Vignetten-Pflicht in Österreich: Ab wann lohnt sich das Jahres-„Pickerl“?
VonSebastian Oppenheimer
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Wer nach – oder durch – Österreich fährt, kommt um eine Vignette kaum herum. Es gibt verschiedene Optionen. Wann sich das Jahres-„Pickerl“ lohnt.
Eine Urlaubsfahrt will gut geplant sein – nicht nur, um die schlimmsten Stau-Zeiten zu vermeiden. Für die Sicherheit ist es wichtig, vor der Fahrt den Wagen gründlich durchzuchecken – und beispielsweise noch einmal die Reifen auf den korrekten Luftdruck zu überprüfen. Außerdem lässt sich Geld sparen – beispielsweise indem man die Tankstopps auf der Reise clever plant. Doch es geht nicht nur der Sprit ins Geld, sondern auch Tunnel- und Mautgebühren. Während man in einigen Ländern eine streckenbezogene Maut bezahlt, braucht man beispielsweise in Österreich auf Autobahnen und Schnellstraßen bis auf wenige Ausnahmen eine Vignette. Doch ab wann lohnt sich eigentlich das Jahres-„Pickerl“?
Ohne Vignette unterwegs? Das kann in Österreich teuer werden
Gleich vorneweg: Eine Fahrt ohne Vignette zu riskieren, ist keine gute Idee. Die Bußgelder für Vignetten-Sünder in Österreich sind happig: Mindestens 120 Euro werden fällig, wenn man erwischt wird. Und auch von Trickserei ist dringend abzuraten – denn wer die Vignette manipuliert, muss in der Alpenrepublik mindestens 240 Euro berappen.
Seit Anfang des Jahres gibt es in Österreich erstmals eine Tagesvignette zu erwerben, zuvor mussten Autofahrer mindestens eine Zehn-Tages-Vignette kaufen. Aktuell (Stand Mai 2024) gelten folgende Preise für die Österreich-„Pickerl“:
„Pickerl“ in Österreich: Was ist die beste Option auf der Durchreise?
Für deutsche Urlauber, die maximal zehn Tage in Österreich bleiben – beziehungsweise das Land auf der Weiterfahrt Richtung Süden innerhalb dieses Zeitraums auf Hin- und Rückfahrt durchqueren – ist die Zehn-Tages-Vignette (11,50 Euro) die günstigste Option. Wessen Durchreise durch Österreich länger auseinanderliegt, kommt mit zwei einzelnen Tagesvignetten (17,20 Euro) deutlich besser weg als mit einer Zwei-Monats-Vignette für 28,90 Euro.
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Jahresvignette in Österreich: Für die wenigsten Urlauber dürfte es sich lohnen
Eine Jahresvignette lohnt sich wirklich nur dann, wenn man sehr oft und zu den verschiedensten Zeiten im Jahr nach (oder durch) Österreich fährt – oder mehr als sechs Monate dort verbringt. So wären beispielsweise drei Zwei-Monats-Vignetten (insgesamt 86,70) Euro immer noch billiger als das Jahres-„Pickerl“ (96,40 Euro). Auch zehn Tagesvignetten kämen Autofahrer mit 86 Euro noch günstiger – das wären bei Weiterfahrten nach Italien oder Kroatien beispielsweise fünf Hin- und fünf Rückfahrten. Und selbst acht Zehn-Tages-Vignetten kosten mit 92 Euro noch weniger als eine Jahresvignette.