Bericht eines Kunden

Nur 56 Kilometer nach der Auslieferung: Cybertruck gibt den Geist auf

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Nach der Auslieferung kam ein Cybertruck-Kunde nicht weit: An der nächsten Ladestation entdeckte er ein Kühlmittel-Leck. Der Wagen musste abgeschleppt werden.

Der Cybertruck von Tesla polarisiert: Während manche das Design einfach nur grausam finden, sehen andere darin den bislang größten Wurf von Elon Musk. Zu den größten Fans des Elektro-Pick-ups gehört beispielsweise der Dortmunder Tuner Jean Pierre „JP“ Kraemer: Er will sich auf jeden Fall einen Cybertruck kaufen, weil er sich in den Wagen verliebt habe, wie er sagt. Seit Beginn der Auslieferung im vergangenen Dezember häufen sich jedoch Meldungen über Probleme mit dem E-Pick-up: So machen beispielsweise die Radkappen des Cybertrucks Ärger, zuletzt gab es sogar einen Rückruf wegen eines sich verklemmenden Gaspedals. Nun hat ein frisch ausgeliefertes Exemplar offenbar in Rekordzeit den Geist aufgegeben.

Cybertruck-Kunde wenig begeistert vom Ablauf der Abholung

Die erste Begegnung mit seinem Cybertruck lief für einen Kunden in den USA alles andere als nach Plan. Im Forum Cybertruck Owners Club beschwert sich der Nutzer namens Jason, dass die Abholung in Pensacola (US-Bundesstaat Florida) kein besonders schönes Erlebnis gewesen sei. Man habe ihm einfach gesagt: „Da drüben steht er.“ Bei Fragen könne er sich melden. Sein Cybertruck sei sehr dreckig gewesen – und auch nur zu 47 Prozent geladen.

In den USA schaffte ein Cybertruck-Kunde keine 100 Kilometer, bevor der Wagen abgeschleppt werden musste. (Symbolbild)

Kunde steuert Supercharger an – und entdeckt ein Leck an seinem Cybertruck

Also steuerte Jason einen gerade einmal 35 Meilen (rund 56 Kilometer) entfernten Tesla Supercharger an. Doch dort musste der frisch gebackene Cybertruck-Besitzer feststellen, dass aus dem hinteren Teil des Wagens Kühlflüssigkeit ausläuft. Ein Anruf beim Tesla-Service mündete zunächst in der Aussage, dass Kühlmittel-Lecks nicht von der Garantie abgedeckt seien. Nachdem man „einige Worte gewechselt“ habe, erklärte das Servicecenter aber dann, dass sie einen Abschleppwagen schicken würden.

Top 10 Neuzulassungen: Die beliebtesten Elektroautos der Deutschen im Jahr 2023

Fahraufnahme eines Mini SE
Platz 10 – Mini Cooper E/SE: 13.953 Neuzulassungen im Jahr 2023 reichten Mini für den Einzug in die Stromer-Top-10. Der Cooper E/SE sicherte sich im Jahres-Ranking den zehnten Platz. © Mini
Ein BMW iX1
Platz 9 – BMW iX1: Die vollelektrische Version des BMW X1 wurde im vergangenen Jahr 14.694-mal neu zugelassen. Damit landet der iX1 auf dem neunten Rang im Jahres-Ranking 2023. © BMW
Ein Tesla Model 3
Platz 8 – Tesla Model 3: Der US-Hersteller Tesla sicherte sich mit seinem Model 3 den achten Platz im Ranking. Laut KBA kam der Stromer 2023 in Deutschland auf 15.865 Neuzulassungen. © Imagebroker/Imago
Fahraufnahme eines Cupra Born
Platz 7 – Cupra Born: Einst ein Seat-Ableger, inzwischen eine eigene Marke: Der vollelektrische Cupra Born wurde im vergangenen Jahr laut KBA 17.464-mal neu zugelassen – und landete damit auf Rang 7. © Cupra
Fahraufnahme eines Audi Q4 e-tron
Platz 6 – Audi Q4 e-tron: Laut KBA kam der Audi Q4 e-tron im Jahr 2023 auf 18.061 Neuzulassungen. Damit erreichte der Ingolstädter den sechsten Platz im Ranking. © Audi
Ein VW ID.3
Platz 5 – VW ID.3: Noch vor den zum Konzern gehörenden Marken konnte sich ein „eigenes“ VW-Produkt platzieren: Mit 22.270 Neuzulassungen im Jahr 2023 sicherte sich der VW ID.3 den fünften Rang. © VW
Fahraufnahme eines Fiat 500e
Platz 4 – Fiat 500e: Laut KBA wurde der Elektroflitzer Fiat 500e im Jahr 2023 in Deutschland 22.608-mal neu zugelassen – das reicht für den vierten Platz. © Fiat
Ein Skoda Enyaq
Platz 3 – Škoda Enyaq: Auch auf dem dritten Platz findet sich eine Marke aus dem VW-Reich: 23.498-mal wurde das E-SUV Škoda Enyaq im vergangenen Jahr neu zugelassen. © Škoda
Ein VW ID.4
Platz 2 – VW ID.4/ID.5: Für die erfolgsverwöhnten Wolfsburger reichte es nur für den Vize-Titel des Jahres 2023. 36.353 Neuzulassungen der E-Modelle ID.4 (Foto) und ID.5 zählte das KBA im vergangenen Jahr. © VW
Ein Tesla Model Y auf einer Messe
Platz 1 – Tesla Model Y: Eine Titelverteidigung ist nie einfach – doch Tesla hat es geschafft. Wie schon im Jahr 2022 konnte sich das Model Y auch im Jahr 2023 den Spitzenplatz bei den Neuzulassungen (45.818) in Deutschland sichern.  © Pond5 Images/Imago

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„Ich war beeindruckt“: Inzwischen ist der Cybertruck repariert

Inzwischen ist die Wut des Kunden aber offensichtlich verraucht. Tesla hat seinen Cybertruck repariert und zurückgebracht – diesmal war das Fahrzeug sogar gewaschen. „Ich muss sagen, ich war beeindruckt“, schreibt Jason. Vielleicht liest man ja im Tesla-Servicecenter gelegentlich auch mal Nachrichten im Online-Forum der Cybertruck-Besitzer. Wer übrigens einmal einen Cybertruck in Echt betrachten möchte, kann dies bis Juli in einigen deutschen Städten tun – solange tourt Tesla mit dem extravaganten Stromer durch Deutschland.

Rubriklistenbild: © SOPA Images/Imago

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