Empfindsam sein

Signale von Hunden besser einordnen: Warum bellt der Vierbeiner?

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Je nach Situation können die Signale der Vierbeiner etwas Unterschiedliches bedeuten. Wer die Vierbeiner besser verstehen will, sollte nicht nur gut hinhören.

Hunde sind besonders empfindsam. Und wollen sich umgekehrt in vielen Situationen dem Menschen mitteilen. Nicht immer weiß man die Signale der Vierbeiner allerdings richtig zu deuten. So kann man zum Beispiel ein Bellen vollkommen unterschiedlich interpretieren. Die Stiftung Vier Pfoten hat auf ihrer Website auf typische Laute von Hunden aufmerksam gemacht. Was will der Vierbeiner im jeweiligen Moment signalisieren? Folgende Situationen könnten hinter den Lauten der Vierbeiner stecken.

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Laute von Hunden besser einordnen

Wer die Vierbeiner besser verstehen will, sollte genau hinhören und ihre Verhaltensweisen beobachten. (Symbolbild)
  • Aufgeregtes Bellen: Ein Bellen in hoher Tonlage hört man von freudigen Vierbeinern etwa in solchen Momenten, wenn sie merken, dass man sich fürs Spazierengehen mit ihnen vorbereitet. Beim Spielen fordern gerade junge Hunde den Menschen mit einem hellen Bellton auch häufig dazu auf, ihm Ball oder Stöckchen zu werfen.
  • Ängstliches Bellen: Je nach Situation könnte das Bellen in hoher Tonlage allerdings auch bedeuten, dass der Vierbeiner vor etwas Angst hat. Insbesondere dann sollten Sie genau hinhören und Ihren Vierbeiner beruhigen und ihm ohnehin das Gefühl vermitteln, dass Sie für ihn da sind. Ist das Bellen mit einem heulenden Geräusch verbunden, haben Hunde oft Angst. Auch, wenn der Hund unruhig wirkt und zum Beispiel an etwas kratzt, sollten Sie die Gründe genauer hinterfragen.
  • Warnendes Bellen: Bellt oder knurrt der Hund in bestimmten Situationen, könnte es zudem darauf hindeuten, dass er Sie auf etwas aufmerksam machen möchte. Das Gehör von Hunden ist äußerst gut ausgeprägt, es könnte also sein, dass der Hund etwas Auffälliges gehört hat, von dem Sie noch nichts mitbekommen haben. Beim Spielen wiederum hat das Knurren oft eine ganz andere Bedeutung und könnte darauf hindeuten, dass der Hund aufgeregt ist.
  • Winseln: Hellhörig werden sollten Sie, wenn Sie ein Winseln seitens des Vierbeiners vernehmen sollten, was in der Regel darauf hindeutet, dass die Vierbeiner sich unwohl fühlen. Das Geräusch könnte auch von Unsicherheit in einer gewissen Situation herrühren. Manche Hunde winseln auch, wenn sie sich einsam fühlen. Sorgen Sie dafür, dass der Vierbeiner die unangenehme Situation sofort verlassen kann. Auch Schmerzen können dazu führen, dass ein Hund winselt.

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Beobachten Sie Ihren Vierbeiner gut

Oft sind Situationen und die jeweiligen Reaktionen der Tiere allerdings nicht einfach zu deuten – und nicht immer können Hunde vermitteln, wenn es ihnen nicht gutgeht oder sie sich unwohl fühlen. In Stresssituationen kann es etwa sein, dass Hunde sich auffällig oft an den Pfoten lecken. Auch, wenn Hunde Schmerzen haben, zeigen sie das nicht immer. Beobachten Sie das Verhalten Ihres Hundes immer gut und suchen Sie, wenn Sie nur den leisesten Verdacht haben, dass etwas nicht stimmt oder er sich anders als sonst verhält, immer direkt einen Tierarzt auf.

Hundesprache verstehen: So signalisieren Hunde ihre Liebe – Schlafplatz und Ablecken

Rastet ihr Hund vor lauter Freude sprichwörtlich aus, wenn er Sie sieht? Dann ist das ein Zeichen dafür, dass er sich unglaublich freut Sie wiederzusehen. Auch Hochspringen, Schwanzwedeln, Fiepen, Bellen und Lecken spricht für wahre Liebe und Freude darüber, dass Sie wieder da sind. (Symbolbild)
Rastet ihr Hund vor lauter Freude sprichwörtlich aus, wenn er Sie sieht? Dann ist das ein Zeichen dafür, dass er sich unglaublich freut Sie wiederzusehen. Auch Hochspringen, Schwanzwedeln, Fiepen, Bellen und Lecken spricht für wahre Liebe und Freude darüber, dass Sie wieder da sind. (Symbolbild) © Rene Traut/Imago
Nicht nur bei der Begrüßung ist Ablecken ein Liebesbeweis. Meist will er auch zwischendurch damit seine Zuneigung zum Ausdruck bringen. Doch nicht nur seine Liebe zeigt er damit, Ihr Vierbeiner möchte Sie so auch pflegen. Das Ablecken erfahren Hunde bereits im Welpenalter von ihrer Mutter aus genau denselben Gründen. (Symbolbild)
Nicht nur bei der Begrüßung ist Ablecken ein Liebesbeweis. Meist will er auch zwischendurch damit seine Zuneigung zum Ausdruck bringen. Doch nicht nur seine Liebe zeigt er damit, Ihr Vierbeiner möchte Sie so auch pflegen. Das Ablecken erfahren Hunde bereits im Welpenalter aus genau denselben Gründen von ihrer Mutter. (Symbolbild) © blickwinkel/Imago
Nahen Körperkontakt möchten Hunde nur mit denen, die sie wirklich mögen. Kuschelt sich ihr Hund also gerne an Sie, ist das ein Liebesbeweis. (Symbolbild)
Nahen Körperkontakt möchten Hunde nur mit denen, die sie wirklich mögen. Kuschelt sich ihr Hund also gerne an Sie, ist das ein Liebesbeweis. (Symbolbild) © Westend61/Imago
Hunde, die sich an ihre Besitzer lehnen, lieben ihren Menschen. Die Geste zeugt von Vertrauen. Macht er dies auch in beängstigenden Situationen, fühlt sich ihr Vierbeiner bei ihnen sicher. (Symbolbild)
Hunde, die sich an ihre Besitzer lehnen, lieben ihren Menschen. Die Geste zeugt von Vertrauen. Macht er dies auch in beängstigenden Situationen, fühlt sich ihr Vierbeiner bei ihnen sicher. (Symbolbild) © blickwinkel/Imago
Bringt Ihr Hund Ihnen sein Lieblingsspielzeug? Wenn ja, schätzen Sie sich glücklich. Denn das teilt er gewiss nur mit denen, die er wirklich mag. Der ganz besondere Liebesbeweis ist es, wenn er es Ihnen sogar ohne Spielaufforderung gibt und präsentiert. (Symbolbild)
Bringt Ihr Hund Ihnen sein Lieblingsspielzeug? Wenn ja, schätzen Sie sich glücklich. Denn das teilt er gewiss nur mit denen, die er wirklich mag. Der ganz besondere Liebesbeweis ist es, wenn er es Ihnen sogar ohne Spielaufforderung gibt und präsentiert. (Symbolbild) © blickwinkel/Imago
Kommt ihr Hund auf Sie zu, wenn Sie traurig sind? Mit seinen feinen Instinkten spürt er Ihre schlechte Stimmung meist sofort und möchte Ihnen helfen. Einen größeren Liebesbeweis kann es vermutlich gar nicht geben. (Symbolbild)
Kommt ihr Hund auf Sie zu, wenn Sie traurig sind, gibt es kaum einen größeren Liebesbeweis. Mit seinen feinen Instinkten spürt er Ihre schlechte Stimmung meist sofort und möchte Ihnen helfen. (Symbolbild) © Cavan Images/Imago
Hat ihr Hund Angst und sucht bei Ihnen Schutz schaut er meist nach oben, um zu sehen, wie Sie reagieren. Überwiegend macht ein Hund das aber nur, wenn er weiß, dass Sie solche Situationen im Griff haben. Ein riesengroßer Vertrauensbeweis, Ihnen gegenüber. (Symbolbild)
Hat ihr Hund Angst und sucht bei Ihnen Schutz schaut er meist nach oben, um zu sehen, wie Sie reagieren. Überwiegend macht ein Hund das aber nur, wenn er weiß, dass Sie solche Situationen im Griff haben. Ein riesengroßer Vertrauensbeweis, Ihnen gegenüber. (Symbolbild) © Frank Sorge/Imago
Die Zuneigung des Hundes, zeigt sich auch darin, dass er gern in Ihrer Nähe schläft. Und wer nicht unbedingt das Bett mit dem Vierbeiner teilen möchte, kann ihm ein Körbchen in die Nähe stellen. So machen Sie ihren Vierbeiner mit Sicherheit glücklich. (Symbolbild)
Die Zuneigung Ihres Hundes, zeigt sich auch darin, dass er gern in Ihrer Nähe schläft. Und wer nicht unbedingt das Bett mit dem Vierbeiner teilen möchte, kann ihm ein Körbchen in die Nähe stellen. So machen Sie ihren Vierbeiner mit Sicherheit glücklich. (Symbolbild) © Westend61/Imago

Fühlt der Hund sich wohl?

Gerade wer einen Hund noch nicht so gut kennt, sollte sich ihm zudem sehr behutsam nähern. So kann sich das Tier in aller Ruhe an die neue Situation gewöhnen. Denn Hunde könnten sich überrumpelt fühlen, wenn Fremde beim Spaziergang sie streicheln wollen. Das „von oben auf den Kopf fassen“ sei für Hunde unangenehm, betonte Hundetrainerin Anja Petrick zudem in einem Interview mit dem BR. Hunde reagieren in solchen Fällen oft mit einem Beschwichtigungssignal und wenden sich zum Beispiel ab oder lecken sich mit der Zunge über die Schnauze. Auch damit können Hunde zeigen, dass ihnen etwas unangenehm ist.

Rubriklistenbild: © ImageBROKER/Marcus Beckert/Imago

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