VonJuliane Reyleschließen
Manche Menschen könnten 2026 von mehr Geld auf dem Konto profitieren – auch Geringverdiener. In welchen Bereichen gibt es mehr Geld?
2026 können Geringverdiener sich freuen, denn der Mindestlohn steigt deutlich und das bedeutet – mehr Geld für Millionen Beschäftigte. Ab 1. Januar 2026 steigt der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland auf 13,90 Euro pro Stunde. Das bedeutet für Vollzeitbeschäftigte ein monatliches Plus von rund 190 Euro brutto. Insgesamt profitieren etwa sechs Millionen Arbeitnehmer davon, manche Jobs profitieren von der Mindestlohnerhöhung besonders.
Wo Geringverdiener ab 2026 mehr Geld bekommen und wo nicht
Aber auch in anderen Bereichen gibt es mehr Geld ab 2026. Trotzdem sind rund 830.000 Menschen, die in Deutschland arbeiten, auf das Bürgergeld angewiesen, wie Bürger & Geld berichtet. Die Erhöhung des Mindestlohns führt zwar zu einem höheren Einkommen, reicht aber für viele Aufstocker nicht aus, um ganz ohne staatliche Hilfen auszukommen.
Eine Nullrunde beim Bürgergeld trifft nicht nur Rentner hart, sondern auch die Geringverdiener, wie rentenbescheid24 berichtet. Darüber hinaus plant die Merz-Regierung eine Anpassung und Erhöhung der Hinzuverdienstgrenzen beim Bürgergeld, um Erwerbsanreize zu verbessern. Dies soll aber auch den Übergang in andere Unterstützungssysteme wie Wohngeld und Kinderzuschlag erleichtern. Wem die Änderungen ab 2026 nutzen und wem sie Steine in den Weg legen werden, gilt es wohl abzuwarten.
Das Wohngeld wurde bereits zum 1. Januar 2025 angepasst und um durchschnittlich 15 Prozent erhöht. Eine erneute Erhöhung ist für das Jahr 2026 nicht vorgesehen, wie die Augsburger Allgemeine schreibt. Die nächste planmäßige Anpassung soll erst 2027 erfolgen. Besonders Haushalte in teuren Städten profitieren häufig vom Wohngeld, da es an Miete und Einkommen gekoppelt ist.
Für Familien verbessert sich außerdem die Zahlung des Kindergeldes. Ab dem 1. Januar 2026 soll das Kindergeld von 255 auf 259 Euro pro Kind ansteigen, ein finanzieller Unterschied, der sich vor allem für Geringverdiener bemerkbar macht, wie Main Post schreibt.
Finanzielle Verbesserungen für Geringverdiener in 2026
Veränderte Minijob-Regeln durch die Mindestlohnerhöhung erhöhen ab 2026 die Verdienstgrenze für Minijobber, das könnte auch Geringverdienern helfen, wie Bürger & Geld schreibt. Die monatliche Verdienstgrenze für Minijobs soll von 556 Euro (Stand 2025) auf 603 Euro angehoben werden, wie das Informationsportal für Arbeitgeber schreibt.
Aber nicht nur Extra-Geld lässt Geringverdiener profitieren, auch geringe Abgaben können sich auf dem Konto bemerkbar machen. Die Bundesregierung plant, die Stromkunden ab 2026 durch einen Zuschuss in Milliardenhöhe zu entlasten. Dies soll über die Senkung der Netzentgelte geschehen, wie tagesschau berichtet.
Hier profitieren Geringverdiener ab 2026 finanziell:
- Mindestlohn steigt auf 13,90 Euro
- Verdienstgrenze für Minijobs steigt von 556 Euro auf 602 Euro
- Kindergeld steigt von 255 auf 259 Euro pro Kind an
- Entlastung bei Energiekosten
Ab 2026 gibt es gleich mehrere Stellschrauben, die Geringverdiener entlasten und finanziell stärken sollen. Am stärksten profitieren Vollzeitbeschäftigte, doch auch für Minijobber und Teilzeitkräfte gibt es wichtige Anpassungen, die die Erwerbstätigkeit attraktiver machen sollen. Übrigens gibt es auch Teilzeitjobs mit einem Verdienst von bis zu 80.000 Euro.
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