VonSandra Barbara Furtnerschließen
Eine Frau trainiert seit Monaten mit ihrem Hund. Dann platzt ein unerzogener, frei laufender Vierbeiner einfach dazwischen und die Situation kostet Nerven.
Einen Hund zu erziehen, ist nicht immer ganz einfach. Manchmal sogar frustrierend oder nervenaufreibend – doch Sie sind damit nicht alleine. Vielen anderen Hundehaltern ergeht es genauso. Der Schlüssel dabei ist, dass man konsequent dabei bleibt. Umso nerviger ist es, wenn ein anderer Besitzer einem beim Training einen Strich durch die Rechnung macht. Um ihrem Ärger darüber Luft zu machen, teilt eine Frau ein Video auf TikTok.
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Wenn man über Monate trainiert
„Wenn du deinen Hund seit Monaten trainierst, aber jemand anderes seinen frei laufenden Hund, der nicht hört, einfach so herankommen lässt“, kommentiert eine junge Frau genervt auf TikTok ihr Video. Haben auch Sie Angst vor Hundebegegnungen?
@goldenboyrory If your dog has no recall PUT IT ON A LEAD #recallyourdog #dogtraining #reactivedog #offleashdog #reactivedogtraining ♬ original sound - Me!
Gemeint ist Golden Retriever Rory, der wohl nur zu gerne auf Reize von außen reagiert, eine kurze Zündschnur hat und an der Leine nicht gerade ein Musterschüler ist. Um dies zu ändern, trainieren die beiden fleißig. Rory soll sich schließlich ganz auf sein Frauchen konzentrieren und nicht nur Unfug im Kopf haben. Doch ein kleiner, frei laufender Vierbeiner, der mal eben so Hallo sagen wollte, macht das ganze Training zunichte.
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TikTok-User können die Situation nachempfinden
Das Video sorgt auf TikTok für Aufsehen. Über 550.000 Mal wurde es aufgerufen. Die Reaktionen sprechen für sich. Anbei eine Auswahl:
- „Soll ich ihn anleinen? Nur, wenn du ihn noch brauchst. Dann klappt das eigentlich ganz gut“.
- „Warum hast du den anderen Hund so nah herankommen lassen? Antwort: Das haben wir nicht. 😂 Wir haben ihn nicht einmal kommen sehen, bis er direkt hinter Rory war, und dann war es zu spät, weil er um uns herumlief, als wir weggingen“.
- „Wenn sie anfangen zu schreien ‚Er ist nett‘, schreie ich immer, ‚Meiner ist es nicht‘. 😂 Also entweder sie nehmen ihren Hund an die Leine oder sie haben ein Problem.“
- „Die Leute haben absolut keinen Respekt! Ich habe auch einen Hund, der überreagiert und die Leute denken, sie können ihn einfach streicheln, weil er ein Golden Retriever ist. Ich weiß nicht, wie oft ich buchstäblich böse werden musste, nachdem ich gesagt hatte: ‚Nein, bitte nicht!‘“.
Rückruf gilt als Königsdisziplin: Tipps für ein zuverlässiges Kommando bei Hunden
Der Rückruf ist eines der wichtigsten Kommandos, die ein Hund lernen sollte. Es ermöglicht Ihnen, ihn in jeder Situation zu kontrollieren. Ein zuverlässiger Rückruf kann Leben retten und die Bindung zwischen Ihnen und Ihrem Hund stärken. Zudem besteht der Rückruf aus mehreren Bestandteilen. Der Hund soll sich in Ihre Richtung drehen und ohne Ablenkung direkt zu Ihnen laufen.
1. Beginnen Sie mit dem richtigen Timing: Beginnen Sie das Rückruftraining, wenn Ihr Hund noch ein Welpe ist oder in einer ruhigen Umgebung ohne Ablenkungen. Je früher Sie damit beginnen, desto einfacher wird es für Ihren Hund, das Kommando zu lernen.
2. Verwenden Sie positive Verstärkung: Belohnen Sie Ihren Hund jedes Mal, wenn er auf das Rückrufkommando reagiert, mit Lob, Leckerlis oder Spielzeugen. Positive Verstärkung ist der Schlüssel zum erfolgreichen Training und hilft Ihrem Hund, das gewünschte Verhalten zu verknüpfen. Schimpfen sollten Sie unterlassen.
3. Wählen Sie einen klaren Rückrufbefehl: Verwenden Sie einen eindeutigen und leicht verständlichen Befehl wie „Hier“ oder „Komm“. Bleiben Sie bei diesem Befehl und verwenden Sie keine unterschiedlichen Variationen, um Verwirrung zu vermeiden.
4. Trainieren Sie in kurzen, aber häufigen Sitzungen: Halten Sie die Trainingszeiten kurz, aber trainieren Sie häufig. Wiederholen Sie das Rückruftraining mehrmals am Tag in kurzen Sitzungen von fünf bis zehn Minuten, um die Aufmerksamkeit Ihres Hundes aufrechtzuerhalten.
5. Steigern Sie die Ablenkungen schrittweise: Trainieren Sie Ihren Hund in verschiedenen Umgebungen und unter verschiedenen Ablenkungen, um sicherzustellen, dass er das Rückrufkommando in jeder Situation befolgt. Beginnen Sie mit minimalen Ablenkungen und steigern Sie diese allmählich.
6. Seien Sie geduldig und konsequent: Das Rückruftraining erfordert Geduld und Konsequenz. Seien Sie geduldig mit Ihrem Hund und geben Sie ihm Zeit, das Kommando zu lernen. Bleiben Sie auch konsequent in Ihrer Herangehensweise und belohnen Sie nur das gewünschte Verhalten.
Rubriklistenbild: © Michael Gstettenbauer/Imago

