Neun Chargen betroffen

Käse-Rückruf: Konsum könnte Magen-Darm-Probleme und Fieber verursachen

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Bestimmte Chargen einer Käsesorte des französischen Herstellers Jean Perrin sind mit Bakterien kontaminiert – es besteht akute Gesundheitsgefahr.

Berlin – Der französische Käse-Hersteller Jean Perrin ruft eine bestimmte Käsesorte aus seinem Sortiment zurück. Der Grund: In dem Produkt wurden Bakterien des Typs Escherichia coli Stec, kurz E.coli, nachgewiesen. Beim Verzehr drohen gesundheitliche Probleme wie Magen-Darm-Erkrankungen, Fieber oder gar schwere Nierenschäden. Allerdings sind nur bestimmte Chargen des Produktes betroffen.

Käse-Rückruf von „Assiette nature Morbier moutarde“: Welche Chargen betroffen sind

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) warnt seit Donnerstag (30. Januar) vor dem Produkt. Etwa zwei bis sieben Tage nach dem Verzehr von kontaminierten Produkten könne es demnach „zu teils fieberhaften Magen-Darmstörungen, möglicherweise mit Blutungen“ kommen. „Schwere Nierenkomplikationen insbesondere bei Kindern sind möglich“, so die Warnung weiter.

Ein Käse ist von einem Rückruf betroffen.

Betroffen ist das Produkt „Assiette nature Morbier moutarde“ mit dem Identitätskennzeichen FR25.155.001UE. Allerdings befinden sich die gefährlichen Erreger nicht in allen Produkten, sondern nur in jenen mit bestimmten Mindesthaltbarkeitsdaten und Chargennummern. Verbraucher sollten Packungen mit den entsprechenden Kennzeichen nicht verzehren und zum Supermarkt zurückzubringen.

Diese Produkte sind betroffen:

ChargennummerMindesthaltbarkeitsdatum
344, 34628.01.2025
15, 1726.03.2025

Was tun, wenn man den vom Rückruf betroffenen Käse verzehrt hat?

Verkauft wurde das Produkt in den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen. In welchen Supermärkten der Käse in den Regalen liegt, ging aus der Mitteilung nicht direkt hervor. Die Marke Jean Perrin wird allerdings laut dem Portal Supermarktcheck bei Edeka angeboten. Das BVL rät Menschen, die das Produkt verzehrt haben und an den beschriebenen Symptomen leiden, „ihren Arzt zu konsultieren und auf den Verzehr des Produkts hinzuweisen.“

In Deutschland gab es im vergangenen Jahr 300 Produkte über das bundesweite Behördenportal zurückgerufen worden. 264 dieser Meldungen betrafen Lebensmittel, wie das Bundesamt für Verbraucherschutz der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Trotz eines Anstiegs der Rückrufe bezeichnete das Bundesamt die Lebensmittelqualität und Sicherheit in Deutschland als „allgemein sehr hoch“. Es gebe regelmäßige Kontrollen, hohe Sicherheitsstandards und strenge Vorschriften bei der Überwachung von Lebensmitteln, auch für Produkte aus dem Ausland.

Derzeit laufen gleich mehrere Produkt-Rückrufe. Unter anderem für einen Frucht-Snack. Auch bei einer bestimmten Spirituose sollte man derzeit aufpassen. Bei einem Mus wurden dagegen die EU-Grenzwerte in 14 Bundesländern überschritten.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Zoonar.com/Alfred Hofer

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