VonCefina Gomezschließen
Bei der Autobahnmaut in Kroatien wird sich einiges ändern. Das bedeutet für viele Urlauber eine Umgewöhnung, soll ihnen aber auch Vorteile bieten.
Zagreb – Im Sommer bei der Hitze im Stau stehen macht keinen Spaß. Erst recht nicht, wenn der Grund für den Stau ganz leicht vermieden werden könnte. Das dachte sich wohl auch Kroatien und plant derzeit ein neues, effektiveres Mautsystem auf Autobahnen zu integrieren. Ab 2025 soll ein vollständig elektronisches System die bisherigen Mautstationen ersetzen.
Ziel ist es, mit dem neuen System den Verkehrsfluss zu optimieren, indem Halte- und Wartezeiten minimieren werden. Besonders in der Ferienzeit, wenn die Straßen durch den Tourismus verstopft sind, soll das schrankenlose Bezahlsystem eine deutliche Entlastung bringen, wie der ADAC berichtet. Nicht nur Kroatien, auch andere Länder haben Mautsysteme, doch es gibt einige Regeln, auf die Urlauber dringend achten sollten.
Neues Mautsystem in Kroatien: Vollständige Digitalisierung, Effizienz und Nachhaltigkeit
Das neue, elektronisches Mautsystem in Kroatien soll mit einigen positiven Aspekten glänzen. Durch den Wegfall von Stopps an Mautstationen sollen sich nicht nur die Reisezeiten verkürzen, Urlauber sollen dadurch auch an Kraftstoff sparen, was wiederum der Umwelt zugutekommt. Moderne Erkennungstechnologien werden zudem Fahrzeuge leicht identifizieren können, womit automatisch entsprechende Gebühren berechnet werden. Das neue Mautsystem ist auf eine Mindestnutzungsdauer von 15 Jahren ausgelegt und soll ohne größere Updates auskommen.
Schwere Nutzfahrzeuge müssen künftig elektronische Mautgeräte (ENC) verwenden, um die genaue Erfassung und Abrechnung der Mautgebühren sicherzustellen. Leichte Fahrzeuge können zwischen ENC und einem Kennzeichenerkennungssystem wählen, was ihnen mehr Flexibilität bietet.
Neues Mautsystem in Kroatien bringt auch Vorteile für Urlauber
Die vollständige Digitalisierung des Mautsystems, von der Fahrzeugerfassung bis zur Zahlung, reduziert die Fehleranfälligkeit und steigert die Effizienz. Wie die Website Carwow.de berichtet, können derzeit lediglich 300 Fahrzeuge pro Stunde an einer Mautstation abgefertigt werden, im Gegensatz dazu könnten es mithilfe einer digitalen Maut bis zu 3.000 Fahrzeuge sein.
Digitale Vignetten gibt es auch in Österreich, doch Urlauber sollten genau darauf achten, mit einem gültigen Ticket unterwegs zu sein, da sonst hohe Ersatzmaut-Zahlung folgen können.
Digitalisiertes Mautsystem in Kroatien: Diese zwei Bezahlsysteme stehen Autofahrern zur Verfügung
Urlauber, die das nächste Jahr auf kroatischen Autobahnen unterwegs sind, müssen künftig nicht mehr an einer Maut-Station Schlange stehen, sondern können bequem mit einer E-Vignette bezahlen. Laut ADAC können Fahrzeugführer zwischen zwei Zahlungsmethoden wählen. Entweder mit einer online erhältlichen E-Vignette oder einer vorab zu erwerbenden Mautbox, die allerdings nur für Fahrzeuge bis 3 Meter Höhe und weniger als 3,5 Tonnen verfügbar ist.
Ob die aktuelle streckenabhängige Maut allerdings durch eine pauschale Gebühr im Rahmen der E-Vignette abgelöst wird, ist bislang noch nicht entschieden. In der Preisliste für Mautstrecken der kroatischen Autobahngesellschaft HAC können Urlauber im Vorhinein sehen, mit welchen Kosten in der Haupt- und Nebensaison gerechnet werden muss.
Mit einer Teuerung müssen Autofahrer in Italien rechnen. Hier werden womöglich bald die Gebühren für Maut-Abos um das doppelte erhöht. (cg)
Rubriklistenbild: © Bihlmayerfotografie/IMAGO

