VW kauft sich bei Elektro-Start-up Xpeng ein – für 700 Millionen US-Dollar
VonSimon Mones
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Um sein Elektroautogeschäft anzukurbeln, will sich Volkswagen beim Elektro-Start-up Xpeng einkaufen. Auch Audi soll noch enger mit seinem chinesischen Partner SAIC kooperieren.
Richtig rund läuft es bei der Elektromobilität für Volkswagen – trotz gesteigerter Absatzzahlen – aktuell nicht. Wegen der geringen Nachfrage hat der Autobauer in seinem Emdener Werk sogar die Produktion gedrosselt. Das dürfte dem neuen VW-Chef Oliver Blume so gar nicht gefallen. Doch ein Lösungsansatz liegt bereits vor: eine Kooperation mit dem chinesischen Elektroauto-Start-up Xpeng.
Gemeinsam sollen künftig elektrische Mittelklasseautos für den chinesischen Markt gebaut werden. Im Zuge einer Kapitalerhöhung will VW daher für 700 Millionen US-Dollar (etwa 628,5 Millionen Euro) 4,99 Prozent der Xpeng-Aktien übernehmen, wie der Konzern mitteilte. Die Zustimmung der Behörden steht noch aus.
VW steigt bei Xpeng ein: Langfristige Kooperation geplant
„Die China-spezifischen Fahrzeuge ergänzen das MEB-Produktportfolio und sollen 2026 in den chinesischen Markt eingeführt werden“, heißt es von Seiten von VW. Durch die „langfristig angelegte“ Kooperation mit Xpeng wollen die Wolfsburger ihre Position auf dem wichtigen chinesischen Markt wieder stärken.
Entsprechend baut auch die VW-Tochter Audi ihre Zusammenarbeit mit dem Joint-Venture-Partner SAIC aus. Gemeinschaftlich sollen Elektroautos für ein Segment entwickelt werden, in dem Audi in China noch nicht vertreten ist. Die gemeinschaftlich entwickelten E-Modelle sollen mit modernster Software und Hardware ausgestattet sein, um den chinesischen Kunden ein intuitives, vernetztes und digitales Erlebnis zu bieten. Auch bei der Entwicklung neuer lokaler Plattformen für die nächste Generation von intelligenten, vollvernetzten Elektro-Fahrzeugen (ICV) ist eine Zusammenarbeit mit Xpeng und SAIC geplant.
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„Lokale Partnerschaften sind ein wesentlicher Baustein der „in China für China“-Strategie des Volkswagen Konzerns. Damit beschleunigen wir jetzt den Ausbau unseres lokalen Elektro-Portfolios und bereiten uns gleichzeitig auf den nächsten großen Innovationssprung vor. Mit XPENG haben wir nun einen weiteren starken Partner, der in wichtigen Technologiebereichen zu den führenden Herstellern in China gehört“, erklärt Volkswagen-China-Chef Ralf Brandstätter. Dabei sei es wichtig, neue Modelle schneller auf den Markt zu bringen und sich an den spezifischen Wünschen der chinesischen Kunden zu orientieren. „Gleichzeitig wollen wir die Kosten in Entwicklung und Beschaffung weiter optimieren“, betont Brandstätter.