Natürliche Mittel

Schädlinge im Garten: So bekämpfen Sie unerwünschte Gartenbesucher ohne Chemie

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Zahlreiche Schädlinge lauern im Garten. Wie Sie Blattläuse, Schnecken und andere Quälgeister ganz ohne Chemie loswerden.

Egal ob Schnecken, Blattläuse, Pilzkrankheiten oder gar größere Tiere wie Wühlmäuse – gegen unliebsame Besucher im Garten gibt es zahlreiche chemische Mittel zu kaufen. Doch die meisten Schädlinge lassen sich auch auf natürliche Weise bekämpfen. Diese Methoden sind dabei meist nicht nur deutlich günstiger. Gartenfreunde schützen damit auch die Umwelt vor den chemischen Keulen. Welche natürlichen Mittel es gibt, erfahren Sie hier.

Pflanzen mit natürlichen Mitteln schützen: Pflanzensud gegen Schädlinge

Ungebetene Gäste im Beet: Blattläuse lassen sich ganz ohne Chemie vertreiben.

Chemische Keulen wie Sprays sind zwar sehr wirksam, sie schädigen allerdings auch nützlichen Gartenbesuchern wie Schmetterlingen, Bienen und Hummeln. Auch Gemüse aus dem Garten sollte möglichst nicht damit behandelt werden, um noch für den Verzehr geeignet zu sein. Um Schädlinge zu vertreiben und Krankheiten zu bekämpfen, haben sich dem NDR zufolge verschiedene Pflanzenbrühen bewährt.

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Gartenbewohner und wie Sie sie anlocken können

Star (Sturnus vulgaris) badet in einer Vogeltränke.
Vögel sind nützliche Gartenbewohner, die helfen, Schädlinge wie Schnecken, Raupen und Käfer zu kontrollieren. Um Vögel anzulocken, stellen Sie Vogelhäuser, Vogeltränken und Futterstationen auf. Sie können auch Pflanzen wie Sonnenblumen, Lavendel und Beerensträucher pflanzen, die Vögel anziehen. © IMAGO/iFrank Sommariva
Tagpfauenauge Schmetterling sitzt auf einem Schmetterlingsflieder.
Schmetterlinge sind wunderschöne und nützliche Gartenbewohner. Sie helfen bei der Bestäubung von Pflanzen und sind ein wichtiger Teil des Ökosystems. Um Schmetterlinge anzulocken, pflanzen Sie blütenreiche Pflanzen wie Schmetterlingsflieder, Sonnenhut und Sonnenblumen. Vermeiden Sie den Einsatz von Pestiziden, da diese Schmetterlinge abtöten können. © IMAGO
Eine Biene sitzt in einer Blüte eines Löwenzahns in einem Garten.
Bienen sind sehr wichtig für die Bestäubung von Pflanzen und die Produktion von Honig. Um Bienen anzulocken, pflanzen Sie blütenreiche Pflanzen wie Lavendel, Sonnenblumen und Wildblumen. Sie können auch ein Bienenhotel aufstellen, um den Bienen ein Zuhause zu geben. © IMAGO/Silas Stein
Siebenpunkt-Marienkäfer (Coccinella septempunctata) auf der Jagd nach Blattläusen.
Marienkäfer sind nützliche Gartenbewohner, die helfen, Schädlinge wie Blattläuse zu kontrollieren. Um Marienkäfer anzulocken, pflanzen Sie Pflanzen wie Dill, Fenchel und Koriander. Sie können auch Marienkäferhäuser aufstellen, um den Marienkäfern ein Zuhause zu geben. © IMAGO/Guenter Fischer
Igel sind nützliche Gartenbewohner, die helfen, Schnecken und andere Schädlinge zu kontrollieren.
Igel sind nützliche Gartenbewohner, die helfen, Schnecken und andere Schädlinge zu kontrollieren. Um Igel anzulocken, stellen Sie Igelhäuser auf und lassen Sie Bereiche im Garten unberührt, damit sich die Igel darin verstecken und nisten können. © IMAGO/F. Hecker
Die Erdkröte Bufo bufo ist ein häufiger Gast in Gärten.
Kröten sind nützliche Gartenbewohner, die Schnecken und Insekten fressen. Um Kröten anzulocken, können Sie flache Wasserstellen wie Teiche oder Schalen mit Wasser aufstellen, da Kröten Wasser benötigen, um zu überleben. Auch das Anpflanzen von schattenliebenden Pflanzen und das Bereitstellen von Versteckmöglichkeiten wie Totholz oder Steinhäufen kann helfen, Kröten anzulocken. © IMAGO/Steffen Schellhorn
Gemeine Kreuzspinne, Gartenkreuzspinne, Garten-Kreuzspinne (Araneus diadematus), lauert in ihrem Netz.
Spinnen wie die gemeine Kreuzspinne sind wichtige Räuber und helfen, Schädlinge in Schach zu halten. Um Spinnen anzulocken, können Sie ein Insektenhotel aufstellen oder ein paar Büsche und Sträucher in Ihrem Garten unberührt lassen. Auch das Vermeiden von Pestiziden kann dazu beitragen, dass sich Spinnen in Ihrem Garten niederlassen. © IMAGO/F. Hecker
Kleind greift nach einem Regenwurm in der Hand einer erwachsenen Person.
Regenwürmer helfen, den Boden zu belüften und Nährstoffe in den Boden zu bringen. Um Regenwürmer anzulocken, können Sie Kompost oder organische Materialien in Ihrem Garten verwenden, die als Nahrung für Regenwürmer dienen. Auch das Vermeiden von Chemikalien und das Aufrechterhalten einer feuchten Umgebung kann dazu beitragen, dass sich Regenwürmer in Ihrem Garten wohlfühlen. © IMAGO/Ute Grabowsky
Schneckenfressende Nematoden sind winzige Fadenwürmer, die Schnecken und deren Eier fressen.
Schneckenfressende Nematoden sind winzige Fadenwürmer, die Schnecken und deren Eier fressen. Um sie anzulocken, können Sie bestimmte Pflanzen wie Ringelblumen, Kamille oder Tagetes pflanzen, die sie anziehen. Auch das Auftragen von Nematoden auf den Boden in Ihrem Garten kann dazu beitragen, dass sich diese nützlichen Gartenbewohner ansiedeln. © IMAGO/F. Foxx
Zauneidechse, Zaun-Eidechse (Lacerta agilis), Weibchen am Boden.
Eidechsen sind nützliche Gartenbewohner, die Insekten, aber auch Spinnen fressen. Um Eidechsen anzulocken, können Sie Felsbrocken oder Steinhaufen in Ihrem Garten aufstellen, die als Versteck- und Sonnenplätze dienen. Auch das Anpflanzen von bestimmten Pflanzen wie Salbei, Thymian und Lavendel kann dazu beitragen, dass sich Eidechsen in Ihrem Garten wohlfühlen. © IMAGO/R. Mueller

Der Pflanzensud lässt sich dabei ganz einfach und kostengünstig in großen Mengen herstellen. Dazu je 10 Gramm Pflanzen oder Wildkräuter in einem Liter Wasser für etwa einen Tag ziehen lassen. Folgende Pflanzen sind dabei für den Sud geeignet:

Auch Mehltau lässt sich ganz umweltschonend mit frischer Milch bekämpfen. Die in der Milch enthaltenen Mikroorganismen wirken gegen den Mehltau-Pilz. Das Natriumphosphat stärkt zudem die Pflanze und schützt sie vor einem weiteren Befall. Gartenfreunde sollten betroffene Pflanzen daher etwa zweimal wöchentlich mit einem Gemisch aus Milch und Wasser (Mischverhältnis 1:8) besprühen. Am besten geeignet ist frische Milch oder Rohmilch direkt vom Bauern.

Nützliche Pflanzen gegen Schädlinge einsetzen: Waschnüsse bei Blattläusen

Ein bewährtes Mittel gegen Blattläuse sind auch Waschnüsse. Das in der Schale der Waschnuss (Sapindus mukorossi) enthaltene Saponin ist geruchlos und ungiftig, Blattläuse mögen die seifenähnliche Substanz allerdings gar nicht. Um das rein biologische Mittel selber herzustellen, müssen die Nüsse für etwa eine Stunde in einem Liter Wasser ausgekocht werden. Ist der Sud abgekühlt, die betroffenen Pflanzen damit einfach einsprühen. Wiederholen Sie den Vorgang, bis die Blattläuse gänzlich verschwunden sind.

Rubriklistenbild: © Gottfried Czepluch/Imago

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