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Flaschengärten erleben ein Revival. Zu Recht, die Mini-Gärten im Glas sind ein echter Hingucker. Mit geringem Aufwand lassen sie sich selber machen.
In den 70er-Jahren kamen sie auf, erlebten während der Corona-Pandemie eine neue Welle und sind jetzt wieder Trend: die Flaschengärten. Ein kleines Ökosystem in einem Glas, mit echten Pflanzen, mit Moos, mit Erde. Ein tolles Geschenk oder Liebhaberstück für Pflanzenfans – außerdem ideal für kleine Wohnungen und Anfänger, die es mit dem grünen Daumen nicht so haben.
Der Pflegeaufwand für einen Flaschengarten ist minimal
So ein Flaschengarten ist sehr praktisch: Die exotischen Zimmerpflanzen wachsen in geschlossenen Gläsern, müssen nur etwa ein bis zweimal im Jahr gegossen und sehr sparsam gedüngt werden. „Sie sollen langsam wachsen und möglichst klein bleiben“, erklärt der Biologe Ulf Soltau in einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur (dpa). „Es sind kleine Ökosysteme auf Sparflamme“.
Dass die Flaschengärten in einem anscheinend geschlossenen System für sich allein funktionieren und wenig Pflege benötigen, liegt an einem physikalischen Effekt: „Durch die Wärme schwitzen die Pflanzen und geben Wasser ab, das an der kühleren Glaswand kondensiert und tröpfchenweise wieder in den Boden fließt“, verdeutlicht Aurelie Morgen, Inhaberin einer Berliner Manufaktur für Flaschengärten den natürlichen Kreislauf. Damit dies auch klappt, sucht sie gezielt nach Pflanzen, die kleinblättrig bleiben, denn diese seien besonders gut für die Minigärten geeignet, erklärt sie gegenüber der dpa. Bei der Pflanzenauswahl ist auch wichtig, dass diese einen ähnlichen Wasserbedarf haben.
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Anleitung für den selbst gemachten Flaschengarten
Um einen Flaschengarten zu basteln, benötigen Sie folgendes Zubehör:
- Eine Glasflasche mit einer seitlichen Öffnung (z. B. aus dem Gartencenter)
- Mehrere kleine dickfleischige Sukkulenten (z. B. Erbsenpflanze, Hauswurz, Pandapflanze)
- Blumenerde, mit etwas Sand gemischt
- Aktivkohle
- Blähton
- Dekosteine
Nun geht man laut dem Kiefl Gartencenter folgendermaßen vor: Füllen Sie für die Drainage eine Schicht Blähton auf den Flaschenboden. Über die Drainage streut man eine dünne Schicht Aktivkohle, die vorbeugend gegen Fäulnis und Schimmel wirkt. Dann folgt so viel Erde, dass der Wurzelballen der Pflanzen später ganz von Erde umschlossen ist. Danach setzt man die Pflanzen ein und drückt sie etwas an. Die Mini-Pflanzen vorsichtig angießen und mit Dekosteinen ausschmücken. Den fertigen Flaschengarten an einen hellen Ort ohne pralle Sonne stellen und ab und zu gießen.
Entscheidet man sich für ein geschlossenes System, also beispielsweise ein Glas mit Korkdeckel ohne seitliche Öffnung, geht man beim Befüllen gleichermaßen vor. Hierfür sollte man je nach Größe des Glases und der oberen Öffnung etwas geschickter sein, aber der Vorteil ist, dass man fast nie gießen muss. Da Sukkulenten zu viel Feuchtigkeit nicht vertragen, sollte man hier den Deckel offen lassen.
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