Viele Varianten

Kennzeichen-Guide: Was Farben und Kürzel auf Nummernschildern aussagen

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Neben dem „normalen“ Kennzeichen gibt es in Deutschland eine Vielzahl anderer Varianten. Aber wofür sind rote, gelbe oder grüne Kennzeichen eigentlich gedacht?

Wer an seinem Auto kein Kennzeichen montiert hat, darf damit nicht auf öffentlichen Straßen unterwegs sein. Jeder Autofahrer kennt die schwarze Schrift auf weißem Hintergrund der „gewöhnlichen“ Kfz-Kennzeichen. Doch neben dem „klassischen“ Nummernschild existieren in Deutschland jedoch viele andere Varianten. Hier ein Überblick:

Wozu Kurzzeitkennzeichen, Saisonkennzeichen und H-Kennzeichen gut sind

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  • Das Kurzzeitkennzeichen: Die gelben Nummernschilder bieten Fahrzeughaltern eine praktische Möglichkeit, ihr Auto vorübergehend im Straßenverkehr zu bewegen. Wie der Name andeutet, sind sie nur für einen begrenzten Zeitraum gültig und eignen sich besonders für Probe- oder Überführungsfahrten mit nicht zugelassenen Fahrzeugen durch Privatpersonen.
  • Das Saisonkennzeichen: Dieser Typus von Kennzeichen ist eine clevere Lösung für Fahrzeuge, die nur zu bestimmten Jahreszeiten genutzt werden, wie etwa Motorräder oder Cabrios. Der Halter kann den Zeitraum festlegen, in dem das Fahrzeug genutzt wird, und dadurch Versicherungsbeiträge sparen. Allerdings müssen Nutzer von Saisonkennzeichen auch einige Einschränkungen akzeptieren.
  • Das H-Kennzeichen: Besitzer von Oldtimern können mit einem H-Kennzeichen, bei dem das „H“ für historisch steht, von einigen Vorteilen profitieren. Dazu gehört ein günstiger, pauschaler Steuersatz und oft auch spezielle Versicherungstarife. Um ein solches Kennzeichen zu erhalten, muss das Fahrzeug bestimmte Kriterien erfüllen. So muss es unter anderem ein Mindestalter von 30 Jahren haben und sich im „Originalzustand“ befinden.
Das Standard-Kennzeichen sieht man täglich – doch es gibt in Deutschland zahlreiche verschiedene Arten von Nummernschildern. (Symbolbild)

Rote und grüne Kennzeichen: Wer sie nutzen darf

  • Das rote Kennzeichen: Rote Nummernschilder sind für verschiedene Zielgruppen gedacht, was sich an den ersten beiden Ziffern ablesen lässt. Eine „06“ steht für ein Händlerkennzeichen, das Probefahrten für Kunden oder Werkstattfahrten ermöglicht. Die Ziffernfolge „05“ kennzeichnet Nummernschilder für Sachverständige, Prüfstellen und Überwachungsorganisationen zur Durchführung von Prüfungsfahrten. Die Kombination „07“ weist auf das rote Oldtimer-Kennzeichen hin, das die Teilnahme an Oldtimer-Veranstaltungen und Werkstattfahrten erlaubt.
  • Das grüne Kennzeichen: Trägt ein Fahrzeug ein grünes Nummernschild, dann zeigt dies an, dass es von der Kfz-Steuer befreit ist. Man sieht sie häufig an forst- und landwirtschaftlichen Fahrzeugen wie Traktoren. Auch Fahrzeuge von Hilfsorganisationen oder Anhänger, die einem bestimmten Zweck dienen, wie etwa Pferdetransporter, können sie erhalten.

Rentners Liebling: Diese zehn Modelle haben den höchsten Senioren-Anteil

Nissan Qashqai
Platz 10 – Nissan Qashqai: Erst in diesem Jahr hat der SUV ein Facelift bekommen. Seine Fahrer gehören jedoch zum älteren Semester. 29,2 Prozent der Besitzer sind laut Verivox 65 oder älter. Das durchschnittliche Alter liegt bei 57,2 Jahren. © Nissan
BMW X3
Platz 9 – BMW X3: Mit einem Seniorenanteil von 29,2 Prozent hat es der SUV knapp unter die besten Zehn geschafft. Im Durchschnitt sind die X3-Fahrer laut Verivox 56,5 Jahre alt. © Uwe Fischer/BMW
Hyundai Kona N
Platz 8 – Hyundai Kona: Auch das koreanische SUV schlägt sich gut in der Gunst der deutschen Rentner. 29,8 Prozent sind älter als 65 Jahre. Durchschnittlich ist der Kona-Fahrer 57,9 Jahre alt. © Hyundai
Mercedes SLK
Platz 7 – Mercedes-Benz SLK: Ohne einen Mercedes kommt dieses Ranking nicht aus. Der Sportwagen SLK ist dabei ein wahrer Rentner-Magnet. 29,9 Prozent der Besitzer sind laut Verivox über 65 Jahre alt. Im Schnitt liegt das Alter bei 59,9 Jahren. © Pond5 Images/Imago
Honda Jazz
Platz 6 – Honda Jazz: Eigentlich legt es der Name ja schon nahe, dass der Kleinwagen ein Hit bei den Rentnern ist. Mit 30,6 Prozent ist fast jeder dritte Jazz-Fahrer ein Senior über 65. Das zeigt sich auch beim Durchschnittsalter von 56,9 Jahren. © Depositphotos/Imago
Mercedes-AMG GLC 43 4MATIC Coupé
Platz 5 – Mercedes-Benz GLC: Mit dem SUV ist ein weiteres Auto mit dem Stern in den Top 10 vertreten. Der Ü65-Anteil liegt bei 34,1 Prozent. Im Schnitt sind die GLC-Fahrer 58,7 Jahre alt. © Mercedes-Benz
Audi Q3
Platz 4 – Audi Q3: Auch die Ingolstädter haben es mit einem Modell in das Ranking der Renter-Schlitten geschafft. Der Q3 hat einen Senioren-Anteil von 34,3 Prozent. Das Durchschnittsalter liegt bei 58 Jahren. © Audi
BMW X1
Platz 3 – BMW X1: Auch der kleinere BMW-SUV zieht die ältere Generation an. 34,5 Prozent der X1-Käufer sind über 65, wie die Daten von Verivox zeigen. Das Durchschnittsalter liegt bei 58,2 Jahren. © Fabian Kirchbauer/BMW
Škoda Yeti
Platz 2 – Škoda Yeti: Von 2009 bis 2017 lief der SUV der VW-Tochter vom Band. In Deutschland wurde der Yeti insgesamt 162.427 Mal neu zugelassen. Nicht zuletzt auch dank seiner Praktikabilität. Ob er auch deswegen bei den Rentnern so gut ankommt? Der Anteil der über 65-Jährigen liegt laut Verivox bei satten 38,8 Prozent. Das spiegelt sich auch im Durchschnittsalter der Yeti-Fahrer wieder: Das liegt nämlich bei 60,8 Jahren. © Škoda
Mercedes-Benz B-Klasse
Platz 1 – Mercedes B-Klasse: Dass es ein Auto aus Stuttgart auf die Spitzenposition schafft, dürfte wohl nur die wenigsten überraschen. Es ist nicht A-Klasse, wie man wohl vermuten würde. Die landet lediglich auf Platz 22. Den Sieg holt sich stattdessen die von 2005 bis 2011 gebaute B-Klasse – mit einem Rentner-Anteil von sagenhaften 46,3 Prozent. Das Durchschnittsalter der Fahrer ist mit 61,5 Jahren ebenfalls am höchsten. © Mercedes-Benz

Für wen ein Wechselkennzeichen sinnvoll sein kann

  • Das Wechselkennzeichen: Diese Art von Kennzeichen bietet eine Lösung für Besitzer von zwei Fahrzeugen, die jedoch immer nur eines nutzen. Zwei Fahrzeuge teilen sich ein Kennzeichen, was zwar keine Ersparnis bei der Kfz-Steuer bringt, aber möglicherweise bei der Versicherung. Wichtig ist, dass beide Fahrzeuge derselben Fahrzeugklasse angehören: Ein Auto und ein Motorrad können sich kein Kennzeichen teilen, ebenso wenig wie ein Pkw und ein Anhänger.
  • Das Diplomatenkennzeichen: Im täglichen Straßenverkehr sieht man Diplomatenkennzeichen eher selten. Diese speziellen Nummernschilder gibt es in drei verschiedene Varianten. Und wer die Zahlencodes entschlüsseln kann, kann Informationen über den Fahrer oder das Fahrzeug erhalten.
  • Das E-Kennzeichen: Ein Kennzeichen mit einem „E“ am Ende ist das E-Kennzeichen für Elektrofahrzeuge. Es kann für batterieelektrische Autos und Plug-in-Hybriden mit einer elektrischen Reichweite von mindestens 40 Kilometern beantragt werden. In einigen Städten bietet es Vorteile wie die Nutzung von Busspuren oder gebührenfreies Parken. Ein E-Kennzeichen ist aber nicht verpflichtend für Stromer: Wer es nicht extra beantragt, erhält ein „normales“ Kennzeichen.

Rubriklistenbild: © Dreamstime/Imago

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