Pöbeln an der Leine

Hunde-Besitzerin wütend: „Wenn du deinen Hund nicht zurückrufen kannst, nimm ihn an die Leine“

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Eine Frau trainiert seit Monaten mit ihrem Hund. Dann platzt ein unerzogener, frei laufender Vierbeiner einfach dazwischen und die Situation kostet Nerven.

Einen Hund zu erziehen, ist nicht immer ganz einfach. Manchmal sogar frustrierend oder nervenaufreibend – doch Sie sind damit nicht alleine. Vielen anderen Hundehaltern ergeht es genauso. Der Schlüssel dabei ist, dass man konsequent dabei bleibt. Umso nerviger ist es, wenn ein anderer Besitzer einem beim Training einen Strich durch die Rechnung macht. Um ihrem Ärger darüber Luft zu machen, teilt eine Frau ein Video auf TikTok.

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Wenn man über Monate trainiert

Damit ein Hund frei laufen kann, sollte er zuverlässig auf Ihren Ruf hören. Das erfordert viel Training. (Symbolbild)

„Wenn du deinen Hund seit Monaten trainierst, aber jemand anderes seinen frei laufenden Hund, der nicht hört, einfach so herankommen lässt“, kommentiert eine junge Frau genervt auf TikTok ihr Video. Haben auch Sie Angst vor Hundebegegnungen?

@goldenboyrory If your dog has no recall PUT IT ON A LEAD #recallyourdog #dogtraining #reactivedog #offleashdog #reactivedogtraining ♬ original sound - Me!

Gemeint ist Golden Retriever Rory, der wohl nur zu gerne auf Reize von außen reagiert, eine kurze Zündschnur hat und an der Leine nicht gerade ein Musterschüler ist. Um dies zu ändern, trainieren die beiden fleißig. Rory soll sich schließlich ganz auf sein Frauchen konzentrieren und nicht nur Unfug im Kopf haben. Doch ein kleiner, frei laufender Vierbeiner, der mal eben so Hallo sagen wollte, macht das ganze Training zunichte.

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Ausreißer-Gene: Zehn Hunderassen, die gerne ausbüxen

Der clevere und unerschrockene Beagle wurde ursprünglich zur Treibjagd auf Beutetiere eingesetzt.
Der clevere und unerschrockene Beagle wurde ursprünglich zur Treibjagd auf Beutetiere eingesetzt. Sein Drang, eine Spur zu verfolgen, ist dementsprechend groß. Er gilt als zielstrebig und sehr ausdauernd. Das macht ihn auch zu einem guten Ausbrecher-König. © YAY Images/Imago
Der Siberian Husky ist für seinen ausgeprägten Bewegungsdrang bekannt.
Der Siberian Husky ist für seinen ausgeprägten Bewegungsdrang bekannt. Wird der Hund nicht richtig ausgelastet, kann es sein, dass er sich selbst seine Aufgaben sucht. Zudem zeigt er ein starkes Jagdverhalten. © YAY Images/Imago
Der Pudel zählt mit zu den intelligentesten Rassen überhaupt.
Der Pudel zählt mit zu den intelligentesten Rassen überhaupt. Er besitzt jede Menge Humor und sieht zudem niedlich aus. Sein Aussehen sollte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass er auch eine große Leidenschaft fürs Jagen hegt und auch sonst für jedes Abenteuer zu haben ist. © Panthermedia/Imago
Der Bloodhound ist ein Lauf- und Meutehund und verfügt über eine ausgezeichnete Spürnase.
Der Bloodhound ist ein Lauf- und Meutehund und verfügt über eine ausgezeichnete Spürnase. Gerade wegen seiner guten Nase ist der Belgier als Jagdhund extrem beliebt. Auch bei der Nachsuche oder der Verbrecherjagd wird er gerne eingesetzt.  © Ardea/Imago
Berhardiner gelten allgemein als ruhig, freundlich und ausgeglichen.
Berhardiner gelten allgemein als ruhig, freundlich und ausgeglichen. Doch die Hunde können auch stur sein und haben einen eigenen Kopf. Wenn ihnen etwas nicht in den Kram passt, können sie auf Durchzug schalten und gehen dann ihre eigenen Wege. © Pond5 Images/Imago
Der Jack Russell Terrier ist ausgesprochen flink und clever und begeistert mit seiner witzigen Art.
Der Jack Russell Terrier ist ausgesprochen flink und clever und begeistert mit seiner witzigen Art. Nichtsdestotrotz benötigt der Vollblut-Jagdhund eine konsequente Erziehung – sonst kann es passieren, dass er schneller weg ist, als man glaubt. © Pond5 Images/Imago
Auch der Zwergpinscher neigt dazu, gerne mal auf Entdeckungstour zu gehen
Auch der Zwergpinscher neigt dazu, gerne mal auf Entdeckungstour zu gehen. Er ist ein Hund voller Energie und Bewegungsfreude. Zudem gilt er als äußerst mutig. Sein Jagdverhalten sollte nicht unterschätzt werden. © imagebroker/Imago
Der Louisiana Catahoula Leopard Dog ist ein Arbeitshund mit einer hervorragenden Nase.
Der Louisiana Catahoula Leopard Dog ist ein Arbeitshund mit einer hervorragenden Nase. Er wurde zum Treiben von Rindern oder für das Aufspüren von Tieren eingesetzt. Bekommt er keine geistige und körperliche Auslastung, kann er zum Ausreißer werden. © Pond5 Images/Imago
Der English Pointer benötigt regelmäßig und viel Bewegung.
Der English Pointer benötigt regelmäßig und viel Bewegung. Als durchtrainierter und mutiger Jagdhund nimmt er seine Sache sehr ernst und braucht klare Regeln. Bekommt er diese nicht, kann er sehr kreativ werden und sich selbst beschäftigen. © Panthermedia/Imago
Die Deutsche Dogge ist ein extrem großer und mächtiger Hund und dabei extrem sensibel und sanftmütig.
Die Deutsche Dogge ist ein extrem großer und mächtiger Hund und dabei extrem sensibel und sanftmütig. Erschreckt sie sich oder benötigt Raum und Ruhe für sich, kann sie von zu Hause ausreißen. Und: Eine Dogge ist nur rein theoretisch angeleint. Aufgrund ihrer Kraft kann sie sich immer losreißen. © Westend61/Imago

TikTok-User können die Situation nachempfinden

Das Video sorgt auf TikTok für Aufsehen. Über 550.000 Mal wurde es aufgerufen. Die Reaktionen sprechen für sich. Anbei eine Auswahl:

  • „Soll ich ihn anleinen? Nur, wenn du ihn noch brauchst. Dann klappt das eigentlich ganz gut“.
  • „Warum hast du den anderen Hund so nah herankommen lassen? Antwort: Das haben wir nicht. 😂 Wir haben ihn nicht einmal kommen sehen, bis er direkt hinter Rory war, und dann war es zu spät, weil er um uns herumlief, als wir weggingen“.
  • „Wenn sie anfangen zu schreien ‚Er ist nett‘, schreie ich immer, ‚Meiner ist es nicht‘. 😂 Also entweder sie nehmen ihren Hund an die Leine oder sie haben ein Problem.“
  • „Die Leute haben absolut keinen Respekt! Ich habe auch einen Hund, der überreagiert und die Leute denken, sie können ihn einfach streicheln, weil er ein Golden Retriever ist. Ich weiß nicht, wie oft ich buchstäblich böse werden musste, nachdem ich gesagt hatte: ‚Nein, bitte nicht!‘“.

Rückruf gilt als Königsdisziplin: Tipps für ein zuverlässiges Kommando bei Hunden

Der Rückruf ist eines der wichtigsten Kommandos, die ein Hund lernen sollte. Es ermöglicht Ihnen, ihn in jeder Situation zu kontrollieren. Ein zuverlässiger Rückruf kann Leben retten und die Bindung zwischen Ihnen und Ihrem Hund stärken. Zudem besteht der Rückruf aus mehreren Bestandteilen. Der Hund soll sich in Ihre Richtung drehen und ohne Ablenkung direkt zu Ihnen laufen.

1. Beginnen Sie mit dem richtigen Timing: Beginnen Sie das Rückruftraining, wenn Ihr Hund noch ein Welpe ist oder in einer ruhigen Umgebung ohne Ablenkungen. Je früher Sie damit beginnen, desto einfacher wird es für Ihren Hund, das Kommando zu lernen.

2. Verwenden Sie positive Verstärkung: Belohnen Sie Ihren Hund jedes Mal, wenn er auf das Rückrufkommando reagiert, mit Lob, Leckerlis oder Spielzeugen. Positive Verstärkung ist der Schlüssel zum erfolgreichen Training und hilft Ihrem Hund, das gewünschte Verhalten zu verknüpfen. Schimpfen sollten Sie unterlassen.

3. Wählen Sie einen klaren Rückrufbefehl: Verwenden Sie einen eindeutigen und leicht verständlichen Befehl wie „Hier“ oder „Komm“. Bleiben Sie bei diesem Befehl und verwenden Sie keine unterschiedlichen Variationen, um Verwirrung zu vermeiden.

4. Trainieren Sie in kurzen, aber häufigen Sitzungen: Halten Sie die Trainingszeiten kurz, aber trainieren Sie häufig. Wiederholen Sie das Rückruftraining mehrmals am Tag in kurzen Sitzungen von fünf bis zehn Minuten, um die Aufmerksamkeit Ihres Hundes aufrechtzuerhalten.

5. Steigern Sie die Ablenkungen schrittweise: Trainieren Sie Ihren Hund in verschiedenen Umgebungen und unter verschiedenen Ablenkungen, um sicherzustellen, dass er das Rückrufkommando in jeder Situation befolgt. Beginnen Sie mit minimalen Ablenkungen und steigern Sie diese allmählich.

6. Seien Sie geduldig und konsequent: Das Rückruftraining erfordert Geduld und Konsequenz. Seien Sie geduldig mit Ihrem Hund und geben Sie ihm Zeit, das Kommando zu lernen. Bleiben Sie auch konsequent in Ihrer Herangehensweise und belohnen Sie nur das gewünschte Verhalten.

Rubriklistenbild: © Michael Gstettenbauer/Imago

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