Langfristige Kooperation

VW kauft sich bei Elektro-Start-up Xpeng ein – für 700 Millionen US-Dollar

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Um sein Elektroautogeschäft anzukurbeln, will sich Volkswagen beim Elektro-Start-up Xpeng einkaufen. Auch Audi soll noch enger mit seinem chinesischen Partner SAIC kooperieren.

Richtig rund läuft es bei der Elektromobilität für Volkswagentrotz gesteigerter Absatzzahlen – aktuell nicht. Wegen der geringen Nachfrage hat der Autobauer in seinem Emdener Werk sogar die Produktion gedrosselt. Das dürfte dem neuen VW-Chef Oliver Blume so gar nicht gefallen. Doch ein Lösungsansatz liegt bereits vor: eine Kooperation mit dem chinesischen Elektroauto-Start-up Xpeng.

Gemeinsam sollen künftig elektrische Mittelklasseautos für den chinesischen Markt gebaut werden. Im Zuge einer Kapitalerhöhung will VW daher für 700 Millionen US-Dollar (etwa 628,5 Millionen Euro) 4,99 Prozent der Xpeng-Aktien übernehmen, wie der Konzern mitteilte. Die Zustimmung der Behörden steht noch aus.

VW steigt bei Xpeng ein: Langfristige Kooperation geplant

„Die China-spezifischen Fahrzeuge ergänzen das MEB-Produktportfolio und sollen 2026 in den chinesischen Markt eingeführt werden“, heißt es von Seiten von VW. Durch die „langfristig angelegte“ Kooperation mit Xpeng wollen die Wolfsburger ihre Position auf dem wichtigen chinesischen Markt wieder stärken.

Zusammen mit Xpeng möchte VW elektrische Mittelklasse-Modelle für den chinesischen Markt bauen.

Nach 40 Jahren musste Volkswagen dort die Marktführerschaft an den heimischen Konkurrenten BYD abgeben, wie die Tagesschau berichtet. Wie stark der Druck durch den neuen Konkurrenten ist, zeigt sich auch am ID.3. Das Elektroauto gibt es in China aktuell besonders günstig. Und auch die anderen deutschen Autobauer tun sich im Reich der Mitte aktuell schwer.

Audi intensiviert Zusammenarbeit mit SAIC

Entsprechend baut auch die VW-Tochter Audi ihre Zusammenarbeit mit dem Joint-Venture-Partner SAIC aus. Gemeinschaftlich sollen Elektroautos für ein Segment entwickelt werden, in dem Audi in China noch nicht vertreten ist. Die gemeinschaftlich entwickelten E-Modelle sollen mit modernster Software und Hardware ausgestattet sein, um den chinesischen Kunden ein intuitives, vernetztes und digitales Erlebnis zu bieten. Auch bei der Entwicklung neuer lokaler Plattformen für die nächste Generation von intelligenten, vollvernetzten Elektro-Fahrzeugen (ICV) ist eine Zusammenarbeit mit Xpeng und SAIC geplant.

Elektroauto-Markt in China boomt: Zehn Marken, die Sie kennen sollten

Elektrotransporter von Maxus.
Platz 10 – Maxus: Ford, VW und Mercedes aufgepasst. Mit Maxus greifen die chinesischen Hersteller auch bei den Nutzfahrzeugen an. Die Modelle der 2011 gegründete Tochter von SAIC Motors sind unter anderem bei der österreichischen Post und Ikea im Einsatz. Verkauft werden die Transporter über eigene Händler. © GlobalImagens/Imago
Der Aiways U5.
Platz 9 – Aiways: 2017 ging der Hersteller in China an den Start. Schon zwei Jahre später folgte die erste Niederlassung in Europa. Im selben Jahr kam mit dem U5 das erste Auto in China auf den Markt. 2020 folgte Deutschland.  © Aiways
Der Wey Coffee 01
Platz 8 – Wey: Ihr Debüt feierte die Marke 2016 im Rahmen der Guangzhou Auto Show. Ab 2017 wurden die ersten Autos verkauft. In Europa ist Wey seit 2022 vertreten. Mit dem Coffee 01 will die Tochter von Great Wall in Deutschland durchstarten. Mit dem Plug-in-Hybrid Cooffee 02 legen die Chinesen im Herbst nach. Vertrieben werden die Fahrzeuge vom Importeur Emil Frey. © Wey
Lynk & Co 01
Platz 7 – Lynk & Co: Auch hinter diesem Hersteller, der 2016 gegründet wurde, verbirgt sich wieder Geely. Der Plug-in-Hybrid 01 wird dabei vor allem im Abo vertrieben. Das Modell kann aber auch gekauft oder geliehen werden. Entwickelt und entworfen wurde der Lynk & Co in Schweden bei der Konzernschwester Volvo.  © Lynk & Co
Der MG 4 EV.
Platz 6 – MG: Tot gesagte Leben länger. Das gilt auch für die britische Traditionsmarke MG. Allerdings nicht mehr unter der Flagge ihrer Majestät. Nach der Insolvenz erwarb zunächst die Nanjing Automobile Group im Juni 2005 die Markenrechte für 53 Millionen Pfund Sterling (ca. 61 Millionen Euro). Inzwischen gehört der Hersteller zu SAIC Motor. Dort wurde MG mit Roewe in der Abteilung Passenger Vehicle zusammengefasst. Seit Januar 2021 ist MG auch wieder auf dem deutschen Markt vertreten – unter anderem mit dem 4 EV. © MG
Der Xpeng P7.
Platz 5 – Xpeng: Wie viele chinesische Hersteller ist auch Xpeng noch relativ jung. Erst 2014 wurde das Unternehmen gegründet, konnte in den vergangenen Jahren seine Stückzahlen aber immer weiter steigern. In Europa ist Xpeng bisher lediglich in Schweden, Norwegen, Dänemark und den Niederlanden vertreten. Wann der Hersteller nach Deutschland kommt, ist unklar. © Zuma Wire/Imago
Der Zeekr 001.
Platz 4 – Zeekr: Auch wenn der Name so gar nicht chinesisch klingt, stammt der Hersteller dennoch aus dem Reich der Mitte. Der Markenname setzt sich aus Generation Z und dem Begriff Geek zusammen. Hinter dem erst 2021 gegründeten Autobauer steckt Geely. Mit der neuen Tochter möchte man im Premiumsegment Fuß fassen. Zeekr arbeitet zudem mit Waymo an einem vollelektrischen, autonom fahrenden Ride-Hailing-Fahrzeug für die USA. Zusammen mit Mobileeye will man bis 2024 autonomes Fahren in Serie bringen. 2023 soll die Marke in Schweden und den Niederlanden mit den Modellen 001 und X ihren Europa-Start feiern. © Zeekr
Der Ora Funky Cat.
Platz 3 – Ora: Wie Wey gehört auch Ora zu Great Wall Motor. Gegründet wurde die Elektro-Tochter erst im Jahr 2018. Trotz ihrer noch recht jungen Geschichte hat die Marke schon für einen Aufreger gesorgt und eine dreiste Kopie des VW Käfer auf den Markt gebracht. In Europa gibt es das Modell jedoch nicht, dafür aber den Funky Cat. © Ora/GWM
Der NIO ES6 steht auf einer Messe.
Platz 2 – NIO: Der Name des 2014 gergründeten Herstellers ist eine Anspielung auf den Smog über den Großstädten Chinas. Nio,in chinesischen Schriftzeichen „Weilai“, bedeutet übersetzt „Der Himmel wird blau“. Eine Besonderheit der Marke ist die Battery-Swap-Technologie. In fünf Minuten wird der Akku gegen einen neuen ausgetauscht. Sein Europa-Debüt gab Nio 2021 in Norwegen. Seit 2022 sind die Elektroautos auch in Deutschland erhältlich. © VCG/Imago
Der BYD Seal.
Platz 1 – BYD: Unter den chinesischen Autobauern ist Built Your Dreams (BYD) fast schon so was wie der Opa. Seit 1995 gibt es das Unternehmen bereits. Autos spielten am Anfang jedoch noch keine Rolle, stattdessen baute man wiederaufladbare Batterien. Erst 2003 stieg man durch den Kauf der angeschlagenen Xian Qinhuan Automobile in das Automobilgeschäft ein. Inzwischen ist BYD einer größten Automobilproduzenten Chinas und der Welt. In Deutschland sind die Chinesen derzeit mit den Modellen Atto3, Han und Tang vertreten. © VCG/Imago

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Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

„Lokale Partnerschaften sind ein wesentlicher Baustein der „in China für China“-Strategie des Volkswagen Konzerns. Damit beschleunigen wir jetzt den Ausbau unseres lokalen Elektro-Portfolios und bereiten uns gleichzeitig auf den nächsten großen Innovationssprung vor. Mit XPENG haben wir nun einen weiteren starken Partner, der in wichtigen Technologiebereichen zu den führenden Herstellern in China gehört“, erklärt Volkswagen-China-Chef Ralf Brandstätter. Dabei sei es wichtig, neue Modelle schneller auf den Markt zu bringen und sich an den spezifischen Wünschen der chinesischen Kunden zu orientieren. „Gleichzeitig wollen wir die Kosten in Entwicklung und Beschaffung weiter optimieren“, betont Brandstätter.

Rubriklistenbild: © Jan Woitas/dpa

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