Essen und Trinken als Ursache

Sodbrennen vermeiden: Welches Obst und Gemüse Reflux begünstigt – Vorsicht auch bei bestimmten Getränken

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Reflux nach dem Essen kann verschiedene Ursachen haben. Erfahren Sie, welche Lebensmittel Sodbrennen auslösen und welche Mittel dagegen helfen.

Sodbrennen (Pyrosis) verursacht einen brennenden Schmerz in der Magengegend, der durch überschüssige Magensäure entsteht und bis in den Hals und Rachen aufsteigen kann. Reflux beschreibt die entgegengesetzte Bewegung von Körperflüssigkeiten, wobei bei Sodbrennen Magensaft zurück in die Speiseröhre gelangt. Ursachen für diesen Reflux können bestimmte Lebensmittel wie Gemüse, Obst, Fett und Zucker sein. Sodbrennen mit starkem Magensäure-Reflux kann auch ein Hinweis auf schwere Erkrankungen wie Speiseröhrenkrebs oder Magenkrebs.

Unangenehmer Reflux nach dem Essen: Zwölf Auslöser für Sodbrennen

Saures Aufstoßen ist nicht nur unangenehm. Unbehandelt kann die aggressive Magensäure langfristig die Speiseröhre schädigen – und sogar das Krebsrisiko erhöhen.

Nicht bei jedem verursachen bestimmte Lebensmittel gelegentliches oder regelmäßiges Sodbrennen. Dies ist individuell unterschiedlich, kann auch von Stress oder bestimmten Erkrankungen gefördert beziehungsweise verursacht werden.

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Wenn Sie bereits wissen, dass Sie zu Sodbrennen neigen, versuchen Sie, bestimmte Lebensmittel zu reduzieren oder gar zu meiden. Kleine Mahlzeiten mit wenig Fett und Zucker sowie ein rechtzeitiges Abendessen mit mindestens vier Stunden Abstand zum Schlafengehen können die Magensaftproduktion und Sodbrennen vermindern.

Sodbrennen vermeiden: Magenfreundlich sind Lebensmittel wie Spinat, Forelle, Kartoffeln, Joghurt und Bananen

Vollkornbrot
Heiserkeit, häufiges Räuspern und eine belegte Stimme können neben dem brennenden Gefühl im Rachen Begleiterscheinungen bei Sodbrennen sein. Viele Betroffene bemerken auftretende Beschwerden nach dem Verzehr von bestimmten Brotsorten. Brötchen auf Basis von Vollkorn, fein geschrotete Vollkornbrote, Knäckebrot und Zwieback führen in der Regel nicht zu Sodbrennen. Sehr grobe Vollkornbrote, Toastbrot, Weißbrot und Laugengebäck sollten hingegen besser gemieden werden, um die Produktion der Magensäure nicht anzuregen. © Dar1930/Imago
Kartoffeln
Kartoffeln gilt mit einem jährlichen Verbrauch von ca. 56,1 Kilogramm pro Kopf als eine der beliebtesten Beilagen für verschiedene Gerichte in der deutschen Küche. Für Sodbrennen-Geplagte ideal, denn der Erdapfel zählt zu den Lebensmitteln, die erfahrungsgemäß gut vertragen werden. Vor allem der Saft roher Kartoffeln hat sich bewährt, wenn jemand ein natürliches Hausmittel gegen Sodbrennen benötigt. Kartoffeln sind reich an Stärke, durch die überschüssige Magensäure gebunden wird. © Supertrooper/Imago
Ofenkartoffel mit Kräuterquark und Gurke
Sie essen gerne Kartoffeln mit Joghurt oder Quark? Dann greifen Sie auf fettarme Milchprodukte zurück, die wirken beruhigend auf den Magen und führen nicht zu Sodbrennen. © Claudia Nass/Imago
Forellen-Fisch
Wer Fisch liebt, aber zu Sodbrennen neigt, sollte eher magere Fischarten für die Zubereitung aussuchen, beispielsweise Forelle, Seelachs, Kabeljau oder Scholle. © Ivanna/Imago
Hühnerbrust
Oder doch lieber ein leckeres Stück Fleisch? Wäre da nur nicht das Aufstoßen und der Reflux danach. Fettarme, ungeräucherte und nicht-gepökelte Fleischwaren, beispielsweise Pute und Hühnerbrust sind in der Regel gut verdaulich und fördern kein Sodbrennen. © juanbuades/Imago
Karotten
Karotten werden von den meisten Menschen, die zu Sodbrennen neigen, gut vertragen. Tipp: ein Glas Karottensaft kann akute Beschwerden lindern. © BreakingTheWalls/Imago
Frischer Spinat
Spinat zählt zu dem Gemüse, das aufgrund seines hohen Eisen- und Kaliumgehalts sowie einem pH-Wert von über 6 dazu beiträgt, den Säuregehalt des Magens gut auszugleichen. Also öfters Spinat essen, das beugt Sodbrennen vor. © Design Pics/Imago
Brokkoli
Zwar kann der Verzehr von Brokkoli zu Blähungen führen, doch wird das grüne Gemüse in der Regel von Menschen, die zu Sodbrennen neigen, gut vertragen.  ©  Alex9500/Imago
Bananen
Nicht wenige Menschen, die unter Sodbrennen leiden, hören immer wieder, dass etliche Obstsorten und Zucker wie Fruchtzucker schwer verdaulich sind und somit auch Reflux verursachen können. Zwar enthalten Bananen im Schnitt 3,6 Gramm Fruktose pro 100 Gramm, doch gleichzeitig beinhalten sie ein relativ hohes Maß an Kalium, das die Magensäure neutralisieren kann. Wichtig zu wissen: Greifen Sie eher zu unreifen und weniger zu reifen, noch grünen Bananen, da diese Sodbrennen begünstigen können. © Imaginechina-Tuchong/Imago
Apfelbaum mit roten Äpfeln
Manche Äpfel enthalten mehr Säure als andere, besonders grüne Sorten. Daher wählen Sie am besten rote Äpfel, um Reflux-Beschwerden zu vermeiden. Äpfel enthalten alkalisierende Mineralien wie Kalzium, Kalium und Magnesium, die auch Bestandteil vieler saurer Medikamente gegen Sodbrennen sind. © blickwinkel/Imago

Folgende Lebensmittel können Sodbrennen und Reflux auslösen:

  • Kaffee
  • Süße Getränke wie Limo und Cola
  • Wasser mit viel Kohlensäure
  • Hefegebäck wie Krapfen, Nussschnecken und Zimtschnecken
  • Sekt mit viel Kohlensäure
  • Weißwein mit erhöhtem Säureanteil
  • Säurehaltiges Obst wie Zitronen, Grapefruit, Beeren
  • Tomaten
  • Rohe Paprika – Betroffene reagieren häufig auf die roten Sorten
  • Rohe Zwiebeln
  • Fisch wie Hering, Aal und Karpfen
  • Lebensmittel mit hohem Fettanteil (Fleisch, Käse)
  • Stark gewürzte Speisen

Bei empfindlichem Magen besser auf Kohlensäure verzichten

Der Begriff „Kohlensäure“ mag für manche irreführend sein, denn es ist letztlich weniger eine Säure im klassischen Sinne, die zu Sodbrennen führt, vielmehr die Reaktion des Magens auf das in Wasser gelöste Kohlendioxid-Gas (CO2). Manche Menschen müssen durch Getränke, die mit Kohlensäure versetzt sind, häufig Aufstoßen. Mit jedem Aufstoßen kann eine kleine Menge Magensaft in die Speiseröhre zurückfliessen – gemeinhin bekannt als Reflux. Dies kann Sodbrennen auslösen. Betroffene sollten statt Wasser mit Kohlensäure eher ein Wasser mit viel Hydrogencarbonat beziehungsweise Bicarbonat wählen. Dieses neutralisiert überschüssige Säuren, die im normalen Stoffwechsel entstehen. Ein Hydrogencarbonat-Gehalt von über 1.300 mg/l soll ausgleichend auf den Säure-Basen-Haushalt im Körper wirken.

Wenn das Sodbrennen doch mal einsetzt, können auch bestimmte Hilfsmittel und Medikamente dagegen helfen.

Entzündung im Körper vorbeugen: Welche elf Lebensmittel Sie eher vermeiden sollten

Zucker
Ein hoher Zuckerkonsum kann Entzündungsprozesse im Körper fördern. Laut der „Weltgesundheitsorganisation (WHO)“ steigt dadurch das Risiko für Rheuma, Diabetes Typ 2 und nicht zuletzt Adipositas. © matka/Imago
Schokolade
Viele Süßigkeiten enthalten neben Fett auch reichlich Zucker, was bei regelmäßigem Genuss nicht nur zu Übergewicht und Adipositas führt, auch chronische Entzündungen im Körper begünstigen kann. Insbesondere weiße Schokolade verfügt über einen großen Fettanteil, da sie im Gegensatz zu kakaohaltiger, dunkler Schokolade Kakaobutter enthält. © Markus Mainka/Imago
Salzstreuer und Pfefferstreuer
In Deutschland nehmen Menschen im Durchschnitt zehn Gramm Kochsalz (Natriumchlorid) über die Ernährung zu sich. Die „Deutsche Gesellschaft für Ernährung“ empfiehlt, nicht mehr als sechs Gramm Kochsalz zu verzehren, die „Weltgesundheitsorganisation (WHO)“ sogar nur fünf Gramm Salz pro Tag. Ein zu hohes Maß an Kochsalz hat Einfluss auf die Zusammensetzung des Darm-Mikrobioms. Salz reduziert die Zahl der Laktobazillen im Darm deutlich, zugleich steigt die Zahl der sogenannten Th17-Helferzellen im Blut an. Diese Immunzellen stehen im Verdacht, den Blutdruck zu erhöhen sowie Entzündungen und Autoimmunerkrankungen zu fördern. © jirkaejc/Imago
Wurst-Aufschnitt
In verarbeiteten Lebensmitteln wie Wurst-Aufschnitt und Fleisch sind häufig ebenfalls nicht zu vernachlässigende Mengen an Zucker und Salz enthalten, was wiederum einen entzündungsfördernden Effekt im Körper zur Folge haben kann. © ernstboese/Imago
Croissants
Industriell hergestellte Backwaren wie Croissants sind nicht selten reich an Transfetten, die bei regelmäßigem Verzehr Arterienverkalkung mitverursachen und in der Folge Schlaganfall und Herzinfarkt auslösen können. Transfette stehen im Verdacht, Entzündungen im Körper begünstigen zu können. © hojo/Imago
Sonnenblumenöl
Transfette sind ungesättigte Fettsäuren, die entstehen können, sobald ursprünglich flüssiges Pflanzenöl wie Sonnenblumenöl industriell gehärtet wird. Auch Öl, das sehr stark sowie mehrmals erhitzt wird, beispielsweise in der Fritteuse, kann Transfette entwickeln. © Lana_Malamatid/Imago
Pommes frites
Eine kleine Portion Pommes Frites enthält bereits circa 1 Gramm Transfette. Durchschnittlich sollte man täglich nicht mehr als 2,6 Gramm der Transfette zu sich nehmen. Je weniger Transfette jemand über die Ernährung zu sich nimmt, desto geringer ist das Risiko für daraus resultierende Entzündungen im Körper. © foodandmore/Imago
Margarine
Es gibt Margarine-Sorten, die ebenfalls schädliche Transfette enthalten. Diese sind in der Zutatenliste auf der Verpackung als „gehärtete Fette“ oder „teilweise gehärtete Fette“ aufgeführt. © stadtratte/Imago
Kekse
Transfette sind auch in einer Reihe von industriell verarbeiteten Süßigkeiten wie Keksen enthalten. Beim regelmäßigen Verzehr dieser Fette nimmt das schädliche LDL-Cholesterin stark zu, es kommt zu Gefäßablagerungen und das Risiko für Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall steigt. Der in der Regel hohe Zuckeranteil fördert zusätzlich die Entstehung von Entzündungen im Körper. © rotoGraphics/Imago
Käse und Milchprodukte
Neben Eiern und rotem Fleisch enthalten Käse und Milchprodukte zu einem gewissen Anteil die sogenannte Arachidonsäure, welche Entzündungen im Körper fördern soll. Die Arachidonsäure gehört zur Gruppe der Omega-6-Fettsäuren und ist vorwiegend in tierischen Lebensmitteln enthalten. © Zoonar.com/monticello/Imago
Bierflaschen
Alkohol fördert nicht nur Entzündungen in der Leber und Bauchspeicheldrüse. Bei regelmäßigem Alkoholgenuss kann eine konstant höhere Menge an Magensäure zu Entzündungen im Magen-Darm-Bereich sowie der Speiseröhre führen. © Ute Grabowsky/photothek.net/Imago

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © Bayer HealthCare Deutschland/picture alliance/obs

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