Ohne aggressive Reiniger

Vignette auf der Windschutzscheibe: Experte erklärt, wie man sie rückstandsfrei entfernt

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In einigen Ländern kommen Autofahrer nicht um eine Vignette herum. Warum man nach Ablauf mit dem Ablösen nicht zu lange warten sollte, erklärt der ADAC.

Nicht nur ein Urlaub geht ins Geld – auch die Fahrt dorthin. Allerdings sollte man als Autofahrer nicht nur die Kosten für den Sprit im Auge haben – sondern auch die Mautgebühren. Denn auf längeren Strecken – beispielsweise nach Kroatien – wird einiges an Maut fällig. Dabei gibt es verschiedene Systeme: Während teilweise eine streckenbezogene Maut erhoben wird, braucht es in anderen Ländern (etwa in Österreich oder der Schweiz) eine Vignette. Zwar gibt es diese teils auch schon digital, aber viele Autofahrer kleben sich nach wie vor die Vignette an die Windschutzscheibe. Beim Ablösen hinterlässt diese oft unschöne Spuren – doch die lassen sich mit einfachen Mitteln in der Regel leicht entfernen.

Sicherheitsmaßnahme: Vignetten lassen sich nur schwer ablösen

Dass sich die Vignetten beim Ablösen selbst zerlegen, beziehungsweise die Klebeschicht an der Scheibe zurückbleibt, ist kein Zufall. Dies ist beabsichtigt, damit eine Vignette nicht weitergegeben und in mehreren Fahrzeugen verwendet werden kann. Wer so etwas dennoch versucht, muss teils mit heftigen Strafen rechnen. Doch wie kann man das „Pickerl“, wie es in Österreich heißt, ohne Rückstände entfernen? Und wie entfernt man Überreste, falls doch welche zurückbleiben? In einem Video (weiter unten zu finden) erklärt ein ADAC-Experte, wie es geht.

Auch wenn es mittlerweile digitale Vignetten gibt, setzen viele Autofahrer noch auf die Klebe-Variante. Die sollte man nach Ablauf aber möglichst schnell entfernen. (Symbolbild)

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Experte rät: Mit dem Ablösen nicht zu lange warten

Der erste Tipp vom Fachmann: Wenn die Vignette nicht mehr benötigt wird, nicht lange warten. Je länger der Aufkleber auf der Scheibe bleibt, desto schwerer ist er zu entfernen, weil die Weichmacher austrocknen. Zweitens: Besser auf aggressive Lösungsmittel verzichten, weil dadurch umliegende Materialien beschädigt werden können. Stattdessen empfiehlt der Experte folgendes Equipment:

  • einen Föhn, um die Vignette zu erwärmen
  • ein Etikettenentferner/Schaber, bevorzugt mit Plastikklinge
  • Glasreiniger
  • ein weiches Stofftuch/Lappen

Auto vor dem Vignetten-Entfernen in der Sonne parken – oder einen Föhn benutzen

Am besten lösen sich die Vignetten ab, wenn sie erwärmt werden. Heißt: Man kann mit der Entfernung starten, wenn das Auto eine Weile in der Sonne geparkt war – oder man benutzt den Föhn. Danach sprüht man die Vignette mit dem Glasreiniger ein, wobei man ein Tuch aufs Armaturenbrett legen sollte, damit heruntertropfender Reiniger aufgefangen wird. Dann beginnt man an einer Ecke mit dem Schaber die Vignette abzulösen und schiebt dabei immer wieder etwas Glasreiniger unter die Vignette. Ist der Aufkleber entfernt, die Fläche noch einmal einsprühen, abwischen, fertig.

Zehn Tipps zum perfekten Autoputzen - So wird Ihr Fahrzeug strahlend sauber

Das Waschen Ihres Autos im öffentlichen Raum, wie auf der Straße oder auf Parkplätzen, ist in Deutschland nicht erlaubt. Es kann zu Bußgeldern führen, da hierbei das Schmutzwasser ungehindert in die Kanalisation gelangt und die Umwelt belastet wird.
Das Waschen Ihres Autos im öffentlichen Raum, wie auf der Straße oder auf Parkplätzen, ist in Deutschland nicht erlaubt. Es kann zu Bußgeldern führen, da hierbei das Schmutzwasser ungehindert in die Kanalisation gelangt und die Umwelt belastet wird. Das Waschen Ihres Autos auf Ihrem eigenen Grundstück ist in Deutschland grundsätzlich nicht verboten. Allerdings gibt es einige Einschränkungen, die Sie beachten sollten. Sie dürfen das Schmutzwasser nicht in das öffentliche Abwassersystem oder in die Umwelt gelangen lassen. Laut ADAC ist auf unbefestigtem Untergrund wie Rasen, Kies oder Schotter die Autowäsche auf dem eigenen Grundstück zumeist nicht erlaubt. © Stöpper/IMAGO
Das Waschen Ihres Autos in einer professionellen Waschanlage oder einer Selbstbedienungs-Waschbox ist in Deutschland erlaubt und empfohlen. Diese Einrichtungen verfügen über ein Abwassersystem, das Schmutzwasser und Chemikalien ordnungsgemäß entsorgt und somit Umweltbelastungen reduziert
Das Waschen Ihres Autos in einer professionellen Waschanlage oder einer Selbstbedienungs-Waschbox ist in Deutschland erlaubt und empfohlen. Diese Einrichtungen verfügen über ein Abwassersystem, das Schmutzwasser und Chemikalien ordnungsgemäß entsorgt und somit Umweltbelastungen reduziert. © Hartwig Lohmeyer/IMAGO
Vorbereitung: Bevor Sie mit dem Putzen beginnen, parken Sie Ihr Auto im Schatten, um ein zu schnelles Trocknen der Reinigungsmittel und Wasserflecken zu vermeiden. Zudem sollte das Fahrzeug abgekühlt sein, um Schäden am Lack zu vermeiden.
Vorbereitung: Bevor Sie mit dem Putzen beginnen, parken Sie Ihr Auto im Schatten, um ein zu schnelles Trocknen der Reinigungsmittel und Wasserflecken zu vermeiden. Zudem sollte das Fahrzeug abgekühlt sein, um Schäden am Lack zu vermeiden. © Moodboard/IMAGO
Zwei-Eimer-Methode: Benutzen Sie zwei Eimer mit Wasser – einen für die Reinigung und einen zum Ausspülen des Schmutzes vom Schwamm oder der Waschhandschuhe. So verhindern Sie, dass Schmutzpartikel zurück auf das Auto gelangen und Kratzer verursachen.
Zwei-Eimer-Methode: Benutzen Sie zwei Eimer mit Wasser – einen für die Reinigung und einen zum Ausspülen des Schmutzes vom Schwamm oder der Waschhandschuhe. So verhindern Sie, dass Schmutzpartikel zurück auf das Auto gelangen und Kratzer verursachen. © Hartmut Müller-Stauffenberg/IMAGO
Reihenfolge beachten: Beginnen Sie mit der Reinigung der Felgen und Reifen, da diese meist am stärksten verschmutzt sind. Danach widmen Sie sich der Karosserie, gefolgt von den Fenstern und zuletzt dem Innenraum.
Reihenfolge beachten: Beginnen Sie mit der Reinigung der Felgen und Reifen, da diese meist am stärksten verschmutzt sind. Danach widmen Sie sich der Karosserie, gefolgt von den Fenstern und zuletzt dem Innenraum. © IMAGO
Richtige Reinigungsmittel: Verwenden Sie spezielle Autoshampoos und -reiniger, um Lack und Oberflächen nicht zu beschädigen. Vermeiden Sie Haushaltsreiniger, da diese aggressive Chemikalien enthalten können, die dem Auto schaden.
Richtige Reinigungsmittel: Verwenden Sie spezielle Autoshampoos und -reiniger, um Lack und Oberflächen nicht zu beschädigen. Vermeiden Sie Haushaltsreiniger, da diese aggressive Chemikalien enthalten können, die dem Auto schaden. © Jan Sandvik/IMAGO
Weiche Waschutensilien: Nutzen Sie weiche Schwämme, Mikrofaser- oder Lammfell-Waschhandschuhe für die Reinigung der Karosserie. Harte Bürsten oder Schwämme können den Lack zerkratzen und zu Schäden führen.
Weiche Waschutensilien: Nutzen Sie weiche Schwämme, Mikrofaser- oder Lammfell-Waschhandschuhe für die Reinigung der Karosserie. Harte Bürsten oder Schwämme können den Lack zerkratzen und zu Schäden führen. © IMAGO
Gründliches Abspülen: Spülen Sie das Auto nach jeder Reinigungsphase gründlich mit klarem Wasser ab, um Reinigungsmittelrückstände und Schmutz zu entfernen. Ein Hochdruckreiniger ist hierbei besonders effektiv, jedoch sollten Sie darauf achten, genügend Abstand zum Fahrzeug zu halten.
Gründliches Abspülen: Spülen Sie das Auto nach jeder Reinigungsphase gründlich mit klarem Wasser ab, um Reinigungsmittelrückstände und Schmutz zu entfernen. Ein Hochdruckreiniger ist hierbei besonders effektiv, jedoch sollten Sie darauf achten, genügend Abstand zum Fahrzeug zu halten. © Elena/IMAGO
Trocknen: Trocknen Sie das Fahrzeug nach der Wäsche mit einem sauberen Mikrofasertuch, um Wasserflecken und Kalkrückstände zu vermeiden. Lassen Sie das Auto nicht an der Luft trocknen, da dies ebenfalls zu Flecken führen kann.
Trocknen: Trocknen Sie das Fahrzeug nach der Wäsche mit einem sauberen Mikrofasertuch, um Wasserflecken und Kalkrückstände zu vermeiden. Lassen Sie das Auto nicht an der Luft trocknen, da dies ebenfalls zu Flecken führen kann. © Birgit Reitz-Hofmann/IMAGO
Polieren und Wachsen: Einmal im Jahr sollten Sie Ihr Auto polieren und wachsen, um den Lack zu schützen und den Glanz zu erhalten. Achten Sie darauf, spezielle Autopolituren und Wachse zu verwenden und diese nach Anleitung aufzutragen.
Polieren und Wachsen: Einmal im Jahr sollten Sie Ihr Auto polieren und wachsen, um den Lack zu schützen und den Glanz zu erhalten. Achten Sie darauf, spezielle Autopolituren und Wachse zu verwenden und diese nach Anleitung aufzutragen. © IMAGO
Innenraumreinigung: Entfernen Sie zunächst groben Schmutz und Staub mit einem Staubsauger. Reinigen Sie danach Kunststoffoberflächen, Armaturen und Polster mit speziellen Reinigern und einem Mikrofasertuch. Vergessen Sie nicht, auch die Fußmatten zu säubern und die Fenster von innen zu putzen.
Innenraumreinigung: Entfernen Sie zunächst groben Schmutz und Staub mit einem Staubsauger. Reinigen Sie danach Kunststoffoberflächen, Armaturen und Polster mit speziellen Reinigern und einem Mikrofasertuch. Vergessen Sie nicht, auch die Fußmatten zu säubern und die Fenster von innen zu putzen. © Â°ts/IMAGO
Regelmäßige Pflege: Ein sauberes Auto ist nicht nur eine Frage der Optik, sondern auch des Werterhalts. Daher ist es ratsam, Ihr Fahrzeug regelmäßig zu reinigen. Planen Sie mindestens alle zwei bis vier Wochen eine gründliche Außenreinigung ein und widmen Sie sich alle zwei bis drei Monate auch dem Innenraum. Eine jährliche Lackaufbereitung hilft zudem dabei, den Glanz und Schutz zu erhalten.
Regelmäßige Pflege: Ein sauberes Auto ist nicht nur eine Frage der Optik, sondern auch des Werterhalts. Daher ist es ratsam, Ihr Fahrzeug regelmäßig zu reinigen. Planen Sie mindestens alle zwei bis vier Wochen eine gründliche Außenreinigung ein und widmen Sie sich alle zwei bis drei Monate auch dem Innenraum. Eine jährliche Lackaufbereitung hilft zudem dabei, den Glanz und Schutz zu erhalten. © Michael Weber/IMAGO

Sollten noch Klebereste übrigbleiben, muss man noch einmal nacharbeiten. Also erneut mit Glasreiniger einsprühen – und mit dem Etikettenentferner abschaben.

Rubriklistenbild: © dieBildmanufaktur/Imago

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