Rabattaktion

ID.3 für 15.000 Euro: Volkswagen verramscht Elektroauto in China

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In China verhökert VW den ID.3 für rund 15.000 Euro. Ein Schnäppchen können deutsche Autofahrer in Fernost aber nicht machen.

Die hohen Preise für Elektroautos sind einer der Gründe, warum viele Autofahrer noch nicht wechseln wollen. Der ein oder andere mag da neidisch nach China blicken, denn dort fallen die Preise deutlich niedriger aus. Den BYD Seagul gibts für umgerechnet rund 10.000 Euro. Und auch VW verramscht den ID.3 dort aktuell für unter 16.000 Euro.

In der Basisversion kostet das Elektroauto aktuell nur noch 125.900 Yuan (rund 15.640 Euro, Stand 17. Juli). In Deutschland müssen VW-Kunden vor Abzug der Umwelt-Prämie 39.995 Euro bezahlen – rund 24.000 Euro mehr als in China. Der günstige Preis ist das Resultat einer Rabattaktion vom 7. bis zum 31. Juli. Diese ist laut Volkswagen auf 7.000 Fahrzeuge begrenzt. Im Anschluss kostet der ID.3 wieder die regulären 162.888 Yuan (ca. 20.235 Euro, Stand 17. Juli).

Produktionskostenvorteil macht ID.3 in China so günstig

Damit wäre das Elektroauto aber immer noch fast 20.000 Euro günstiger als in Deutschland. Warum aber verramscht VW den ID.3 in China? Auf Anfrage der BILD erklärte eine VW-Sprecherin, dass es für den Preisunterschied mehrere Faktoren gebe. So resultiere der niedrige Listenpreis unter anderem aus einem „Produktionskostenvorteil“.

In China verramscht VW den ID.3 für weniger als 16.000 Euro.

Zudem sitzen fast alle Zulieferer in China, daraus ergeben sich kurze Transportwege und geringere Produktionskosten. Das wirkt sich auch auf den Verkaufspreis aus. Die Ausstattung des frisch überarbeiteten ID.3 sei ebenfalls an den chinesischen Markt angepasst.

Das sind die zehn meistgebauten Elektroautos Europas

Ein Renault Zoe
Platz 10 – Renault Zoe: Der französische Stromer ist inzwischen schon etwas in die Jahre gekommen, dennoch gehört der Renault Zoe auch im Jahr 2022 noch zu den meistproduzierten Elektroautos Europas. © Renault
Ein Audi e-tron
Platz 9 – Audi e-tron: Der erste reine Stromer von Audi gehört auch 2022 zu den meistgebauten E-Autos in Europa. Das Foto zeigt die Sportback-Variante. © Audi
Mehrere Tesla Model Y in Grünheide
Platz 8 – Tesla Model Y: Für den europäischen Markt wird das Tesla Model Y in der Gigafactory in Grünheide bei Berlin gebaut – und es reicht für den achten Platz im Produktions-Ranking. © IMAGO/Jochen Eckel
Ein Audi Q4
Platz 7 – Audi Q4: Ein weiterer Audi gehört zu den meistproduzierten E-Autos Europas: Der Q4 wird wie einige weitere Stromer des VW-Konzerns in Zwickau gefertigt. © Audi
Ein Hyundai Kona
Platz 6 – Hyundai Kona: Ein Koreaner hat es ebenfalls unter die zehn meistproduzierten E-Autos Europas geschafft – der Hyundai Kona wird im tschechischen Hyundai-Werk in Nosovice gebaut. © Hyundai
Ein Peugeot e-208
Platz 5 – Peugeot e-208: Mit dem Peugeot e-208 hat es ein Fahrzeug aus dem Stellantis-Konzern auf den fünften Platz geschafft. © Peugeot
Ein Skoda Enyaq
Platz 4 – Skoda Enyaq: 50.765 Einheiten des Skoda Enyaq verließen im Jahr 2022 das Werk in Tschechien – das reicht für den vierten Platz im europäischen Elektroauto-Produktionsranking. Das Foto zeigt die RS-Version des Stromers. © Skoda
Ein VW ID.3
Platz 3 – VW ID.3: Die Elektro-Kompaktlimousine VW ID.3 wird in Zwickau gebaut – 52.229 Exemplare rollten im Jahr 2022 dort vom Band. © Volkswagen
Ein VW ID.4
Platz 2 – VW ID.4: Auch den zweiten Platz belegt ein Volkswagen – der ebenfalls in Zwickau produzierte ID.4 wurde 63.685 Mal gebaut. © Volkswagen
Ein Fiat 500e
Platz 1 – Fiat 500e: 66.325 Exemplare des italienischen Stromers liefen 2022 in Mirafiori vom Band – damit war er das meistgebaute E-Auto Europas. © Fiat

Billig-ID.3 nach Deutschland importieren: VW stellt sich quer

Und auch die niedrigen Löhne in Fernost spielen ebenso eine Rolle wie der aktuelle Preiskampf zwischen BYD und Tesla. Hier muss VW mitziehen, ob man will oder nicht. Ansonsten droht man weitere Marktanteile in China zu verlieren. Die Nachfrage nach den Stromern von VW hält sich ohnehin schon in Grenzen, weshalb die Produktion in Emden bereits zurückgefahren wurde.

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Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Wer jetzt hofft, in China günstig an einen Stromer zu kommen, der dürfte enttäuscht werden. Re-Importe wird es bei den deutschen Händlern nicht geben. Und auch auf eigene Faust ist der Autokauf in China keine gute Idee, da diese in Deutschland nicht zugelassen werden können. So lassen der chinesische Schnell-Ladestandard als auch der Wechselstrom-Ladestecker ein Aufladen in Deutschland nicht zu. Und auch VW stellt sich quer. Für die China-ID.3 gewährt der Konzern keine Garantien und auch auf das deutsche Infotainment- und Betriebssystem müssten Käufer verzichten. Die Wolfsburger warnen sogar vor den grauen Importen aus China.

Rubriklistenbild: © Volkswagen

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