Busse und Laster nicht betroffen

Zum Start der Urlaubssaison: Seit 1. Juli gelten in Kroatien erhöhte Mautgebühren

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Urlauber müssen nun in Koratien mehr Maut zahlen. Ganze zehn Prozent mehr werden nun fällig. Damit sollen die Kosten des Straßenerhalts gedeckt werden.

Zagreb – Kroatien ist nach wie vor ein beliebtes Urlaubsziel. 2023 verzeichnete das Urlaubsland an der Adria dem nationalen Tourismusverband zufolge mehr als 20 Millionen Ankünfte. Doch in den letzten Jahren monierten viele Urlauber stark gestiege Preise im einst so preiswerten Urlaubsziel. Nun erhöhte Kroatien zum 1. Juli auch die Mautgebühren für bestimmte Fahrzeugklassen.

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Blick auf Split in Kroatien
Im Herzen der Region Dalmatien liegt die zweitgrößte Stadt Kroatiens: Split. Die Adria-Schönheit blickt auf eine 1.700 Jahre alte Geschichte zurück – einst war es Teil des Römischen Reichs, dann venezianisches Schutzgebiet, später unter osmanischer Herrschaft. Zu den beeindruckendsten Bauwerken zählt der Diokletianspalast, der einst dem römischen Kaiser Diokletian als Alterssitz diente und heute zum Unesco-Weltkulturerbe gehört. Urlauber können aber auch an der palmengesäumten Uferpromenade Riva entlangschlendern und die frische Seeluft schnuppern.  © Pond5 Images/Imago
Küstenlinie von Opatija
Die Küstenstadt Opatija war im 19. Jahrhundert ein begehrter Kurort an der Kvarner Bucht, den auch schon die Kaiserin Sisi als Urlaubsdomizil genutzt hat. Hier lässt sich wunderbar an der Promenade Lungomare entlang flanieren oder durch das Stadtzentrum schlendern, um die prächtige Villa Angiolina mitsamt Park zu besuchen.  © Dalibor Brlek/Imago
Altstadt von Šibenik
Šibenik befindet sich im Norden der Region Dalmatien und ist ein perfekter Ort für alle, die sich für Kultur interessieren. In der Altstadt reihen sich Kirchen, Klöster und Paläste aneinander, obendrein gibt es eine Vielzahl von Museen und Galerien. Zu den Highlights zählen vier venezianische Festungsanlagen, die Jahrhunderte lang dem Schutz vor Überfällen dienten. Zum Unesco-Weltkulturerbe gehört überdies die Kathedrale des Heiligen Jakob, dessen Dach ein Tonnengewölbe bildet. © Pond5 Images/Imago
Wasserfälle in Krka-Nationalpark in Kroatien
Nur wenige Kilometer von Šibenik entfernt befindet sich der Nationalpark Krka. Der gleichnamige Fluss schlängelt sich hier mal durch sanfte Hänge und mal durch tiefe Schluchten – und stürzt dann mal in Form eines Wasserfalls mehrere Meter hinab. An den Ufern können Wanderer außerdem zahlreiche Festungsruinen finden. Inmitten eines großflächigen Sees liegt eine Klosterinsel.  © YAY Images/Imago
Dorf Rovinj in Kroatien
An der Westküste Istriens befindet sich die kleine Hafenstadt Rovinj. Sie zeichnet sich durch ihre malerischen, verwinkelten Gassen aus, zu den romantischsten gehören Trevisol und Garzotto. Die Häuser entlang des Weges sind mit bunten Fassaden und strahlenden Blumen versehen. Als Wahrzeichen der Stadt gilt der etwa 60 Meter hohe Turm der Kirche der Heiligen Euphemia, der sich im Herzen des historischen Teils von Rovinj befindet.  © Pond5 Images/Imago
Nationalpark Paklenica in Kroatien
Winnetou-Fans wird der Nationalpark Paklenica vielleicht ein Begriff sein – die wildromantische Landschaft diente als Drehort für die Karl-May-Filme (genauso wie die Plitvicer Seen). Besonders Wanderbegeisterte kommen voll auf ihre Kosten, denn es gibt 150 bis 200 Kilometer an Wegen und Pfaden im Park. Zu entdecken gibt es hohe Felswände, Grotten und Höhlen sowie Pinien und Hunderte verschiedene Pflanzen- und Vogelarten. © Panthermedia/Imag
Kathedrale in Zagreb
Die Hauptstadt Kroatiens bleibt im Urlaub meist unter dem Radar der Reisenden – dabei hat Zagreb einiges zu bieten. Sie blickt auf eine wechselhafte Geschichte zurück und lag einst in der Hand der Habsburger. Die Österreicher errichteten beeindruckende Prachtbauten, Jugendstilgebäude und riesige Grünanlagen, die zum Flanieren einladen. Die Kulinarik der Stadt lässt sich an einem der vielen Märkte im Freien erleben, außerdem bietet der Jarun-See – auch als “Zagreber Meer” bekannt – genügend Erholung und ein vielfältiges Angebot für Wassersportler. © Pond5 Images/Imago
Plitvicer Seen
Wer nicht nur auf Städtetrips aus ist, sondern auch etwas von der zauberhaften Natur Kroatiens sehen möchte, ist im Nationalpark Plitvicer Seen perfekt aufgehoben. Spektakuläre Wasserfälle, türkisfarbene Stromschnellen und eine vielfältige Flora und Fauna machen den bekanntesten und ältesten Nationalpark des Landes zu einem Must-see für jeden Aktivurlauber.  © ingimage/Imago
Blick auf den Hafen der kroatischen Insel Hvar.
Von Split aus ist innerhalb einer Stunde die Insel Hvar mit dem Boot zu erreichen. Sie ist für ihren Wein- und Olivenanbau sowie den Lavendel bekannt, der hier überall zu sehen ist. Schon im 19. Jahrhundert wurde Hvar für den Tourismus entdeckt, mittlerweile ist es ein beliebtes Ziel für Jet-Setter. Badeurlauber finden zahlreiche Buchten, um für Erfrischung zu sorgen, während Aktiv-Reisende einen der vielen Wanderwege beschreiten können.  © YAY Images/Imago
Luftaufnahme von Dubrovnik
Spätestens seit Dubrovnik in der HBO-Serie “Game of Thrones” als Schauplatz von Königsmund diente, ist die kroatische Hafenstadt ein absoluter Touristenmagnet. Aber auch unabhängig davon ist die “Perle der Adria”, die sich im südlichsten Teil des Landes befindet, einen Besuch wert. Die mittelalterliche Altstadt mit ihren kopfsteingepflasterten Straßen und dem fast 2.000 Meter langen Mauerring befindet sich in einem ausgezeichneten Zustand. Ein Blick in vergangene Zeiten ist also vorprogrammiert.  © Panthermedia/Imago

Kroatien bittet Autofahrer stärker zur Kasse – Maut-Erhöhung seit 1. Juli in Kraft:

Die saisonalen Mautgebühren, die vom 1. Juli bis zum 30. September 2024 gelten, betreffen unter anderem PKW, Motorräder und Wohnmobile, nicht jedoch Busse oder Lastwagen. Autofahrer müssen künftig 10 Prozent mehr für die Nutzung der kroatischen Autobahnen bezahlen, gab die staatliche Autobahngesellschaft Hrvatske Autoceste (HAC) in einer Mitteilung bekannt.

Diese zeitlich begrenzten Erhöhungen wurden 2017 eingeführt, aber in den letzten vier Jahren aufgrund der Corona-Krise ausgesetzt, um Bürger und Wirtschaft während der touristischen Hochsaison zu unterstützen, heißt es darin weiter.

Die HAC teilt zudem mit, dass die Preise mit dem Beitritt Kroatiens zur Eurozone am 1. Januar 2023 auf eine Dezimalstelle gerundet wurden, was zu geringeren Kosten für die Nutzer führte. So wurde beispielsweise eine Gebühr von 20,17 Euro auf 20,10 Euro abgerundet, anstatt auf 20,20 Euro aufgerundet zu werden. Seit 2012 seien die Mautgebühren zudem nicht an die Inflation angepasst worden.

Autobahngesellschaft HAC begründet teurere Maut mit verstärktem Fahrzeugaufkommen im Sommer

Die Erhöhung der Mautgebühren ist Teil eines finanziellen Restrukturierungsmodells der kroatischen Autobahngesellschaft. Das Ziel ist es, die gestiegenen Kosten für Wartung, Sicherheit und Verkehrsmanagement während der stark frequentierten Sommermonate zu decken. Etwa 40 Prozent des jährlichen Verkehrsaufkommens in Kroatien entfallen laut HAC auf die Sommermonate.

Urlauber müssen an kroatischen Mautstationen nun tiefer in die Tasche greifen – ab 1. Juli sind die Mautgebühren angehoben worden. (Symbolbild)

Auf einigen Autobahnen ist die Fahrzeuganzahl in dieser Zeit bis zu dreimal höher als in anderen Jahreszeiten, was auch zu höheren Kosten in Sachen Instandhaltung, Sicherheit und Überwachung führt. Generell wird der Massentourismus immer mehr zum Problem in Kroatien – und nicht nur dort.

Maut in Kroatien wird über den Sommer teurer: Dieser Betrag wird von Zagreb bis Rijeka fällig

Das kroatische Nachrichtenportal Dnevnik.hr hat beispielhaft die Kostensteigerungen für bestimmte Autobahnabschnitte skizziert:

  • Die Strecke von der Hauptstadt Zagreb bis nach Dugopolje im Süden Kroatiens (ca. 395 Kilometer) kostet nun 26,40 Euro statt 24 Euro.
  • Für die rund 165 Kilometer lange Strecke Zagreb-Rijeka zahlen Autofahrer 10,10 Euro statt 9,20 Euro.

Wer von Deutschland aus nach Kroatien fährt, muss auch auf der Fahrt durch Österreich mit Mautgebühren rechnen. Dort gelten seit diesem Jahr ebenfalls neue Regelungen. Vor einem anderen Urlaubsland machen erhöhte Reisekosten ebenfalls keinen Halt: in Italien hat ein Anbieter die Gebühr für Maut-Abos um mehr als das Doppelte erhöht.

Kennzeichenerkennung und Elektronische Mautgeräte: Neues Mautsystem kommt ab 2025

Ab 2025 plant Kroatien die Einführung eines neuen elektronischen Mautsystems, das die bisherigen Mautstationen ersetzen soll. Dieses System soll den Verkehrsfluss verbessern und die Wartezeiten reduzieren, was besonders während der Ferienzeit von Vorteil sein wird. Das neue System ist auf eine Mindestnutzungsdauer von 15 Jahren ausgelegt und soll ohne größere Updates auskommen.

Das elektronische Mautsystem wird moderne Erkennungstechnologien nutzen, um Fahrzeuge zu identifizieren und automatisch die entsprechenden Gebühren zu berechnen. Schwere Nutzfahrzeuge müssen künftig elektronische Mautgeräte (ENC) verwenden, während leichte Fahrzeuge zwischen ENC und einem Kennzeichenerkennungssystem wählen können. (jm)

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