Mission Impossible

Katze verwendet raffinierte Taktik, um schneebedecktes Dach zu überqueren

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Kater Simpson überwindet ein schneebedecktes Dach, ohne seine Pfoten nass zu machen. Mit seiner Methode erzielt er einen viralen Hit.

Eine Freigänger-Katze namens Simpson liebt es, über die Dächer von Amsterdam (Niederlande) zu klettern, um so in die Wohnung vom Nachbarn zu gelangen. Auch die Katze von nebenan pflegt dieses Ritual. Beide Besitzer wissen darüber Bescheid und lassen ihre Fenster sogar extra offen, damit ihre Haustiere hin- und herlaufen können.

Normalerweise überquert der Tuxedo-Kater (schwarze Katzen mit weißer „Smoking“-Zeichnung) die Dächer geschickt und ohne jegliche Anstrengung. Doch als die Temperaturen sinken und sich Schnee ansammelt, steht Simpson vor einem Dilemma: auf dem verhassten und gefrorenen Nass laufen oder an Ort und Stelle bleiben.

Kater will trockenen Fußes Dächer überqueren und wendet geniale Methode an

In der Regel kommen Katzen mit Schnee gut klar, auch wenn sie ihn nicht besonders mögen. Zu nass sollten sie jedoch nicht werden. Dringt diese bis in die Unterwolle, können Katzen unterkühlen. (Symbolbild)

Der clevere Kater entscheidet sich für eine geniale Methode. Anstatt seine Pfoten der eisigen Nässe auszusetzen, sucht er sich einfach schneefreie Bereiche, und „watschelt“ breitbeinig über die Dachrinne. Das ist zwar etwas unbequem und dauert doppelt so lange, aber so kommt er trotzdem an sein Ziel. Simpsons Besitzer filmt ihn bei der witzigen Aktion und stellt den Clip Ende November unter dem Benutzernamen H3000 in den Subreddit-Kanal r/cats von Reddit – innerhalb kürzester Zeit erhält das Video über 46.000 Aufrufe und fast 400 Kommentare.

This is how my cat Simpson makes sure his paws don’t get cold.
byu/H3000 incats

Die User verliebten sich sofort in Simpson und seine „Spinnenkatzen“-Akrobatik. „Viel Arbeit, um Pfoten warm und trocken zu halten. Er ist aber sehr niedlich“, kommentiert ein Nutzer. Ein anderer fügt hinzu: „Simpson übt, um für den Cirque du Soleil zu tanzen“. Und ein weiterer scherzt: „Ich kann fast die ‚Mission: Impossible‘-Titelmusik hören.“

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Katzen und Kälte: Zehn wichtige Fakten, die Sie im Winter unbedingt wissen müssen

Katze liegt auf Fell unter Heizkörper.
Wärmesuchende Instinkte: Katzen suchen instinktiv nach warmen Plätzen, beispielsweise in der Nähe von Heizkörpern, unter Decken oder in der Sonne. © Pond5 Images/Imago
Katze sitzt im Winter auf einem Holzzaun.
Schützendes Winterfell: Katzen entwickeln im Herbst ein dichteres Winterfell, das sie vor Kälte schützt. © Panthermedia/Imago
Hauskatze hebt ihre Pfote, während sie im Schnee steht.
Resistente Pfoten: Das Binde- und Fettgewebe an den Pfoten sorgt dafür, dass Katzen im Winter draußen nicht so schnell frieren. Haben Sie einen Freigänger zu Hause, sollten Sie seine Pfoten nach dem Freilauf mit lauwarmem Wasser abspülen, um mögliche Reste von Streusalz zu entfernen. Sind die Pfötchen strapaziert, schaffen Vaseline oder Melkfett Abhilfe. Mit frisch eingecremten Pfoten sollten Sie Ihren Stubentiger allerdings nicht gleich wieder vor die Tür lassen, sondern abwarten, bis die Pflege gut eingezogen ist. © blickwinkel/Imago
Tierarzt behandelt kranke Katze.
Kälteempfindliche Miezen: Bei sehr niedrigen Temperaturen können sich Katzen allerdings an den Ohren, Schwanzspitzen, Pfoten, Pfotenballen und Zehen Erfrierungen zuziehen – zu erkennen an einer rötlichen oder bläulichen Verfärbung. Katzenhalter sollten ihre Tiere daher regelmäßig ins Haus lassen, damit sich das Tier wieder aufwärmen kann. Energiereiches Futter hilft der Katze dabei, ihre Körpertemperatur zu halten. Für Freigängerkatzen kann ein geschütztes, isoliertes Katzenhäuschen oder ein Korb im winterlichen Garten lebensrettend sein. © ingimage/Imago
Drei Hauskatzen im Schnee.
Hart im Nehmen: Temperaturen bis zu minus 20 Grad Celsius sind laut purina.de für Katzen aber durchaus zu verkraften – vorausgesetzt, die Katze ist gesund und an den Aufenthalt im Freien gewöhnt. © blickwinkel/Imago
Nacktkatze eingekuschelt in ein Handtuch.
Haut ohne Fell: Eine Ausnahme stellen Nacktkatzen dar – Rassen wie die Sphynx benötigen im Winter Schutzkleidung, da sie keine wärmende Fellschicht haben. Auch die Orientalisch Kurzhaar und Siamkatzen gelten als kälteempfindlich. © Dreamstime/Imago
Norwegische Waldkatze im Schnee.
Schneekatzen: Andere Rassen, wie die Norwegische Waldkatze (im Bild), die Sibirische Katze oder die Maine Coon, sind hingegen besonders gut an winterliche Temperaturen angepasst. © Dreamstime/Imago
Katze versteckt sich auf Reifen.
Autofahrer aufgepasst: Katzen verstecken sich im Winter gerne unter oder sogar in warmen Autos. Ein Klopfen auf die Motorhaube kann sie vertreiben, bevor das Auto gestartet wird. © Depositphotos/Imago
Schlafende Katze mit Kuscheltier.
Zugluft vermeiden: Durch kalte Zugluft können sich Katzen leicht erkälten. Ein zugluftfreier Platz ist daher ein Muss für die Samtpfoten. Ist ihnen kalt, ziehen sie sich gerne in warme, geschützte Höhlen zurück, zum Beispiel in Katzenhäuser oder Kartons mit Decken. © Zoonar/Imago
Junge Katze trinkt aus Schüssel.
Katzen und warme Getränke? Im Winter eine gute Idee! Viele Katzen trinken im Winter gerne lauwarmes Wasser – das unterstützt die Hydration und wärmt von innen, besonders wenn die Katze lange draußen war. © imagebroker/Imago

Wenn die Temperaturen sinken, machen sich viele Menschen Gedanken um ihre Katzen, die in der Nachbarschaft auf Streifzug gehen. Auch wenn das Winterfell sie vor frostigen Temperaturen schützt, kann es selbst Freigänger-Katzen zu kalt werden. Ein wenig Hilfe ist sinnvoll. Ein warmer und trockener Unterschlupf auf der Terrasse, ausgestattet mit Zeitungspapier, Stroh und älteren Kissenbezügen oder Decken, kann bei Bedarf Schutz bieten – in der Regel können Katzen im Winter auch draußen schlafen. Der kuschelige Rückzugsort sollte auch ein wenig erhöht stehen, damit Nässe und Bodenkälte keine Chance haben.

Rubriklistenbild: © Design Pics/Imago

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