Von der Seele schreiben

Negative Stimmung überwinden: Zwei-Minuten-Übung und drei Sätze pro Tag sollen helfen

  • schließen

Die Flut aus negativen Nachrichten und Gedanken kann manchmal ganz schön überfordernd sein. Eine einfache Übung soll helfen, den negativen Spiralen zu entkommen.

Negative Gedanken, Angst und Pessimismus zermürben auf Dauer. Kommt man aus den negativen Spiralen nicht mehr heraus, kann das langfristig sogar krank machen. Denn lassen sich keine Lösungen für die vermeintlichen Probleme finden, können negative Gedanken so zu Depressionen und akuten Angstzuständen führen. Der ständige Zugang zu Nachrichten aus der ganzen Welt kann dabei dazu führen, dass wir uns immer mehr in die negative Stimmung hineinsteigern. Das liegt an der sogenannten „Negativity Bias“, also der Neigung, sich mehr auf das Negative zu konzentrieren als auf positive Dinge.

Überlebenswichtig: Gehirn fokussiert sich auf negative Aspekte

Unter dem Begriff „Negativity Bias“ verstehen Psychologen die Tendenz unseres Gehirns, sich stärker auf die negativen Aspekte einer Situation zu fokussieren als auf die positiven. Beleidigungen, Kritik und Streitereien können wir uns dadurch deutlich besser merken als etwa ein Kompliment oder ein aufmunterndes Wort. Während dieses Phänomen für unsere Vorfahren überlebenswichtig war, kann die „Negativity Bias“ heutzutage allerdings für Stress und Angst sorgen.

Drei Sätze sollen dabei helfen glücklicher, fokussierten und entspannter in den Tag zu starten.

Nicht verpassen: Alles rund ums Thema Gesundheit finden Sie im Newsletter unseres Partners 24vita.de.

Gegen die Flut von negativen Gedanken soll dem Autor und Blogger Neil Pasricas zufolge schon eine einfache Übung helfen. Dazu muss man sich lediglich zwei Minuten am Morgen Zeit nehmen. Mithilfe eines Stifts und Papier kann man dann deutlich motivierter und zufriedener in den Tag starten. Auch die Leistungsfähigkeit im Beruf sowie Beziehungen zu Freunden und Familie sollen davon profitieren.

Mach dich glücklich: Zehn Maßnahmen zur Selbstfürsorge, mit denen Sie sich Gutes tun

Eine Frau sitzt und schreibt in ein Notizbuch.
Schreiben Sie Tagebuch: Wer seine Gedanken und Gefühle aufschreibt, sieht viele Dinge meist klarer. Egal ob es sich um Wünsche, Träume oder Erinnerungen handelt - Schreiben Sie auf, was Ihnen durch den Kopf geht. Schreiben hilft, die eigenen Gedanken zu reflektieren und Erlebnisse von einem anderen Sichtpunkt wahrzunehmen.  © Tanya Yatsenko/Imago
Creative Highlights Symbolbilder Artist hands covered in paint. Young painter. Art concept. Las Palmas de Gran Canaria,
Nehmen Sie sich Zeit kreativ zu sein: Egal ob Musik, Tanz oder Kunst - Wer kreativ ist, vergisst für einen Moment alles um sich herum. Ängste und Sorgen treten in den Hintergrund. Dafür müssen Sie keinesfalls ein großer Künstler sein. © Cavan Images via www.imago-images.de
Eine Mädchen-Hand greift nach einer Blume.
Verbringen Sie Zeit in der Natur: Körperliche Bewegung in der Natur hat einen positiven Effekt auf das seelische Wohlbefinden. Sport, aber auch schon ein Spaziergang helfen das Stresshormon Cortisol abzubauen und sorgen dafür, dass das Gelückshormon Serotonin vermehrt ausgeschüttet wird. Bewusst Zeit in der Natur zu verbringen, hilft außerdem das Gedankenkarussell im Kopf zu stoppen.  © Imago
Eine junge Frau im Regenmantel breitet ihre Arme in der Natur aus.
Üben Sie Selbstakzeptanz: Wer sich selber so akzeptiert - mit allen Schwächen und Stärken -, zeigt auch mehr Verständnis für andere. Statt sich ständig innerlich zu kritisieren, hilft es aufbauend und tröstend mit sich selber zu sprechen. Dabei kann es helfen den eigenen Dialogue so aufzubauen, als ob man mit einem geliebten Menschen sprechen würde.  © Cavan Images/Imago
Jemand hält ein Geschenk in den Händen.
Machen Sie sich selber ein Geschenk: Niemand anders als Sie selbst ist dafür verantwortlich, dass es Ihnen gut geht. Wer sich hin und wieder selbst belohnt, steigert sein Wohlbefinden und damit auch sein Selbstwertgefühl.  © nndanko / Imago
Ein Kind läuft durch den Sand.
Seien Sie achtsam: Wer seinen Alltag achtsam gestaltet, ist laut Studien besser in der Lage mit Rückschlägen und Problemen umzugehen. Entspannungsübungen und Meditationen helfen Stress und negative Emotionen besser zu verarbeiten.  © Hodei Unzueta/Imago
IMAGO Nature: Unsere Erde, Umweltprobleme, Überbevölkerung From above unrecognizable people walking on zebra crossing o
Reduzieren Sie Stress: Wer von einem Termin zum nächsten hetzt, tut Körper und Seele keinen Gefallen. Dauerstress macht nachweislich krank. Planen Sie bewusst Ruhephasen ein und lassen Sie ausreichend Platz zwischen Terminen. Jeder braucht auch mal Zeit zum Durchatmen.  © IMAGO/Mikel Ponce
Eine Frau schaut mit traurigem Blick aus dem Fenster.
Fühlen Sie alle Emotionen: Statt Trauer oder Ärger zu verdrängen - und diesen Gefühle damit noch mehr Kraft zu geben - kann es helfen, sich klar zu machen, dass auch diese Emotionen zum Leben gehören. Misserfolge, Fehler und Enttäuschungen sind Teil der menschlichen Erfahrung und bringen uns weiter.  © Alberto Menendez/Imago
Frau im Rollstuhl hält Hand einer Pflegerin.
Helfen Sie anderen Menschen: Wie gut es tut, anderen zu helfen, haben viele Menschen verlernt. Wer keine Zeit hat direkt ein Ehrenamt zu übernehmen, kann beispielsweise damit anfangen, seinen Liebsten Unterstützung anzubieten. © ALFO/Imago
Vier Freunde, die gemeinsam in einem Innenhof essen und gerade anstoßen. (Symbolbild)
Pflegen Sie Ihre Freundschaften: Nehmen Sie sich Zeit Beziehungen zu Ihren Mitmenschen, Freunden und Familie zu pflegen. Es hilft zudem über Dinge, die einen belasten mit anderen zu teilen und sich einer nahestehenden Person anzuvertrauen.  © Philipp Dimitri/Imago

So lässt sich die „Negativity Bias“ in drei Sätzen überwinden

In seinem Blog beschreibt Neil Pasricas, welche Aspekte dabei helfen, fokussierten, produktiver und vor allem glücklicher in den Tag zu starten:

  • „Ich konzentriere mich auf...“: Wählen Sie aus der langen To-Do-Liste genau einen Aspekt aus, den Sie an diesem Tag erledigen möchten. Seien Sie dabei so genau und realistisch wie möglich.
  • „Ich bin dankbar für...“: Um den Fokus auf die positiven Dinge im Leben zu richten, hilft dieser Satz. Mit der Dankbarkeitsübung schafft man e,s so, positive Ereignisse besser wahrzunehmen.
  • „Ich werde loslassen...“: Damit sind alle Dinge gemeint, die Sie gerade belasten. Egal ob es sich dabei um einen Konflikt auf der Arbeit handelt oder um den Streit mit dem Partner. Mit Akzeptanz schafft man es, leichter Abstand davon zu nehmen.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © Aida Martinez/Imago

Kommentare