VonLaura Wittstruckschließen
Der Golden Retriever gehört zu den beliebtesten Hunderassen in Deutschland. Schließlich gilt er durch sein freundliches Wesen als der optimale Familienhund. Was noch wichtig ist zu wissen.
Wer einen menschenbezogenen, freundlichen Hund sucht, stößt schnell auf den Golden Retriever. Gerade bei Familien ist die Hunderasse sehr populär, weil sie gut mit Kindern zurechtkommen soll. Doch woher stammt die Rasse eigentlich? Wie groß und wie alt werden Golden Retriever? Und was sollten Interessenten vor dem Kauf beachten? Wir klären alle wichtigen Fragen.
Steckbrief Golden Retriever
| Name | Golden Retriever |
| Schulterhöhe | 51-56 cm bei Hündinnen, 56-61 cm bei Rüden |
| Gewicht | 30-36 kg bei Hündinnen, 34-40 kg bei Rüden |
| Fellfarbe | Golden bis cremefarben |
| Lebenserwartung | 10 bis 14 Jahre |
| Deckhaar | Glatt bis wellig |
| Charakter | Freundlich, umgänglich, kinderlieb |
Aussehen, Gewicht und Größe des Golden Retrievers: Das sind die Rassestandards
Blondes, welliges Fell, Schlappohren und ein Gesicht, das man einfach lieb haben muss: Allein sein Aussehen verschafft dem Golden Retriever viele Fans. Laut dem Deutschen Retriever Club e.V. ist die Rasse mittelgroß und gut proportioniert. Außerdem ist die Unterwolle des Retrievers dicht und wasserabweisend – ideal für den begeisterten Schwimmer.
Wie alt werden Golden Retriever?
Eine wichtige Frage für viele Hundebesitzer: Wie alt kann ihr Liebling werden? Bei Golden Retrievern sind die Aussichten grundsätzlich gut. Die Vierbeiner werden meist zwischen zehn bis 14 Jahre alt. Damit liegen sie im Vergleich zu anderen Hunderassen im Mittelfeld. Grundsätzlich werden kleine Hunderassen älter als größere.
Was ist die häufigste Todesursache beim Golden Retriever?
In Europa sterben 40 Prozent der Golden Retriever Mein-Golden-Retriever.de nach an Krebs. Besonders häufig sind Erkrankungen wie Knochenkrebs, Blutkrebs oder Lymphgewebs-Tumore.
Die 15 freundlichsten Hunderassen – laut einer Studie




Die Herkunft des Golden Retrievers – wie viel Retriever steckt drin?
Den Golden Retriever, wie wir ihn heute kennen, gibt es bereits seit über hundert Jahren. Um die Ursprungsgeschichte ranken sich zahlreiche Gerüchte. Unter anderem soll der Schotte Sir Dudley Majoribanks einem Zirkus russische Hütehunde abgekauft und mit diesen die Zucht gegründet haben. 1952 entdeckte jedoch der Großneffe des Adeligen das alte Zuchtbuch – und das belegt laut dem Deutschen Retriever Club e.V. eine andere Geschichte. Demnach kaufte Sir Majoribanks 1864 einen Retriever mit welligem Fell, den er Nou nannte. Dieser war der einzige mit gelber Färbung aus seinem ganzen Wurf. Vier Jahre später kreuzte er Nou mit Belle, einer Tweed-Water-Spaniel-Hündin.
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Auf den Welpen der beiden baute er anschließend seine Golden-Retriever-Zucht auf. Dafür kreuzte er Nous Nachkommen mit einem Spaniel, Wavy-Coated-Retrievern und dem Irish Setter. 1913 erkannte der English Kennel Club die Rasse laut dem Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) offiziell an. Auch heute noch treffen sich Golden-Retriever-Fans auf dem Anwesen Guisachan in den Highlands, auf dem die Hunderasse das Licht der Welt erblickte.
Die Retriever: Kanadische Wasserratten
Die Vorfahren aller Retriever stammen aus Neufundland in Kanada. Dort halfen sie den Fischern bei ihrer Arbeit. Kein Wunder also, dass viele Retriever noch heute so gerne schwimmen gehen. Die Engländer brachten einige der Hunde mit nach Großbritannien und kreuzten sie dort mit anderen Rassen. Das Endergebnis war der Wavy Coated Retriever.
Der Charakter: Ist ein Golden Retriever für Anfänger geeignet?
Die Retriever waren ursprünglich Arbeitshunde – ganz vergessen hat das auch der Golden Retriever nicht. Laut dem offiziellen Rassestandard besitzt er einen Willen zum Gehorsam, oft ist auch vom englischen Begriff „will to please“ die Rede. Das bedeutet: Er will seinem Besitzer gerne gefallen und ist deshalb lernbereit. Das heißt jedoch nicht, dass er ohne Erziehung auskommt: Diese braucht jede Hunderasse.
Golden Retriever gelten als besonders freundlich und aufgeschlossen. Mit Kindern und anderen Hausgenossen wie Katzen kommen sie oft gut zurecht. Allerdings zählt hier immer auch der individuelle Charakter und die Prägung eines Tieres: Hunde der Rasse können genauso gut ängstlich und wenig sozial sein.
Als Arbeitshund braucht der Golden Retriever vergleichsweise viel Auslauf, um fit und gesund zu bleiben. Insgesamt sollten erwachsene Hunde über den Tag verteilt zwei bis drei Stunden Bewegung haben, worunter auch mindestens ein längerer Spaziergang fallen sollte. Weil es dem Golden Retriever in den Genen liegt, Dinge zu suchen und zu apportieren, sollten auch diese Spiele dabei nicht zu kurz kommen.
Golden Retriever kaufen – nur von seriösen Züchtern
Die Entscheidung für einen „Goldie“ ist gefallen: Doch wo kommt der neue tierische Freund jetzt her? Grundsätzlich warten im Tierschutz viele Rassehunde auf ein neues Zuhause. Es kann sich also lohnen, auch einmal beim örtlichen Tierheim nachzufragen.
Eine Alternative ist der Züchter. Hier sollten Interessenten jedoch genau hinschauen. Wichtigste Grundregel: Papiere sind ein Muss. Darauf weist auch der Deutsche Retriever Club eindringlich hin. Diese sollten von einem Zuchtverein stammen, der zum VDH gehört. So stellen Sie sicher, dass Sie ein gesundes Tier von ebenso gesunden Elternteilen bekommen und nicht aus dem illegalen Welpenhandel. Ein seriöser Züchter sorgt außerdem dafür, dass die Welpen gut sozialisiert sind, wenn Sie zu Ihren neuen Besitzern kommen. Nur so kann der Goldie auch sein typisches, freundliches Wesen entfalten.
Netzfundstücke Golden Retriever
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