Größe, Griffe und Co.

Kunden werden ausgetrickst: So manipuliert der Einkaufswagen das Verhalten

  • schließen

Einkaufswagen sollen Kunden den Einkauf eigentlich erleichtern. Doch Supermärkte greifen immer öfter in die Trickkiste. Mit einigen Besonderheiten regen sie zum Mehrkauf an. Worauf geachtet werden sollte.

Der Einkaufswagen ist für viele vor allem eins: ein Mittel zum Zweck. Supermarkt-Kunden, die ihren Wocheneinkauf tätigen, kommen eher sehr selten um ihn herum. Denn häufig sieht es mit Alternativen es eher schlecht aus: In vielen Discountern werden keine tragbaren Körbe angeboten – leere Kartons als Einkaufshilfe zu nutzen, wird nicht in jedem Supermarkt gern gesehen.

Doch genau diese Monopol-Stellung der klassischen Einkaufswagen machen sich Supermärkte und Discounter wie Kaufland, Lidl und Co. zunutze – und wenden fiese Psycho-Tricks an. Allein durch die Form, das Design und die Handhabung der Wagen sollen Kunden dazu animiert werden, häufiger ins Regal zu greifen. echo24.de fasst zusammen, welche fiesen Geheimfunktionen den Einkaufswagen zum Top-Verkäufer machen.

Einkaufswagen statt Körbe – wie die Größe den Einkauf beeinflusst

Vielleicht ist es den ein oder anderen Supermarkt-Kunden schon aufgefallen: Auf dem Parkplatz vieler Supermärkte kann der Einkaufswagen in zwei Größen gewählt werden. Für die Händler gilt generell: umso größer, desto besser. Immerhin wirkt der Inhalt des Wagens in der größeren Version gleich ziemlich verloren. Kunden, die einen Wocheneinkauf planen, könnten somit schnell denken, sie hätten zu wenig.

Dass bei einigen Händlern wie zum Beispiel Lidl keine Körbe oder Trolleys angeboten werden, ist übrigens auch kein Zufall. Immerhin lassen sich darin noch weniger Waren verstauen, als in den kleineren Versionen der Einkaufswagen.

Fiese Geheimfunktion am Einkaufswagen: Bestimmtes Design beeinflusst Kaufverhalten

Auch das Design macht einen entscheidenden Unterschied beim Kaufverhalten vieler Supermarkt-Kunden. Viele Einkaufswagen sind deshalb mit einem abgeschrägten Boden konzipiert. Die Fläche fällt meist nach hinten, unten in Richtung des schiebenden Kunden ab.

Beim Einkauf Geld sparen: Welche Tipps und Tricks Verbraucher kennen sollten

Bei der Auswahl im Supermarkt entstehen oft Impulseinkäufe.
Tipp 1: Bei der riesigen Auswahl im Supermarkt entstehen oft unnötige Impulseinkäufe. Mit einem Essensplan kann man gezielt die Lebensmittel kaufen, die man für seine Gerichte auch braucht. So spart man nicht nur an der Kasse einiges an Geld, sondern kann auch eventueller Lebensmittelverschwendung entgegenwirken. © Oleksandr Voskresenskyi via imag
Hungrig sollte man nicht einkaufen gehen.
Tipp 2: Niemals hungrig einkaufen gehen. Wer Hunger hat, neigt dazu, alles was er gerne isst einfach in den Einkaufswagen zu packen und steht am Ende mit einem teureren Einkauf als geplant an der Kasse. Am besten, man geht nach dem Frühstück oder Mittagessen einkaufen. © Bernd54 via www.imago-images.de
Einkauf in einem Supermarkt oder Discounter zu Zeiten voTipp 3: Auf den Grundpreis achten: Vor Allem der Vergleich zwischen Markenprodukt und Eigenmarke lohnt sich. Meist bekommt man für weniger Geld genauso gute Eigenmarkenprodukte. Um einfacher vergleichen zu können, gilt es auf den Grundpreis zu schauen, der meist in Liter oder Kilogramm angegeben wird.n Inflation. Fleisch, Schweinefleisch, Billigfleisch, Rindfleisc
Tipp 3: Auf den Grundpreis achten: Vor allem der Vergleich zwischen Markenprodukt und Eigenmarke lohnt sich. Meist bekommt man für weniger Geld genauso gute Eigenmarkenprodukte. Um einfacher vergleichen zu können, gilt es auf den Grundpreis zu schauen, der überwiegend in Liter oder Kilogramm angegeben wird. © IMAGO/Martin Wagner
Tipp 4: Auf Angebote achten und vergleichen: Fast jeder Supermarkt hat Aktionen und Angebote. Besonders bei Produkten die man in großen Mengen gebraucht lohnt es sich bei solchen Aktionen zuzuschlagen. Doch es ist Vorsicht geboten: bei reduzierter Ware neigen wir dazu sie zu kaufen obwohl wir sie gar nicht brauchen. Das kann den Preis in die Höhe treiben.
Tipp 4: Auf Angebote achten und vergleichen: Fast jeder Supermarkt hat Aktionen und Angebote. Besonders bei Produkten, die man in großen Mengen braucht, lohnt es sich bei Aktionen zuzuschlagen. Doch es ist Vorsicht geboten: Bei reduzierter Ware neigen wir dazu, sie zu kaufen, obwohl wir sie gar nicht brauchen. Das kann den Preis in die Höhe treiben. © IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON
Tipp 5: Große Packungen kaufen: Ein Tipp der Verbraucherzentrale ist es, größere Packungen zu kaufen – sie haben meist einen günstigeren Grundpreis. Natürlich rentieren sich Großpackungen nur, wenn sie auch wirklich verbraucht werden können.
Tipp 5: Große Packungen kaufen: Ein Tipp der Verbraucherzentrale ist es, größere Packungen zu kaufen – sie haben meist einen günstigeren Grundpreis. Natürlich rentieren sich Großpackungen nur, wenn sie auch wirklich verbraucht werden können. © IMAGO/Jakub Porzycki
Tipp 6: Einkaufsfallen erkennen: In Supermärkten gibt es viele Einkaufsfallen, die für einen teureren Einkauf sorgen können. Dazu gehören irreführende Aktionsschilder, „Mogelpackungen“ und bewusste Produktplatzierungen. Ein Trick, welcher vermutlichen vielen bereits bekannt ist: Die teuersten Produkte stehen in der Regel auf Augenhöhe. Ober- und unterhalb sind die günstigeren.
Tipp 6: Einkaufsfallen erkennen: In Supermärkten gibt es viele Einkaufsfallen, die für einen teureren Einkauf sorgen können. Dazu gehören irreführende Aktionsschilder, „Mogelpackungen“ und bewusste Produktplatzierungen. Ein Trick, welcher vermutlichen vielen bereits bekannt ist: Die teuersten Produkte stehen in der Regel auf Augenhöhe. Ober- und unterhalb sind die günstigeren. © IMAGO/McPHOTO/BilderBox
Tipp 7: Panikkäufe vermeiden: Panikkäufe, wie etwa aufgrund des Ukrainekriegs, sollten unbedingt vermieden werden. Diese führen ebenfalls zu Preissteigerungen. Außerdem wollen wir doch alle nicht, dass es wieder zum Kampf um die letzte Packung Klopapier im Supermarkt kommt – so wie zu Beginn der Corona-Pandemie.
Tipp 7: Panikkäufe vermeiden: Panikkäufe, wie etwa aufgrund des Ukrainekriegs, sollten unbedingt vermieden werden. Diese führen ebenfalls zu Preissteigerungen. Außerdem wollen wir doch alle nicht, dass es wieder zum Kampf um die letzte Packung Klopapier im Supermarkt kommt – so wie zu Beginn der Corona-Pandemie. © IMAGO/MANUEL GEISSER
Tipp 8: Verzichte mindestens ein mal in der Woche auf Fleisch: Fleisch ist eines der teuersten Lebensmittel, schadet der Umwelt und den Tieren. Ganz einfach kann man auch fleischlose Gerichte zaubern, ohne Ersatzprodukte kaufen zu müssen.
Tipp 8: Verzichte mindestens ein mal in der Woche auf Fleisch: Fleisch ist eines der teuersten Lebensmittel, schadet der Umwelt und den Tieren. Ganz einfach kann man auch fleischlose Gerichte zaubern, ohne Ersatzprodukte kaufen zu müssen. © IMAGO/Larissa Veronesi
Tipp 9: Saisonales Obst und Gemüse kaufen: Saisonale Produkte sind meist günstiger als nicht-saisonale. Das liegt an den hohen Importkosten die für Obst und Gemüse aus dem Ausland anfallen. Außerdem schmecken die saisonalen Früchte auch besser.
Tipp 9: Saisonales Obst und Gemüse kaufen: Saisonale Produkte sind meist günstiger als nicht-saisonale. Das liegt an den hohen Importkosten, die für Obst und Gemüse aus dem Ausland anfallen. Außerdem schmecken die saisonalen Früchte auch besser. © EIBNER/EXPA/Stefanie Oberhauser
Tipp 10: Wasser aus dem Hahn statt aus der Flasche: Das Hahnenwasser wird in Deutschland streng kontrolliert und kann im Normalfall mit dem aus der Flasche mit halten. Es spart also sowohl Geld als auch Energieaufwand beim Kisten schleppen.
Tipp 10: Wasser aus dem Hahn statt aus der Flasche: Das Hahnenwasser wird in Deutschland streng kontrolliert und kann im Normalfall mit dem aus der Flasche mithalten. Es spart also sowohl Geld als auch Energieaufwand beim Kisten schleppen. © IMAGO/Anastasiya Amraeva

Das hat den Zweck, dass der Inhalt des Wagens schneller aus dem direkten Blickfeld des Kunden rutscht. Auch hier liegt also wieder ein psychologischer Grund vor: Kunden sollen somit denken, dass sich weniger Produkte im Wagen befinden und daher häufiger ins Regal greifen.

Haltegriff am Einkaufswagen manipuliert Kunden: Wie sie zum Großeinkauf gelenkt werden

Das wird vielen Supermarkt-Kunden, wie zum Beispiel denen von Kaufland, zudem durch ein bestimmtes Anbauteil erleichtert: Die dort verwendeten Handgriffe sind nämlich nicht nur aus ergonomischen Gründen parallel und vertikal angebracht. Die Form der Griffe beansprucht die Muskeln auf eine bestimmte Weise, die einen positiven psychologischen Effekt auf das Einkaufsverhalten der Kunden hat.

Fieser Trick am Einkaufswagen: Wie die Haltegriffe das Einkaufsverhalten beeinflussen.

Anders gesagt: Kunden, die einen Einkaufswagen mit horizontaler Querstange schieben, beanspruchen überwiegend den Trizeps – und nehmen laut Forschern dadurch eine Ablehnungshaltung ein. Durch die ergonomischen Haltegriffe wird das jedoch verhindert – Kunden sind schneller dazu bereit, ins Regal zu greifen.

Weitere praktische Geheimfunktionen am Einkaufswagen: Nur wenige Kunden kennen sie

Doch nicht alle Bauteile am Einkaufswagen sollen den Kunden zum Großeinkauf verleiten, einige sind schlichtweg funktioneller Natur – wie die praktischen Plastikecken innen und außen zum Beispiel. Auch hier hat echo24.de bereits die gängigsten Geheimfunktionen der Einkaufswagen entlarvt und in einer Übersicht zusammengefasst.

Rubriklistenbild: © IMAGO / Collage echo24.de

Kommentare