VonJudith Braunschließen
Das Coronavirus breitet sich wieder aus. Durch die neue Variante KP.3.1.1 könnte es im Herbst zu einem Anstieg der Infektionszahlen kommen.
Wie bereits im vergangenen Jahr gibt es auch 2024 wieder ein starkes Corona-Infektionsgeschehen im Spätsommer und Herbst. Dies scheint sich demnach laut Experten zu wiederholen. Die neue Corona-Variante KP.3.1.1, die zu den sogenannten FLiRT-Varianten zählt, soll dabei noch infektiöser sein als ihre Vorgänger. Sie könnte eine große Herbstwelle auslösen, in der sich viele Menschen anstecken.
Corona-Variante KP.3.1.1 könnte Herbstwelle in Deutschland auslösen
Auch wenn die aktuelle Corona-Lage in Deutschland weitestgehend stabil ist, deutet sich bereits ein Anstieg der Infektionszahlen an. So verzeichnete Nordrhein-Westfalen schon Ende August leicht bis stark steigende Coronavirus-Lasten im Abwasser – der Trend geht wieder nach oben. Experten warnen deshalb vor einer bevorstehenden Herbstwelle durch die Corona-Variante KP.3.1.1. „Nach einer Infektion ist man offensichtlich nur einige Monate vor der nächsten Infektion geschützt, sodass sich jetzt wieder viele Menschen anstecken können“, sagt Ulf Dittmer, Direktor des Instituts für Virologie am Universitätsklinikum Essen gegenüber Focus Online.
Zwar entspreche die Entwicklung der Infektionszahlen laut Timo Ulrichs, Virologe und Facharzt für Mikrobiologie und Infektionsepidemiologe, der endemischen Situation. Das Coronavirus sei jedoch immer noch da und könne sich in neuen Untervarianten in Schüben ausbreiten. Derzeit zeichnet sich im Gegensatz zur Pandemiezeit kaum oder gar keine Zunahme von Hospitalisierungsraten und der Belegung von Intensivbetten mit Covid-19-Patienten ab. Allerdings warnt auch Ulrichs: „Eine Herbstwelle könnte durchaus noch bevorstehen, und dazu könnte auch die neue Fitness der Untervariante KP.3.1.1 beitragen.“
Typische Symptome bei Infektion mit Corona-Variante KP.3.1.1
Laut Dittmer kann die neue Corona-Variante der Antikörperantwort noch besser aus dem Weg gehen als die bisherigen FLiRT-Varianten. Zudem sei sie offensichtlich auch noch infektiöser. Diese Variante könnte sich deshalb durchsetzen und neue Infektionswellen auslösen. Allerdings sei aufgrund der Immunität in der Bevölkerung davon auszugehen, dass es auch durch diese Untervariante nicht zu dramatischen Anstiegen der Krankenhauseinweisungen oder Intensivbettenbelegung kommt. Wer sich mit einer der FLiRT-Varianten infizieren sollte, leidet meist an den klassischen Corona-Anzeichen. Dazu zählen folgende Symptome:
- Husten
- Halsschmerzen
- Schüttelfrost
- Fieber
- Atemprobleme
- Muskelschmerzen
- Müdigkeit
- Verlust von Geruchs- und Geschmackssinn
- Magen-Darm-Probleme
Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.
