VonSebastian Oppenheimerschließen
Neben dem „normalen“ Kennzeichen gibt es in Deutschland eine Vielzahl anderer Varianten. Aber wofür sind rote, gelbe oder grüne Kennzeichen eigentlich gedacht?
Wer an seinem Auto kein Kennzeichen montiert hat, darf damit nicht auf öffentlichen Straßen unterwegs sein. Jeder Autofahrer kennt die schwarze Schrift auf weißem Hintergrund der „gewöhnlichen“ Kfz-Kennzeichen. Doch neben dem „klassischen“ Nummernschild existieren in Deutschland jedoch viele andere Varianten. Hier ein Überblick:
Wozu Kurzzeitkennzeichen, Saisonkennzeichen und H-Kennzeichen gut sind
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- Das Kurzzeitkennzeichen: Die gelben Nummernschilder bieten Fahrzeughaltern eine praktische Möglichkeit, ihr Auto vorübergehend im Straßenverkehr zu bewegen. Wie der Name andeutet, sind sie nur für einen begrenzten Zeitraum gültig und eignen sich besonders für Probe- oder Überführungsfahrten mit nicht zugelassenen Fahrzeugen durch Privatpersonen.
- Das Saisonkennzeichen: Dieser Typus von Kennzeichen ist eine clevere Lösung für Fahrzeuge, die nur zu bestimmten Jahreszeiten genutzt werden, wie etwa Motorräder oder Cabrios. Der Halter kann den Zeitraum festlegen, in dem das Fahrzeug genutzt wird, und dadurch Versicherungsbeiträge sparen. Allerdings müssen Nutzer von Saisonkennzeichen auch einige Einschränkungen akzeptieren.
- Das H-Kennzeichen: Besitzer von Oldtimern können mit einem H-Kennzeichen, bei dem das „H“ für historisch steht, von einigen Vorteilen profitieren. Dazu gehört ein günstiger, pauschaler Steuersatz und oft auch spezielle Versicherungstarife. Um ein solches Kennzeichen zu erhalten, muss das Fahrzeug bestimmte Kriterien erfüllen. So muss es unter anderem ein Mindestalter von 30 Jahren haben und sich im „Originalzustand“ befinden.
Das Standard-Kennzeichen sieht man täglich – doch es gibt in Deutschland zahlreiche verschiedene Arten von Nummernschildern. (Symbolbild)
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Rote und grüne Kennzeichen: Wer sie nutzen darf
- Das rote Kennzeichen: Rote Nummernschilder sind für verschiedene Zielgruppen gedacht, was sich an den ersten beiden Ziffern ablesen lässt. Eine „06“ steht für ein Händlerkennzeichen, das Probefahrten für Kunden oder Werkstattfahrten ermöglicht. Die Ziffernfolge „05“ kennzeichnet Nummernschilder für Sachverständige, Prüfstellen und Überwachungsorganisationen zur Durchführung von Prüfungsfahrten. Die Kombination „07“ weist auf das rote Oldtimer-Kennzeichen hin, das die Teilnahme an Oldtimer-Veranstaltungen und Werkstattfahrten erlaubt.
- Das grüne Kennzeichen: Trägt ein Fahrzeug ein grünes Nummernschild, dann zeigt dies an, dass es von der Kfz-Steuer befreit ist. Man sieht sie häufig an forst- und landwirtschaftlichen Fahrzeugen wie Traktoren. Auch Fahrzeuge von Hilfsorganisationen oder Anhänger, die einem bestimmten Zweck dienen, wie etwa Pferdetransporter, können sie erhalten.
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Für wen ein Wechselkennzeichen sinnvoll sein kann
- Das Wechselkennzeichen: Diese Art von Kennzeichen bietet eine Lösung für Besitzer von zwei Fahrzeugen, die jedoch immer nur eines nutzen. Zwei Fahrzeuge teilen sich ein Kennzeichen, was zwar keine Ersparnis bei der Kfz-Steuer bringt, aber möglicherweise bei der Versicherung. Wichtig ist, dass beide Fahrzeuge derselben Fahrzeugklasse angehören: Ein Auto und ein Motorrad können sich kein Kennzeichen teilen, ebenso wenig wie ein Pkw und ein Anhänger.
- Das Diplomatenkennzeichen: Im täglichen Straßenverkehr sieht man Diplomatenkennzeichen eher selten. Diese speziellen Nummernschilder gibt es in drei verschiedene Varianten. Und wer die Zahlencodes entschlüsseln kann, kann Informationen über den Fahrer oder das Fahrzeug erhalten.
- Das E-Kennzeichen: Ein Kennzeichen mit einem „E“ am Ende ist das E-Kennzeichen für Elektrofahrzeuge. Es kann für batterieelektrische Autos und Plug-in-Hybriden mit einer elektrischen Reichweite von mindestens 40 Kilometern beantragt werden. In einigen Städten bietet es Vorteile wie die Nutzung von Busspuren oder gebührenfreies Parken. Ein E-Kennzeichen ist aber nicht verpflichtend für Stromer: Wer es nicht extra beantragt, erhält ein „normales“ Kennzeichen.
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