Schädlinge im Garten: So bekämpfen Sie unerwünschte Gartenbesucher ohne Chemie
VonLaura Knops
schließen
Zahlreiche Schädlinge lauern im Garten. Wie Sie Blattläuse, Schnecken und andere Quälgeister ganz ohne Chemie loswerden.
Egal ob Schnecken, Blattläuse, Pilzkrankheiten oder gar größere Tiere wie Wühlmäuse – gegen unliebsame Besucher im Garten gibt es zahlreiche chemische Mittel zu kaufen. Doch die meisten Schädlinge lassen sich auch auf natürliche Weise bekämpfen. Diese Methoden sind dabei meist nicht nur deutlich günstiger. Gartenfreunde schützen damit auch die Umwelt vor den chemischen Keulen. Welche natürlichen Mittel es gibt, erfahren Sie hier.
Pflanzen mit natürlichen Mitteln schützen: Pflanzensud gegen Schädlinge
Chemische Keulen wie Sprays sind zwar sehr wirksam, sie schädigen allerdings auch nützlichen Gartenbesuchern wie Schmetterlingen, Bienen und Hummeln. Auch Gemüse aus dem Garten sollte möglichst nicht damit behandelt werden, um noch für den Verzehr geeignet zu sein. Um Schädlinge zu vertreiben und Krankheiten zu bekämpfen, haben sich dem NDR zufolge verschiedene Pflanzenbrühen bewährt.
Der Pflanzensud lässt sich dabei ganz einfach und kostengünstig in großen Mengen herstellen. Dazu je 10 Gramm Pflanzen oder Wildkräuter in einem Liter Wasser für etwa einen Tag ziehen lassen. Folgende Pflanzen sind dabei für den Sud geeignet:
Holunderblätter gegen Wühlmäuse und Maulwurf sowie sowie Ameisen
Minze und Farn gegen Kartoffelkäfer
Auch Mehltau lässt sich ganz umweltschonend mit frischer Milch bekämpfen. Die in der Milch enthaltenen Mikroorganismen wirken gegen den Mehltau-Pilz. Das Natriumphosphat stärkt zudem die Pflanze und schützt sie vor einem weiteren Befall. Gartenfreunde sollten betroffene Pflanzen daher etwa zweimal wöchentlich mit einem Gemisch aus Milch und Wasser (Mischverhältnis 1:8) besprühen. Am besten geeignet ist frische Milch oder Rohmilch direkt vom Bauern.
Nützliche Pflanzen gegen Schädlinge einsetzen: Waschnüsse bei Blattläusen
Ein bewährtes Mittel gegen Blattläuse sind auch Waschnüsse. Das in der Schale der Waschnuss (Sapindus mukorossi) enthaltene Saponin ist geruchlos und ungiftig, Blattläuse mögen die seifenähnliche Substanz allerdings gar nicht. Um das rein biologische Mittel selber herzustellen, müssen die Nüsse für etwa eine Stunde in einem Liter Wasser ausgekocht werden. Ist der Sud abgekühlt, die betroffenen Pflanzen damit einfach einsprühen. Wiederholen Sie den Vorgang, bis die Blattläuse gänzlich verschwunden sind.