- VonAnna-Lena Kiegerlschließen
Eis und Schnee von den Scheiben zu entfernen, kann zu einem lästigen Unterfangen werden. Ein paar Fehler sollten Sie aber dabei unbedingt vermeiden.
Kassel – In vielen Teilen Deutschlands hat der Winter bereits Einzug gehalten. So sorgten vor allem im Süden des Landes Schnee und Eis für ein wahres Verkehrschaos. Frostige Tage und Nächte wird es im Winter wohl öfter geben. Ärgerlich vor allem für Autofahrer, denn dann heißt es: Scheiben enteisen. Doch das kann sehr lästig und vor allem zeitraubend sein. Zudem machen viele beim Enteisen – bei dem ein einfaches Hausmittel Wunder wirken kann – Fehler.
1. Heißes Wasser gegen Schnee und Eis auf der Scheibe? Besser die Finger davon lassen.
Der erste, hartnäckige Mythos, der allerdings weitreichende Folgen nach sich ziehen kann, ist, dass man die Scheibe ganz einfach und ohne viel Mühe mit heißem Wasser enteisen kann. Dabei kann jedoch die Scheibe beschädigt werden. Denn der hohe Temperaturunterschied kann laut ADAC zu Spannungsrissen im Glas führen. Abhilfe schaffen hier auch kein kaltes oder lauwarmes Wasser.
Denn obwohl dadurch ein Teil des Eises auftaut, würde das Wasser ebenso gefrieren und für eine noch dickere Eisschicht auf der Scheibe sorgen.
2. Eiskratzen mit Kreditkarten oder CD-Hüllen? Keinesfalls!
Wer einen Ersatz zum Eiskratzer sucht, greift oft auf beliebige Gegenstände, wie Kreditkarten oder CD-Hüllen, zurück. Davon ist dringend abzuraten. Denn diese könnten die Scheibe zerkratzen oder kaputtgehen. So erklärt es der ADAC. Auch auf Kratzer mit einem Metallschaber sollte man besser nicht zurückgreifen, da diese die Gefahr bergen, die Scheibe oder sogar den Lack zu zerkratzen.
Zum Eis kratzen empfiehlt sich am besten ein Kunststoffkratzer mit einer Sägezahnkante für dicke Eisschichten und einer glatten Kante für dünnere Schichten.
3. Umweltschädigend – Beim Entfernen von Schnee und Eis besser auf Enteisungssprays verzichten
Auch von Enteisungssprays rät das Umweltbundesamt ab. Der Grund hierfür: In diesen sind Treibgase, wie Propan, Butan oder Dimethylether, enthalten. Diese sollen den Alkohol in den Enteisungsgemischen fördern und zerstäuben. Die Treibgase bauen sich zwar schnell, innerhalb von ein bis zwei Wochen ab, sobald sie jedoch mit Stickstoff reagieren, führt der Abbau zur Erhöhung von Ozon. Zudem sind diese Treibgase stark brennbar. Enteisungssprays sind also umweltschädigend.
Wer dennoch nicht den Kratzer zur Hand nehmen möchte, hat trotzdem Möglichkeiten. Denn es gibt auch Hausmittel, die das Enteisen der Scheibe zu einem Kinderspiel werden lassen.
Rubriklistenbild: © Imago/Antony Robinson
