature Picture Library/Imago
Türkischer Kangal auf einem Weg
Der Kangal heißt in seiner Heimat Türkei Coban Köpegi und ist dort ein beliebter Herdenschutzhund. Er verteidigt seine Herden vor Raubtieren aller Art und geht in dieser Aufgabe völlig auf. In der Stadt oder als normales Familienhaustier wird er leider häufig verhaltensauffällig. Die maximale Größe liegt bei etwa 80 Zentimetern (Widerrist) – bei Rüden und Weibchen. © Berkay/Imago
Pyrenäen-Berghund auf einer Wiese
Ähnlich wie der Kangal ist auch der Pyrenäen-Berghund ein Herdenschützer. Er stammt aus Frankreich und schützt dort in den Bergen seine Herde vor tierischen Bedrohungen. Sie sind intelligent und treffen immer wieder eigene Entscheidungen. Das macht sie für ihren Job ideal, als Halter könnte man damit aber schnell überfordert werden.  © gebut/Imago
Leonberger Welpe auf Steinen
Schon die Welpen der Rasse Leonberger erinnern ein bisschen an Bären. Ausgewachsen werden die Rüden bis 80 Zentimeter groß, die Hündinnen bis 75 Zentimeter. Die Rasse ist vergleichsweise jung: In den 40er-Jahren (19. Jhd.) wurden die Rassen Bernhardiner und Neufundländer miteinander gekreuzt. Herausgekommen ist ein mutiger Familienhund mit Wachhund-Eigenschaften. © Danita Delimont/Imago
Bernhardiner auf einem Sofa
Bernhardiner, oder auch St. Bernardshunde, wurden der breiten Masse besonders durch den Kultfilm „Beethoven“ bekannt. Rüden haben ein Höchstmaß von bis zu 90 Zentimetern, Weibchen können gut und gerne 80 Zentimeter erreichen. In den Walliser Alpen wurden sie als Rettungshunde eingesetzt. Diesen Beruf nehmen einige von ihnen immer noch wahr, andere genießen ihr Leben als Couchpotato und Familienhund. © Cavan Images/Imago

Andere Hundetrainer geben den Tipp, beispielsweise eine Jacke (oder Decke) auf die Tiere zu werfen. Die kurze Finsternis kann man dazu nutzen, die beiden Raufbolde zu trennen. Auch eine mitgebrachte Wasserflasche, deren Inhalt man beherzt über die Hunde schüttet, kann eine Möglichkeit sein.

Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Von folgenden Methoden raten Experten jedoch ab: So sollte gänzlich auf fragwürdige Hilfsmittel wie beispielsweise ein Pfefferspray verzichtet werden und auch Tritte und Schläge sollten nicht eingesetzt werden. Denn dies könnte die Hunde noch angriffslustiger machen. Auch vom Anheben und Wegziehen wird abgeraten, da sich die Hunde dabei verletzen könnten.

Rubriklistenbild: © Panthermedia/Imago

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