Deutlich günstiger in der Hauptstadt

Bis zu 10 Cent Preisunterschied – ADAC offenbart Nord-Süd-Kluft beim Tanken

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Insgesamt sind die Spritpreise in Deutschland gefallen. Doch: Ob Benziner oder Diesel – Autofahrer müssen in einigen Regionen tiefer in die Tasche greifen.

München – Der Wohnort in Deutschland ist ein entscheidender Faktor, wenn es um Geld geht. Das zeigt sich nicht nur an den Mietpreisen, den Gehältern oder an der Rente, sondern auch an der Tankstelle. Klafft in den meisten Belangen noch immer eine deutliche Ost-West-Lücke, zeigt eine Auswertung des Allgemeinen Deutschen Automobil-Clubs (ADAC), dass es beim Tanken zu Nord-Süd-Unterschieden kommt.

In Berlin fast elf Cent günstiger als im Süden: ADAC offenbart starke Preisgefälle beim Tanken

Demnach ist der Sprit derzeit im Süden am teuersten. In Bayern kostet ein Liter Super E10 Mitte November 2023 rund 1,785 Euro. In Baden-Württemberg müssen Autofahrer dafür sogar 1,793 Euro hinblättern, wie der ADAC am Dienstag (21. November) mitteilte. Dagegen tanken Autofahrer in Berlin rund zehn Cent günstiger. In der Bundeshauptstadt lag der Liter Super E10 demnach zuletzt im Schnitt bei 1,686 Euro.

Tanken dürfte in Berlin im November 2023 deutlich mehr Spaß machen als etwa in Bayern. Insgesamt sind die Spritpreise zwar gefallen, doch der Süden muss noch immer deutlich mehr berappen als Autofahrer in Norddeutschland. Das zeigt eine ADAC-Auswertung

Insgesamt setzt sich das Auf und Ab beim Diesel fort; aktuell zum Guten für alle Dieselfahrer. Lagen die Preise hier im Vormonat noch über dem Super, sind sie nun den ADAC-Infos nach wieder darunter gefallen. Knapp fünf Cent günstiger ist der Liter Diesel als zuletzt.

Auch die regionalen Preisunterschiede sind beim Diesel weniger ausgeprägt: Am günstigsten komme momentan Rheinland-Pfalz dabei weg. Für einen Liter fallen dort durchschnittlich 1,706 Euro an. Am meisten müssen auch hier mit 1,766 Euro Autofahrer in Bayern berappen. Wer einige Tipps beachtet, kommt dennoch günstig weg.

Berg- und Talfahrt von Dieselpreis: Momentan wieder günstiger als Super – Tipps zum Sparen

Der ADAC vergleicht monatlich die Preisunterschiede in den 16 Bundesländern. Der Wochenvergleich des Clubs zeigt: Deutschlandweit ist vor allem E10 fast kontinuierlich günstiger geworden. Seit Mitte August ist der Preis hier um rund zehn Cent gefallen. Diesel hat sich dagegen wieder etwas stabilisiert – und mittlerweile nach einem extremen Hoch (1,860 Cent pro Liter) sich mit durchschnittlich 1,741 Cent wieder auf einen ähnlichen Wert wie im August eingependelt.

Für die Untersuchung wertete der ADAC nach eigenen Angaben die Preise von mehr als 14.000 Tankstellen aus (Stand: 21. November 2023, 11 Uhr). Abgesehen von regionalen Unterschieden ändern sich die Preise häufig auch im Tagesverlauf. Abends ist Tanken laut ADAC in der Regel günstiger. Demnach:

  • Sind die Preise zwischen 7 Uhr und 8 Uhr morgens mit Abstand am teuersten
  • Sowohl zwischen 18 und 19 Uhr als auch zwischen 21 und 22 Uhr ist der Kraftstoff dagegen am günstigsten
  • Wer abends statt morgens tanken geht, kann laut ADAC-Studie bis zu 9 Cent je Liter sparen

Ungeachtet der Uhrzeit variieren laut ADAC auch von Tankstelle zu Tankstelle die Preise mitunter deutlich und empfiehlt daher vorab einen kostenlosen Preisvergleich in Echtzeit. Damit ließen sich oftmals bis zu 7 Cent pro Liter sparen. (rku/dpa)

Rubriklistenbild: © Oleksandr Latkun/Imago

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