Katzenverhalten

Katze miaut nachts: Liegt es an Hunger, Durst oder Langeweile?

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Flauschig, niedlich – und nachtaktiv: Katzen miauen vor allem dann zu später Stunde, wenn sie etwas wollen: Futter, Wasser, Beschäftigung oder sogar einen Artgenossen.

Rein zahlenmäßig ist sie das beliebteste Haustier in Deutschland: die Katze. 2022 zählte der Zentralverband zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V. knapp 15 Millionen Katzen in deutschen Haushalten. Doch das Zusammenleben mit den pelzigen Vierbeinern gestaltet sich nicht immer einfach. Denn im Gegensatz zu den meisten Menschen sind Katzen nachtaktiv und stören die wohlverdiente Bettruhe gerne durch Herumrennen oder Maunzen. Was also tun, wenn Katzen nachts durchgehend miauen – und woran liegt das überhaupt?

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Katze miaut nachts: Langeweile, Hunger oder Durst

Was tun, wenn die Katze nachts andauernd miaut? Geben Sie ihr Aufmerksamkeit. (Symbolbild)

Zunächst einmal ist es überhaupt nicht ungewöhnlich, wenn Ihre Katze nachts miaut. Denn zu dieser Zeit begeben sich die agilen Räuber normalerweise auf die Jagd, schreibt die Umweltstiftung WWF Deutschland. Bei einer Hauskatze fällt diese Form der Beschäftigung oft weg. Teilweise darf das Tier die Wohnung oder das Haus nicht verlassen, etwa wegen viel befahrener Straßen oder anderer Gefahren. Dadurch hat die Katze nicht die Möglichkeit, sich selbst um Nahrung zu kümmern. Also macht sie mit Maunzen auf sich aufmerksam, um Sie zu wecken und so an ihr Katzenfutter zu kommen. Auch bei Langeweile miaut Ihre Katze nachts.

Beschäftigen Sie Ihre Katze tagsüber

Wenn Ihr Haustier nachts müde und ausgelastet sein soll, müssen Sie es tagsüber fördern. Für Ihre Katze bedeutet das: spielen, spielen, spielen. Sie wissen am besten, was Ihren Stubentiger fasziniert. Die Auswahl an Spielzeug ist vielfältig. Für manche Katzen genügt eine Fellmaus oder ein Ball, mit dem sie selbst spielen können. Andere benötigen aktivere Spielzeuge: Beispielsweise eine Feder an einer Angel, die Sie in der Luft hin und her bewegen können.

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Maunzen als Zeichen für Einsamkeit

Der Deutsche Tierschutzbund weist darauf hin, dass viele Katzen die Gesellschaft anderer Katzen bevorzugen – vor allem, wenn Ihre Katze die Wohnung nicht verlassen darf. Selbstverständlich gibt es auch Tiere, die lieber alleine leben. Aber das können Sie als Katzenbesitzer selbst am besten einschätzen.

Katzensprache verstehen: Zehn Signale, die zeigen, dass Ihre Katze Sie liebt

1. Zeichen: Fühlen sich Katzen in der Nähe ihres Menschen pudelwohl, fordern sie meist ausgiebige Kuscheleinheiten ein.
1. Zeichen: Fühlen sich Katzen in der Nähe ihres Menschen pudelwohl, fordern sie meist ausgiebige Kuscheleinheiten ein. (Symbolbild) © Westend61/Imago
Im Allgemeinen gelten Katzen als sehr intelligent.
2. Zeichen: Schnurrt eine Katze beim Schmusen, ist das ein eindeutiger „Liebesbeweis“. (Symbolfoto) © Westend61/Imago
3. Zeichen: Reibt Ihre Katze an den Beinen entlang, verteilt sie bestimmte Duftstoffe und markiert Sie damit als geliebtes Familienmitglied.
3. Zeichen: Reibt Ihre Katze an den Beinen entlang, verteilt sie bestimmte Duftstoffe und markiert Sie damit als geliebtes Familienmitglied. (Symbolbild) © Ardea/Imago
4. Zeichen: Mit einem „Katzenkuss“ drücken Samtpfoten ihre Liebe aus. Das machen sie oft, wenn man sich ihrem Gesicht mit der Stirn nähert.
4. Zeichen: Mit einem „Katzenkuss“ drücken Samtpfoten ihre Liebe aus. Das machen sie oft, wenn man sich ihrem Gesicht mit der Stirn nähert. (Symbolbild) © Westend61/Imago
5. Zeichen: Ihre Katze legt sich beim Kraulen auf den Rücken? Dann fühlt sie sich geborgen und sicher.
5. Zeichen: Ihre Katze legt sich beim Kraulen auf den Rücken? Dann fühlt sie sich geborgen und sicher. (Symbolbild) © Cavan Images/Imago
6. Zeichen: Drücken Katzen ihre Vorderpfoten abwechselnd auf den Boden, ist das ein klares Signal für Wohlbefinden. Der Milchtritt ist ein Verhalten aus der Kinderstube. (Symbolbild)
6. Zeichen: Drücken Katzen ihre Vorderpfoten abwechselnd auf den Boden, ist das ein klares Signal für Wohlbefinden. Der Milchtritt ist ein Verhalten aus der Kinderstube. (Symbolbild) © Shotshop/Imago
7. Zeichen: Tiefe Zuneigung zeigen Katzen, wenn sie Ihnen beim Streicheln die Hand oder den Arm abschlecken. Gegenseitiges Putzen ist unter Samtpfoten ein wichtiger Bestandteil des Sozialverhaltens. (Symbolbild)
7. Zeichen: Tiefe Zuneigung zeigen Katzen, wenn sie Ihnen beim Streicheln die Hand oder den Arm abschlecken. Gegenseitiges Putzen ist unter Samtpfoten ein wichtiger Bestandteil des Sozialverhaltens. (Symbolbild) © Imaginechina-Tuchong/Imago
8. Zeichen: Wenn Ihre Katze beim Streicheln vorsichtig an der Hand knabbert, tut sie das nicht, um Sie zu verletzen. Denn der „Liebesbiss“ ist eine zärtliche Geste.
8. Zeichen: Wenn Ihre Katze beim Streicheln vorsichtig an der Hand knabbert, tut sie das nicht, um Sie zu verletzen. Denn der „Liebesbiss“ ist eine zärtliche Geste. (Symbolbild) © Westend61/Imago
9. Zeichen: Ihre Katze liebt es, ausgelassen mit Ihnen zu spielen? Herzlichen Glückwunsch! Dann sind Sie ein geliebter Spielkamerad.
9. Zeichen: Ihre Katze liebt es, ausgelassen mit Ihnen zu spielen? Herzlichen Glückwunsch! Dann sind Sie ein geliebter Spielkamerad. (Symbolbild) © Westend61/Imago
10. Zeichen: Schläft Ihre Katze auf dem Schoß ein, zeigt sie damit vollkommenes Vertrauen in Sie. Mehr Liebe geht nicht.
10. Zeichen: Schläft Ihre Katze auf dem Schoß ein, zeigt sie damit vollkommenes Vertrauen in Sie. Mehr Liebe geht nicht. (Symbolbild) © Westend61/Imago

Paarungsbereite Katzen miauen nachts

Erreichen Katzen die Geschlechtsreife, suchen sie einen passenden Partner. Wie focus.de schreibt, miauen die Tiere dann, um Artgenossen zu finden – und sich bestenfalls fortzupflanzen. Eine mögliche Lösung liefert das Magazin gleich mit: Lassen Sie Ihre Katze kastrieren.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Katzen mit ihrem Maunzen vor allem eines erreichen wollen: Aufmerksamkeit. Welche Ursache genau der Auslöser ist, finden Halterinnen und Halter nur heraus, indem sie ihr Tier gut beobachten.

Rubriklistenbild: © Gottfried Czepluch / Imago

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