VonAnne Hundschließen
Je nach Situation können die Signale der Vierbeiner etwas Unterschiedliches bedeuten. Wer die Vierbeiner besser verstehen will, sollte nicht nur gut hinhören.
Hunde sind besonders empfindsam. Und wollen sich umgekehrt in vielen Situationen dem Menschen mitteilen. Nicht immer weiß man die Signale der Vierbeiner allerdings richtig zu deuten. So kann man zum Beispiel ein Bellen vollkommen unterschiedlich interpretieren. Die Stiftung Vier Pfoten hat auf ihrer Website auf typische Laute von Hunden aufmerksam gemacht. Was will der Vierbeiner im jeweiligen Moment signalisieren? Folgende Situationen könnten hinter den Lauten der Vierbeiner stecken.
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Laute von Hunden besser einordnen
- Aufgeregtes Bellen: Ein Bellen in hoher Tonlage hört man von freudigen Vierbeinern etwa in solchen Momenten, wenn sie merken, dass man sich fürs Spazierengehen mit ihnen vorbereitet. Beim Spielen fordern gerade junge Hunde den Menschen mit einem hellen Bellton auch häufig dazu auf, ihm Ball oder Stöckchen zu werfen.
- Ängstliches Bellen: Je nach Situation könnte das Bellen in hoher Tonlage allerdings auch bedeuten, dass der Vierbeiner vor etwas Angst hat. Insbesondere dann sollten Sie genau hinhören und Ihren Vierbeiner beruhigen und ihm ohnehin das Gefühl vermitteln, dass Sie für ihn da sind. Ist das Bellen mit einem heulenden Geräusch verbunden, haben Hunde oft Angst. Auch, wenn der Hund unruhig wirkt und zum Beispiel an etwas kratzt, sollten Sie die Gründe genauer hinterfragen.
- Warnendes Bellen: Bellt oder knurrt der Hund in bestimmten Situationen, könnte es zudem darauf hindeuten, dass er Sie auf etwas aufmerksam machen möchte. Das Gehör von Hunden ist äußerst gut ausgeprägt, es könnte also sein, dass der Hund etwas Auffälliges gehört hat, von dem Sie noch nichts mitbekommen haben. Beim Spielen wiederum hat das Knurren oft eine ganz andere Bedeutung und könnte darauf hindeuten, dass der Hund aufgeregt ist.
- Winseln: Hellhörig werden sollten Sie, wenn Sie ein Winseln seitens des Vierbeiners vernehmen sollten, was in der Regel darauf hindeutet, dass die Vierbeiner sich unwohl fühlen. Das Geräusch könnte auch von Unsicherheit in einer gewissen Situation herrühren. Manche Hunde winseln auch, wenn sie sich einsam fühlen. Sorgen Sie dafür, dass der Vierbeiner die unangenehme Situation sofort verlassen kann. Auch Schmerzen können dazu führen, dass ein Hund winselt.
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Beobachten Sie Ihren Vierbeiner gut
Oft sind Situationen und die jeweiligen Reaktionen der Tiere allerdings nicht einfach zu deuten – und nicht immer können Hunde vermitteln, wenn es ihnen nicht gutgeht oder sie sich unwohl fühlen. In Stresssituationen kann es etwa sein, dass Hunde sich auffällig oft an den Pfoten lecken. Auch, wenn Hunde Schmerzen haben, zeigen sie das nicht immer. Beobachten Sie das Verhalten Ihres Hundes immer gut und suchen Sie, wenn Sie nur den leisesten Verdacht haben, dass etwas nicht stimmt oder er sich anders als sonst verhält, immer direkt einen Tierarzt auf.
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Fühlt der Hund sich wohl?
Gerade wer einen Hund noch nicht so gut kennt, sollte sich ihm zudem sehr behutsam nähern. So kann sich das Tier in aller Ruhe an die neue Situation gewöhnen. Denn Hunde könnten sich überrumpelt fühlen, wenn Fremde beim Spaziergang sie streicheln wollen. Das „von oben auf den Kopf fassen“ sei für Hunde unangenehm, betonte Hundetrainerin Anja Petrick zudem in einem Interview mit dem BR. Hunde reagieren in solchen Fällen oft mit einem Beschwichtigungssignal und wenden sich zum Beispiel ab oder lecken sich mit der Zunge über die Schnauze. Auch damit können Hunde zeigen, dass ihnen etwas unangenehm ist.
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