Große Sprünge in den 30ern und 60ern

Alterungsprozess verlangsamen: Forscher enthüllt neun verjüngende Routinen

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Sie fühlen sich jung und agil? Dass das keine Frage des Alters ist, liegt auf der Hand. Doch warum bleiben manche gefühlt ewig jung? Forschende gehen dem auf den Grund.

Das biologische Altern erfolgt nicht kontinuierlich, sondern in Sprüngen in den 30ern, 60ern und 70ern. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher der Stanford University in Kalifornien. Sie hatten 4.263 Menschen untersucht und festgestellt, dass in diesen Lebensabschnitten signifikante Veränderungen im Körper auftreten. Die Anzahl der Proteine im Blutplasma hatte in den 30ern, 60ern und 70ern stark abgenommen, was den Forschenden zufolge mit der Entstehung von altersbedingten Krankheiten in Verbindung steht.

In der Studie heißt es: „Dieser neue Ansatz zur Untersuchung des Alterns führte zur Identifizierung unerwarteter Signaturen und Pfade, die potenzielle Angriffspunkte für altersbedingte Krankheiten bieten könnten.“ Eine wichtige Erkenntnis in Hinblick auf die Krankheitsprävention, so die Forscher.

Nur wenige Minuten bewusster Lebensstil am Tag sollen genügen, um das Leben zu verlängern

Altersforscher Professor Sven Voelpel betont im Interview mit der Bild die Rolle des Lebensstils bei der Beeinflussung des Alterungsprozesses. Ihm zufolge kommt der genetischen Veranlagung eine wichtige Rolle zu, wenn es um die Alterung des Körpers geht. Doch die Gene können Voelpel zufolge durch Verhaltensweisen verändert werden, was die Möglichkeit zur Verjüngung und Lebensverlängerung eröffnet. Ihm zufolge sollen nur ein paar Minuten täglich reichen, um sich zu verjüngen bzw. länger zu leben.

Länger jung bleiben – geistig wie körperlich: Ein Ziel, das viele Menschen verfolgen.

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Voelpel empfiehlt verschiedene Maßnahmen zur Verlangsamung des Alterns und Förderung des Wohlbefindens, dazu zählen:

  • Nahrungsergänzungsmittel in Form von Vitalstoff-Mischungen
  • Eine Ernährung mit Schwerpunkt auf frischem Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten, Kräutern, Kernen, Samen und Vollkornprodukten
  • Vermeiden von salz- und zuckerreichen Fertigprodukten
  • Maßvoller Konsum von Fleisch und tierischen Produkten
  • Bewahrung einer positiven Lebenseinstellung
  • Integration von regelmäßiger Bewegung in den Alltag
  • Entspannung in den Alltag einbauen
  • Sicherstellung von gesundem Schlaf
  • Aktive Suche nach sozialer Interaktion

Ernährung gegen Altern: Zehn Lebensmittel, auf die Sie verzichten sollten

Kaffee in Tasse
Telomere gelten als Marker, die das biologische Alter eines Menschen anzeigen und eine wichtige Rolle im Alterungsprozess spielen. Sie befinden sich am Ende der Chromosomen als Schutzkappen und werden bei jeder Zellteilung kürzer. Krankheiten können zur Verkürzung beitragen. Umso wichtiger ist deshalb die richtige Ernährung. Wer länger jung aussehen möchte, sollte deshalb auch seinen Kaffeekonsum kritisch überprüfen. Denn Kaffee kann zwar ein echter Wachmacher sein. Allerdings erhöht er auch die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol, was zur Alterung der Haut beiträgt. © Bernd Jürgens/IMAGO
Butter
Butter gehört für viele Menschen immer auf ihr Brot. Dabei hat sie eine hohe Dichte an gesättigten tierischen Fettsäuren, welche Entzündungen im Körper begünstigen, für einen erhöhten Cholesterinspiegel sorgen und somit die Telomere verkürzen. © Eivaisla/IMAGO
Schaumküsse
Möchten Sie, dass Ihre Haut lange straff und geschmeidig bleibt, dann Finger weg von Süßigkeiten. Der in ihnen enthaltene Zucker wirkt eben nicht nur entzündungsfördernd, sondern lässt die Haut auch schneller altern. Denn die kurzkettigen Kohlenhydrate zerstören die beiden Proteine Kollagen und Elastin, die die Haut normalerweise straff halten. © Westend61/IMAGO
Milchprodukte
Milchprodukte können ebenfalls zu einer schnelleren Alterung führen. Sie fördern nicht nur Entzündungen im Körper, sondern werden bei der Verdauung in Laktose gespalten. Dies schadet letztendlich der körpereigenen Kollagenproduktion. Mit zunehmendem Alter fällt es dem Körper zudem schwerer, die in der Milch enthaltene Laktose zu verdauen. Deshalb sollten Milchprodukte wie etwa Joghurt oder Käse nicht in großen Mengen gegessen werden. ©  Alex9500/IMAGO
Alkohl
Alkohol ist Zellgift und entzieht dem Körper gleichzeitig Flüssigkeit. Beides schadet nicht nur der Gesundheit, sondern lässt Menschen auch äußerlich älter wirken. Allerdings kommt es bei Alkohol auch auf die Menge und Qualität an. Rotwein enthält beispielsweise Resveratrol. Das Polyphenol schützt die Haut, indem es freie Radikale bindet. Dadurch lässt es die Haut gesund altern. © Ezequiel Gimà nez/IMAGO
Wurst
Verarbeitete Wurst- und Fleischwaren enthalten viel Salz sowie hohe Mengen an gesättigten Fettsäuren und Zusatzstoffen. Diese Kombination kann dazu führen, dass die Telomere schrumpfen und schneller altern lassen. © Photology2000/IMAGO
Pommes
Auch der Verzehr von Pommes kann den Alterunsprozess beschleunigen. Beim Frittieren entstehen nämlich durch die hohe Hitze viele Transfettsäuren. Sie können die Telomerlänge negativ beeinflussen. © avq/IMAGO
Glas mit Cola
Nicht nur der in Softdrinks wie Limonade enthaltene Zucker ist für die Gesundheit schädlich. In Cola steckt beispielsweise auch Phosphorsäure. Sie steht im Verdacht, die Knochen zu schwächen. Eine geringe Knochendichte kann wiederum zu Knochenschwund, der sogenannten Osteoporose, führen und das Altern beschleunigen. © Kitch/IMAGO
Salz auf einem Löffel
Auch Salz kann sich negativ auf die Alterung auswirken. Zu viel des beliebten Gewürzes lässt beispielsweise das Gesicht aufgedunsen und die Augenringe dunkler wirken. Lebensmittel wie zum Beispiel Fertigsoßen oder Chips, die viel Salz enthalten, führen außerdem dazu, dass sich Wasser im Körper einlagert. Zudem entzieht das enthaltene Natrium den Knochen wichtiges Kalzium und erhöht den Blutdruck. Gänzlich auf Salz sollte allerdings auch nicht verzichtet werden. Mithilfe von zum Beispiel Joghurt, Bananen oder Trockenfrüchten kann das Salz mit Kalium ausgeglichen werden. © Orcea David/IMAGO
Chips
Die Teilnehmer einer Studie, die täglich mehr als drei Portionen hoch verarbeitete Lebensmittel aßen, hatten ein doppelt so hohes Risiko für verkürzte Telomere als Personen, die maximal eine Portion an Fertigprodukten pro Tag zu sich nahmen. Zu diesen Lebensmitteln zählen zum Beispiel Chips, Weißbrot, Kuchen, Gebäck, Schokolade und Fertiggerichte. © "ungvar"/IMAGO

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion leider nicht beantwortet werden.

Dieser Artikel wurde mithilfe maschineller Unterstützung erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redakteurin Juliane Gutmann sorgfältig überprüft.

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