Lieferstreit beendet

Edeka verliert Preisschlacht gegen Coca-Cola – Limo bald noch teurer?

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Der Streit zwischen Edeka und Coca-Cola um Preiserhöhungen ist zu Ende. Vor Gericht bekommt der Limonadenhersteller recht – und geht einen Schritt weiter.

Kassel – Über Monate zog sich der Preiskampf zwischen Edeka und Coca-Cola hin. Die drastischen Preiserhöhungen des Weltkonzerns wollte der Einzelhändler nicht mitgehen – Edeka verkaufte dies öffentlich als Entscheidung im Sinne des Kunden. Für die kann es jetzt deutlich teurer werden. Denn Edeka musste vor Gericht eine Schlappe gegen den Limonadenhersteller hinnehmen.

Die Supermarktkette hat im Lieferstreit mit dem Getränkehersteller klein beigegeben. Edeka akzeptiert ein Urteil des Landgerichts Hamburg, welches dadurch nun rechtskräftig ist.

Edeka verliert Preisschlacht mit Coca-Cola – für Kunden wird es bald noch einmal teurer

Demnach waren die Preiserhöhung aus dem Jahr 2022 durch Coca-Cola, dessen Flaschendesign deutlich verändert wurde, nicht unangemessen. Oder wie es der Vorsitzende Richter am Oberlandesgericht ausdrückte: Der Preiserhöhung für Cola, Fanta, Sprite und Co. stand „Kartellrechtswidrigkeit nicht auf die Stirn geschrieben“. Für Kunden im Supermarkt wird es künftig teurer, wenn sie sich die Limonaden des Weltkonzerns kaufen wollen.

Deutschlands größter Lebensmittelhändler Edeka und Getränkeriese Coca-Cola haben ihren seit Monaten schwelenden Streit beigelegt.

Zumal Coca-Cola erst im Juli ankündigte, ab 1. September 2023 seine Produkte zu höheren Preisen anzubieten. Dabei bewege sich die Preiserhöhung laut Florian von Salzen, dem Geschäftsführer Commercial der Coca-Cola Europacific Partners Deutschland GmbH (CCEP DE), „im Durchschnitt im höheren einstelligen Prozentbereich“, wie er der Lebensmittel Zeitung (LZ) erklärte. Die Preisentwicklung sei demnach nicht abhängig von Rohstoffen oder der Inflation: „Wir achten darauf, dass wir bezahlbar bleiben.“

Lieferstreit zwischen Edeka und Coca-Cola landet vor Gericht – Supermarktkette gibt am Ende klein bei

Ob sich das allerdings in den Edeka-Märkten für die Kundschaft so anfühlt, bleibt abzuwarten. Dabei hatte sich Edeka lange gegen eine Preiserhöhung gewehrt. Und auch einen Preisstreit mit anderen Großkonzernen geführt, was teils zu leeren Regalen führte. Der Fall Edeka gegen Coca-Cola landete unterdessen vor Gericht. Und es zeichnete sich lange nicht ab, in welche Richtung entschieden wird.

Nachdem Edeka und Coca-Cola im Januar 2022 zunächst eine vertragliche Einigung bezüglich neuer Lieferbedingungen gefunden hatten, hob der Limonaden-Gigant einige Monate später dennoch die Preise an. Das wollte Edeka nicht akzeptieren und pochte auf Einhaltung der zu Jahresbeginn vertraglich festgelegten Lieferbedingungen.

Kalorienfallen in Flüssigform: Zehn Getränke, die Übergewicht fördern

Jemand bereitet einen Cappuccino zu.
Obwohl Kaffee eigentlich keine Kalorien enthält, gehören Getränke mit Kaffee zu den häufigsten Kalorienfallen. So sind in Cappuccino, Latte Macchiato und Eiskaffee eine Vielzahl an Kalorien vorhanden - vor allem, wenn sie mit Vollmilch, Sahne und Zucker verfeinert werden.  © Imago
Eine junge Frau trinkt aus einem Glas Orangensaft (Symbolbild).
Egal ob Fruchtsaft oder Fruchtsaftschorle: Säfte sind zum Abnehmen beinahe ähnlich schlecht geeignet, wie Softdrinks. So hat ein Glas Fruchtsaft die gleiche Menge Kalorien wie ein Glas Cola.  © Imago
Eine Frau schüttet einen Smoothie in ein Glas.
Smoothies aus Obst und Gemüse enthalten eine Menge Vitamine. Doch gerade Fertig-Smoothies aus dem Supermarkt stecken häufig voller versteckter Kalorien. Grund dafür: Den Smoothies wird neben der natürlichen Süße aus den Früchten meist zusätzlicher Zucker zugesetzt.  © Imago
Es ist ein Glas Cola zu sehen (Symbolbild).
Softdrinks wie Cola und Limonade stecken voller Zucker. So kommen auf ein Glas meist rund 23 bis 26 Gramm Zucker und damit etwa 100 Kalorien auf die Waage. Light- und Zero-Gertränke haben zwar einen geringeren Zuckeranteil. Wer statt Limo und Co. zu Light-Variante greift, kann aber trotzdem an Gewicht zu nehmen. Denn der enthaltene Süßstoff signalisiert dem Körper eine Kalorienzufuhr, der Blutzuckerspiegel schießt in die Höhe. Ist dieser dauerhaft hoch, kann das zu Übergewicht führen.  © Imago
Es sind verschiedene Softdrinks zu sehen (Symbolbild).
Coca-Cola Zero und Fanta light sind gesünder? Nicht unbedingt! (Symbolbild). © Imago
Eine Frau, die vor blauem Himmel aus einer Plastikflasche trinkt.
Neben schneller Energie versorgen Energy-Drinks den Körper auch mit einer Menge an Zucker. So sind in einer Dose Energy-Drink rund neun Würfel Zucker zu finden. © Leung Chopan/Imago
Ein Paar stößt mit einem Glas Wein an.
Wer abnehmen möchte, sollte auf das gelegentliche Glas Wein oder Bier am Abend unbedingt verzichten. Der enthaltene Alkohol schlägt mit einer Vielzahl an Kalorien und Fett schnell auf die Hüften.  © Imago
Es ist ein Glas Eistee zu sehen.
Beinahe alle Fertig-Eisstees enthalten eine Menge Zucker. Wer abnehmen möchte, sollte sich seinen Tee daher lieber selber zubereiten und dabei auf künstliche Süße verzichten.  © Imago
Zwei weibliche Fahrradfahrerinnen halten Flaschen in der Hand.
Während viele Sportler auf spezielle Fitness- und Sport-Getränke mit Elektrolyten schwören, raten Ernährungsexperten eher dazu beim klassischen Wasser nach der Anstrengung zu bleiben. Wer nur in seiner Freizeit Sport treibt, dem reicht dies völlig aus, um seinen Flüssigkeitshaushalt wieder herzustellen.  © Imago
Es sind zwei Gläser mit Buttermilch zu sehen.
Buttermilch und Trinkjoghurts sollen beim Abnehmen helfen und die Immunabwehr stärken. In den meisten Produkten ist allerdings sehr viel Zucker und damit versteckte Kalorien zu finden. Besser zu Naturjoghurt und ungesüßter Buttermilch greifen.  © Panthermedia / Imago

Coca-Cola reagierte mit einem Lieferstopp, darauf antwortete Edeka mit einer Klage. Per Eilentscheidung gab das Landgericht Hamburg dieser zunächst recht und verdonnerte den Weltkonzern Anfang September 2022 zur Lieferung der Limonaden zu alten Preisen – jedoch befristet bis zum 30. September. Dieses Urteil wurde Ende September vom Landgericht allerdings wieder aufgehoben, wogegen Edeka Rechtsmittel einlegte und vor die nächsthöhere Instanz, das Oberlandesgericht, zog.

Coca-Cola sieht trotz Sieg vor Gericht gegen Edeka „angemessenen Handlungsspielraum“ für alle Parteien

Hier wurde der Supermarktkette verdeutlicht, dass es wenig Hoffnung auf Erfolg gebe. Jetzt gab Edeka in dem langwierigen Rechtsstreit mit Coca-Cola klein bei. Bei dem Limonadenhersteller wurde dies zufrieden aufgenommen. Andrea Weckwert, Vice President Legal bei Coca-Cola Europacific Partners Deutschland, sagte laut LZ: „Damit herrscht auch mit Blick auf gleichberechtigte Preisverhandlungen zwischen Handel und Herstellern Klarheit, in denen beide einen angemessenen Handlungsspielraum haben müssen.“

In welchem Ausmaß sich die Entwicklung auch auf den Geldbeutel der Supermarktkunden niederschlägt, wird die Zukunft zeigen. Derweil geriet kürzlich eine versteckte Preiserhöhung bei Aldi in die Kritik.

Rubriklistenbild: © Jens Kalaene/Andreas Arnold/dpa

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