VonLisa Kleinschließen
Es hält sich der Mythos, dass Kaffeesatz gut für den Abfluss wär – doch tatsächlich ist das Gegenteil der Fall. Welchen Effekt das mit sich bringt und wo der Abfall wirklich hingehört.
Bei der Mülltrennung gibt es in Deutschland viele Unsicherheiten – und auch falsches Wissen. So lautet etwa bei Google eine beliebte Frage: „Warum darf Kaffeesatz nicht in die Biotonne?“ – die Frage impliziert, dass Kaffeesatz nichts in der Biotonne zu suchen hat. Dabei gehört Kaffeesatz genau dort hin! Allerdings gibt es einen anderen Ort, an dem Kaffeesatz nichts zu suchen hat: der Abfluss.
Kaffeesatz in den Abfluss geben? Diese unerwünschte Wirkung kann das haben
Eine weitere beliebte Frage bei Google lautet: „Warum ist Kaffeesatz gut für den Abfluss?“. Woher die Annahme kommt, Kaffeesatz sei gut für den Abfluss und könnte als Rohrreiniger dienen, ist unklar. Denn tatsächlich ist das Gegenteil der Fall.
Der Kaffee kann sich mit anderen Ablagerungen verbinden, zum Beispiel Fett, und dieses Gemisch wird „unter Umständen hart wie Beton“, schreibt schwäbische.de. Wer auf der Suche nach einem natürlichen Rohrreiniger ist, sollte laut utopia.de lieber zu Backpulver oder Natron und Essig greifen. merkur.de erklärt, welche Hausmittel bei einem verstopften Abfluss helfen.
Kaffeesatz und Essensreste richtig entsorgen: Hier gehören die Abfälle wirklich hin
Generell sollten gar keine Essensreste im Abfluss landen, auch und vor allem keine Öle und Fette. Kaffeesatz gehört in den Biomüll, da er ein natürliches und biologisch abbaubares Produkt ist. echo24.de fasst zusammen, was in den Biomüll darf – und was nicht. Übrigens: Auch Kaffeefilter können in der Biotonne entsorgt werden.
Speiseöl und Fette hingegen gehören in den Restmüll. Generell gibt es immer mal wieder neue Regeln, was die Mülltrennung in Deutschland angeht: Seit 2025 haben bestimmte Stoffe im Restmüll nichts mehr zu suchen.
Rubriklistenbild: © IMAGO / Zoonar

