Wann es sich rentiert

Vignetten-Pflicht in Österreich: Ab wann lohnt sich das Jahres-„Pickerl“?

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Wer nach – oder durch – Österreich fährt, kommt um eine Vignette kaum herum. Es gibt verschiedene Optionen. Wann sich das Jahres-„Pickerl“ lohnt.

Eine Urlaubsfahrt will gut geplant sein – nicht nur, um die schlimmsten Stau-Zeiten zu vermeiden. Für die Sicherheit ist es wichtig, vor der Fahrt den Wagen gründlich durchzuchecken – und beispielsweise noch einmal die Reifen auf den korrekten Luftdruck zu überprüfen. Außerdem lässt sich Geld sparen – beispielsweise indem man die Tankstopps auf der Reise clever plant. Doch es geht nicht nur der Sprit ins Geld, sondern auch Tunnel- und Mautgebühren. Während man in einigen Ländern eine streckenbezogene Maut bezahlt, braucht man beispielsweise in Österreich auf Autobahnen und Schnellstraßen bis auf wenige Ausnahmen eine Vignette. Doch ab wann lohnt sich eigentlich das Jahres-„Pickerl“?

Ohne Vignette unterwegs? Das kann in Österreich teuer werden

Gleich vorneweg: Eine Fahrt ohne Vignette zu riskieren, ist keine gute Idee. Die Bußgelder für Vignetten-Sünder in Österreich sind happig: Mindestens 120 Euro werden fällig, wenn man erwischt wird. Und auch von Trickserei ist dringend abzuraten – denn wer die Vignette manipuliert, muss in der Alpenrepublik mindestens 240 Euro berappen.

In Österreich braucht es auf nahezu allen Autobahnen und Schnellstraßen ein „Pickerl“. (Symbolbild)

Seit Anfang des Jahres gibt es in Österreich erstmals eine Tagesvignette zu erwerben, zuvor mussten Autofahrer mindestens eine Zehn-Tages-Vignette kaufen. Aktuell (Stand Mai 2024) gelten folgende Preise für die Österreich-„Pickerl“:

Art der VignettePkwMotorrad
Tagesvignette8,60 Euro3,40 Euro
Zehn-Tages-Vignette11,50 Euro4,60 Euro
Zwei-Monats-Vignette28,90 Euro11,50 Euro
Jahresvignette96,40 Euro38,50 Euro

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„Pickerl“ in Österreich: Was ist die beste Option auf der Durchreise?

Für deutsche Urlauber, die maximal zehn Tage in Österreich bleiben – beziehungsweise das Land auf der Weiterfahrt Richtung Süden innerhalb dieses Zeitraums auf Hin- und Rückfahrt durchqueren – ist die Zehn-Tages-Vignette (11,50 Euro) die günstigste Option. Wessen Durchreise durch Österreich länger auseinanderliegt, kommt mit zwei einzelnen Tagesvignetten (17,20 Euro) deutlich besser weg als mit einer Zwei-Monats-Vignette für 28,90 Euro.

Top 10: Das sind die meistgebauten Autos aller Zeiten

BWM 3er-Reihe
Platz 10: BMW 3er-Reihe. 16 Millionen mal wurde BMWs beliebte Mittelklasse seit 1975 gebaut – in mehreren Karosserievarianten wie dem im Foto gezeigten Kombi Touring, und auch als Cabrio. Der BMW 3er wird aktuell in siebter Generation produziert, und auch bald voll elektrifiziert. Die Erfolgsstory kann also weitergehen. © Fabian Kirchbauer/BMW
Ford Model T
Platz 9: Ford Model T. Längst Geschichte, doch mit 16,5 Millionen produzierten Einheiten noch immer in den ewigen Top 10. Die 1908 vorgestellte „Tin Lizzie“ startete 1910 auf dem weltweit ersten Fließband in die Serienproduktion, und hielt mit nur wenigen Modifikationen (zu denen auch ein Panzer gehörte) und der Mono-Farbe schwarz bis 1927 durch. © Joseph Sohm/Imago
Lada 1200
Platz 8: Lada 1200. Oder Schiguli. Oder VAZ 2101. Der klassische russische (oder sowjetische) Pkw war unter vielen Namen bekannt und brachte es von 1966 bis 2007 auf 17,3 Millionen Einheiten. Er basierte auf dem Fiat 124, wies aber eine robustere Karossiere und weniger Komfort auf. © National Motor Museum/Imago
Toyota Hilux
Platz 7: Toyota Hilux. Der Pick-up-Truck ist vor allem in den USA begehrt, was für mittlerweile über 18 Millionen gebaute und verkaufte Exemplare reicht. Seit 1968 schätzen ihn seine Fahrer als robustes Allwege-Gefährt, auf dessen Pritsche afrikanische Warlords auch mal ein Maschinengewehr installieren. Derzeit ist die achte Generation unterwegs. © Toyota
VW Käfer
Platz 6: VW Käfer. Etwa 21,5 Millionen mal wurden VW 1200 und andere Versionen produziert, bis zum Wachwechsel durch den VW Golf war der originale Käfer hierzulande der Bestseller – aber auch in aller Welt beliebt. Entstanden aus dem 1938 für das Nazi-Reich entwickelten KdF-Wagen, wurde der VW noch 2003 in Mexiko produziert. © Gottfried Czepluch/Imago
Honda Civic
Platz 5: Honda Civic. In Europa nur ein weiterer VW-Golf-Gegner, ist dieser Kompaktwagen in den USA und in Japan seit Jahrzehnten ein Megaseller. Seit 1972 wurden über 27,5 Millionen Einheiten produziert, derzeit steht Generation Nummer elf bei den Händlern. © Honda
VW Passat Variant
Platz 4: VW Passat. Vielleicht etwas überraschend, aber auch der brave Mittelklassewagen hat es seit seinem Debüt 1973 auf über 30 Millionen Exemplare gebracht – allerdings inklusive der deutlich anderen US-Version. In Europa dominiert klar die Kombi-Variante, die neunte Generation ab 2023 wird es als Stufenheck gar nicht mehr geben. © Ingo Barenschee/VW
VW Golf
Platz 3: VW Golf. Auch wenn der gefühlt ewige Liebling der Deutschen derzeit gegen Tesla und den internen Konkurrenten T-Roc zu kämpfen hat: An über 35 Millionen produzierten Autos seit 1974 muss man erst mal vorbeikommen. Ob die derzeit aktuelle achte Generation noch einen Nachfolger bekommt, ist allerdings unsicher. Als elektrischer ID. Golf könnte der Inbegriff des Kompaktwagens aber trotzdem weiterleben. © Martin Meiners/VW
Ford F-150
Platz 2: Ford F-Serie. In den USA ist Pick-up-Truck Ford F-150 aus dem Straßenbild nicht mehr wegzudenken, er und seine noch größeren F-Brüder verkörpern perfekt den American Way of Driving. Die elektrische Version Lightning beschert dem seit 1948 über 40 Millionen mal gebauten Nutz- und Lifestyle-Laster weiteren Zulauf. © Mark Phelan/Imago
Toyota Corolla
Platz 1: Toyota Corolla. Was den Deutschen der VW Golf ist, das ist für Amerikaner, Japaner und viele Europäer der Toyota Corolla. Seit 1966 wurden über 50 Millionen dieses Kompaktwagen gebaut, seine zwölfte Generation ist mittlerweile auch als Cross-Version zu haben. Das Maximum der Elektrifizierung ist allerdings ein Plug-in-Hybrid. © Slavko Midzor/Imago

Jahresvignette in Österreich: Für die wenigsten Urlauber dürfte es sich lohnen

Eine Jahresvignette lohnt sich wirklich nur dann, wenn man sehr oft und zu den verschiedensten Zeiten im Jahr nach (oder durch) Österreich fährt – oder mehr als sechs Monate dort verbringt. So wären beispielsweise drei Zwei-Monats-Vignetten (insgesamt 86,70) Euro immer noch billiger als das Jahres-„Pickerl“ (96,40 Euro). Auch zehn Tagesvignetten kämen Autofahrer mit 86 Euro noch günstiger – das wären bei Weiterfahrten nach Italien oder Kroatien beispielsweise fünf Hin- und fünf Rückfahrten. Und selbst acht Zehn-Tages-Vignetten kosten mit 92 Euro noch weniger als eine Jahresvignette.

Rubriklistenbild: © Bihlmayerfotografie/Imago

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