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Mit Lavendel lässt sich der Blattlaus-Befall wirksam verringern. Lavendel-Sud ist ein Hausmittel, das sich mit der Pflanze selbst oder mit Öl herstellen lässt.
Um Blattläusen möglichst keine Chance zu geben, sind gesunde, widerstandsfähige Pflanzen die beste Voraussetzung. Dazu gehören der richtige Standort mit passenden Lichtverhältnissen und genügend Nährstoffe. Doch auch die idealen Bedingungen und gute Pflege schützen oft nicht vor den saugenden Insekten. Sogar Nützlinge wie Vögel und Marienkäfer, deren Leibspeise Läuse sind, kommen mit dem Auffressen manchmal nicht hinterher. Um sie zu vertreiben, muss dann der Mensch ran. Wer keine Chemie einsetzen möchte, kann zu einer Vielzahl von wirksamen Hausmitteln greifen. Eines davon ist Lavendel, dessen Geruch die Schädlinge nicht leiden können.
Lavendel-Sud selber machen: Anleitung für zwei Methoden
Hobbygärtner lieben den Duft von Lavendel, Blattläusen hingegen machen die ätherischen Öle der Pflanze schwer zu schaffen. Dies kann man sich beispielsweise zunutze machen, indem man Lavendelpflanzen in einer Mischkultur zwischen das Gemüse oder die Blumen setzt, die man schützen möchte. Hierbei sollte man nur darauf achten, dass es sich um geeignete Beetpartner für Lavendel handelt, der trockene, karge Böden bevorzugt. Ist der Standort für Lavendel nicht gut, bieten sich auch Bohnenkraut, Knoblauch, Tagetes und Kapuzinerkresse zur Abschreckung oder Ablenkung von Blattläusen an.
Sind die Pflanzen erst einmal mit Blattläusen befallen, helfen abgesehen von dem händischen Absammeln oder der Behandlung mit Spritzwasser vor allem einfache Hausmittel. Mit einem selbst gemachten Lavendel-Sud können Sie die Schädlinge alle paar Tage besprühen, ohne der Pflanze selbst oder Nützlingen zu schaden. Den Sud können Sie auf zwei verschiedene Methoden zubereiten – mit dem Kraut selbst oder mit Lavendelöl:
- Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) empfiehlt: Blüten und Blätter von 100 g frischem oder 20 g getrocknetem Lavendel mit 1 l Wasser aufgießen und drei Tage stehenlassen.
- Für die Zubereitung mit Öl mischt man 10 Tropfen ätherisches Lavendelöl und einen sehr kleinen Tropfen Spülmittel in 1 l lauwarmem, kalkfreiem Wasser, erklärt Pflanzenexpertin Karin Greiner auf Bayern 1. Sehr gründlich schütteln.
Anwendung des Lavendel-Sprays
Der Lavendel-Sud wird jeweils in eine Sprühflasche gefüllt und entweder vorbeugend einmal pro Woche auf die Pflanzen gesprüht oder bei Befall täglich verwendet. Vor dem Sprühen noch einmal gut schütteln.
Pflegeleichte Blumen, die in jeden klassischen Bauerngarten gehören




Wenn Sie Pflanzenteile verwenden, greifen Sie am besten zu besonders intensiv duftenden Sorten, die viel ätherisches Öl enthalten. Kein Lavendelöl zu Hand? Das Öl lässt sich ebenfalls einfach selbst machen. Der Lavendel-Sud bekämpft nicht nur Blattläuse und saugende Insekten wie Spinnmilben und Thripse, er schützt die Pflanze auch vor Pilzkrankheiten. Grundsätzlich gilt: Je gesünder und besser gepflegt der Lavendel ist – beispielsweise durch einen regelmäßigen Rückschnitt–, desto widerstandsfähiger ist er auch gegen Schädlinge und Krankheiten.
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