Manche mögen's hell

Vorsicht, Lichtkeimer – welche Gemüsesorten Sie nicht mit Erde bedecken dürfen

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Pflanzensamen, die einfach nicht aufgehen wollen, jeder Hobbygärtner kennt das. Manchmal sind es Lichtkeimer, die eine spezielle Behandlung brauchen.

Haben Sie sich schon einmal gewundert, dass Ihre Pflanzensamen, zum Beispiel Tomaten, bei Ihnen einfach nicht keimen mögen und andere schon? Die Aussaat von Gemüse im Frühjahr ist für viele Hobbygärtner ein Höhepunkt des Jahres. Doch nicht alle Gemüsesorten bevorzugen denselben Start ins Leben. Manche Pflanzen mögen’s hell, nämlich die sogenannten Lichtkeimer, die eine besondere Behandlung erfordern. Erfahren Sie hier, welche Gemüsesorten zu den Lichtkeimern zählen und wie Sie bei deren Aussaat richtig vorgehen.

Lichtkeimer mit möglichst wenig Erde bedecken

Möhren zählen zu den Lichtkeimern und sprießen schneller als Samen, die mit Erde bedeckt werden.

Lichtkeimer sind Pflanzen, deren Samen Licht mit einer hohen Intensität für die Keimung benötigen. Anders als Dunkelkeimer wie beispielsweise Auberginen, Kürbis oder Gurken, die etwas tiefer in den Boden gelegt werden müssen, um zu keimen, werden Lichtkeimer daher lediglich auf die Erdoberfläche gelegt oder nur hauchdünn mit Erde oder etwas Sand bedeckt. In der Regel handelt es sich bei Dunkelkeimern um dickere und größere Samen, deren kräftige Keimlinge keine Mühe haben, sich unter der Erde ans Licht zu kämpfen. Wenn man Lichtkeimer versehentlich mit Erde bedeckt, kann es manchmal trotzdem sein, dass sie je nach vorhandenem Lichtspektrum keimen – die Samen haben es nur unweit schwerer.

Zu den Lichtkeimern gehören folgende Gemüsesorten:

Auch zahlreiche Kräuter und Salate wie Kopfsalat, Romanasalat, Basilikum, Dill, Lavendel, Thymian oder Kresse zählen zu den Lichtkeimern, die man meist an ihren kleinen, feinen Samen erkennt.

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Wie Sie Lichtkeimer richtig aussäen

Da die Samen in der Regel sehr leicht sind, sollte man die Erde vor und nicht nach der Aussaat gründlich anfeuchten – sonst könnte das Saatgut weggeschwemmt werden. Die Samen je nach Sorte im passenden Abstand verteilen und leicht andrücken. Wenn vorhanden, dünn mit etwas Sand bestreuen. Nachdem die Aussaat erfolgt ist, achten Sie darauf, dass das Substrat weiterhin stets leicht feucht, aber nicht nass ist. Dies erreicht man am besten, indem man das Saatgut mit Wasser besprüht. Platzieren Sie die Aussaatschalen an einem hellen Ort, aber vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung.

Rubriklistenbild: © Shotshop/Imago

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