Mangel an Nährstoffen

Kranke Pflanzen? Was lila Flecken auf Tomatenblättern zu bedeuten haben

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Violette oder lila Flecken auf den Blättern von Tomatenpflanzen können durch einen Nährstoffmangel verursacht werden. Wie sich dies verhindern lässt.

Frisch geerntete Tomaten aus dem eigenen Garten sind meist besonders schmackhaft. Dunkle lila Stellen und Flecken auf Tomatenblättern sind allerdings ein klares Zeichen dafür, dass mit den Pflanzen etwas nicht stimmt. Tomatenpflanzen, die so aussehen, leiden möglicherweise unter einer Krankheit, Schädlingen oder Pilzen. Wie Sie die lila Flecken entfernen und so trotzdem eine gesunde Ernte garantieren.

Tomaten anbauen: Was steckt hinter den violetten Flecken auf den Pflanzen?

Bekommt die Tomaten-Pflanze zu wenig Nährstoffe, können sich die Tomaten nicht gesund entfalten. Bemerkbar kann sich ein Mangel durch lila Flecken auf den Blättern machen.

Tomaten benötigen nicht viel Platz, um über die gesamte Saison hinweg reichlich Früchte zu tragen. Ohne die richtige Pflege können die Pflanzen allerdings braune Spitzen oder Mehltau bekommen. Doch was, wenn die Blätter plötzlich lila Flecken aufweisen?

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Veränderungen an den Pflanzen sollten Hobbygärtner unbedingt ernst nehmen. „Violette Blätter an einer Tomatenpflanze sind zwar optisch faszinierend, können aber auch ein Zeichen für eine Erkrankung sein“, sagt die professionelle Gartenbauerin und Expertin Amber Noyes gegenüber Readersdigest.de. Um zu verhindern, dass die gesamte Tomatenernte gefährdet wird, sollten daher frühzeitig Maßnahmen ergriffen werden.

Frühlingszwiebeln bis Erdbeeren: Zehn Gemüsesorten, die ideal fürs Hochbeet sind

Kohlrabi und Salat im eigenen Garten reif zur Ernte
Da Kohlrabi schneller und weniger ausladend als andere Kohlarten wächst, eignet er sich für das Hochbeet. © Alfred Hofer/Imago
Feldsalat (Valerianella locusta) im Beet
In einem unkrautarmen Hochbeet wächst Feldsalat gut. Er wird von August bis Oktober gesät.  © Manfred Ruckszio/Imago
Kapuzinerkresse (Nasturtium Tropaeolum majus)
Kapuzinerkresse wächst schnell und ist dank der (essbaren) Blüten und Blätter auch noch sehr dekorativ.  © Emer/Imago
Rote Beete, Rote Rübe (Beta vulgaris)
Bis Juni können Sie Rote Beete noch ins Hochbeet pflanzen. © O. Diez/Imago
Buschbohnen (Phaseolus vulgaris)
Da Buschbohnen besser in einem vorgewärmten Boden wachsen, ist ein Hochbeet ideal für den Anbau.  © Emer/Imago
Tomaten in Schüssel
Kleine Tomatensorten sind auch für das Hochbeet geeignet. Jedoch benötigen Sie einen Schutz vor Wind und Regen.  © Photology2000/Imago
Frühlingszwiebel (Allium cepa)
Von März bis August kann man Frühlingszwiebeln direkt ins Hochbeet säen.  © J. Pfeiffer/Imago
Erdbeeren im Beet
Erdbeeren sind ebenfalls für das Hochbeet geeignet, denn sie bleiben so von gierigen Schnecken verschont.  © Edwin Remsberg/Imago
Fenchelknollen
Fenchel benötigt bis zur Ernte viel Wärme, ideal ist also ein Anbau auf dem Hochbeet. © Auremar/Imago
Minze im Hochbeet
Kräuter wie Minze, Dill, Schnittlauch oder Kerbel finden ideale Bedingungen in einem Hochbeet. © Heike Rau/Imago

Lila Flecken auf Tomatenblättern: Nährstoffmangel ist häufigste Ursache

Treten die Flecken nur lokal begrenzt auf, lassen sich die Tomatenpflanzen mit ein paar Tipps retten. Häufigste Ursache für die Veränderungen auf den Blättern ist ein Nährstoffmangel. Folgende Nährstoffe können bei Mangel zu Verfärbungen führen:

  • Phosphor: Der Nährstoff ist besonders wichtig für die Photosynthese. Bekommt die Pflanze durch den Boden zu wenig Phosphor, ist sie daher nicht in der Lage, Wasser, Sonnenlicht und Karbondioxid in Nahrung umzuwandeln. Neben Verfärbungen an Stängeln und der Unterseite des Laubs können auch ein langsames Wachstum, Nekrose des Pflanzengewebes und sich kräuselnde Blätter für einen Phosphor-Mangel sprechen.
  • Kalium: Auch ein Kaliummangel beeinträchtigt die Photosynthese. Weitere Anzeichen können braune Ränder an den Tomatenblättern und gelbe Blattadern sein.
  • Magnesium: Seltener verursacht werden violette Blätter an Tomatenpflanzen durch einen Magnesiummangel. Leichte Formen führen zu gelben Blättern. Ist der Mangel besonders stark ausgeprägt, nehmen die Pflanzen einen lila Farbton an.

Feststellen lässt sich ein Nährstoffmangel durch einen Test des Bodens. Durch Zugabe und Düngen der Pflanzen können die lila Blätter verhindert werden. Weist der Boden ausreichend Phosphor, Kalium und Magnesium auf, könnte auch das Wetter eine Rolle spielen. Ist der Boden zu kalt oder bekommen die Tomatenpflanzen zu viel Sonne, können sich die Blätter ebenfalls verfärben.

Richtige Pflege: Flecken auf Tomatenpflanzen vorbeugen

Im Gartenboden ist in der Regel ausreichend Kalium und Magnesium vorhanden. Die wichtigen Pflanzennährstoffe gelangen allerdings nicht immer in ausreichendem Maße in die Früchte. Für die Tomaten ist es daher außerdem wichtig, dass sie gleichmäßig mit Wasser versorgt werden, wie der NDR berichtet.

Die lila Flecken auf den Tomatenpflanzen können mit den richtigen Nährstoffen und der richtigen Menge an Sonne innerhalb weniger Wochen wieder verschwinden. Ob sich die Schäden beheben lassen, hängt allerdings vom Ausmaß und dem allgemeinen Gesundheitszustand der Pflanze ab.

Rubriklistenbild: © Cavan Images/Imago

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