„Meine Güte, ist das schlecht“: Netz lacht über Fake-Knöllchen in Berlin
VonSebastian Oppenheimer
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In Berlin haben Betrüger Fake-Knöllchen verteilt, vor denen die Polizei warnt. Das Netz lacht sich derweil über die plumpen Fälschungen schlapp.
Wer einen Bußgeldbescheid innerhalb einer bestimmten Frist bezahlt, der bekommt in manchen Ländern tatsächlich bis zu 50 Prozent Rabatt. Verkehrssünder, die das Bußgeld schnell überweisen, können also eine Menge Geld sparen. Hierzulande ist es umgekehrt: Wer nicht innerhalb der Fristen bezahlt, muss am Ende aufgrund zusätzlicher Gebühren mehr bezahlen. Dennoch: Vorschnell Geld überweisen sollte man nie – ein gründlicher Blick auf das Knöllchen lohnt sich immer. Denn in Berlin beispielsweise sind nun gefälschte Strafzettel aufgetaucht. Wer jedoch einmal genau hinschaut, dürfte wohl kaum darauf hereinfallen.
„Mitteilung über Verstöße“: Polizei Berlin warnt vor gefälschten Knöllchen
Wie die Polizei Berlin in einem Beitrag auf X (ehemals Twitter) mitteilte, wurden im Stadtteil Marzahn über Nacht zahlreiche Fake-Strafzettel verteilt. Dazu posteten die Beamten auch ein Foto einer solchen, mit einem QR-Code ausgestatteten Fälschung. Keinesfalls solle man den QR-Code auslesen oder Geld an das dahinter geschaltete Portal überweisen warnt die Polizei – es handele sich um Betrug.
Falls Sie an Ihrem Auto einen solchen #Fake-Zettel finden, lesen Sie keinesfalls den QR-Code aus oder überweisen Geld an das dahinter geschaltete Portal. Es handelt sich um #Betrug. Ermittlungen wurden eingeleitet. Verteilt wurden sie zahlreich in #Marzahn letzte Nacht. Unsere… pic.twitter.com/6OJT39FfEF
Kuriose Gestaltung: X-Nutzer amüsieren sich über Fake-Strafzettel
Bei genauerer Betrachtung des Fake-Knöllchens, dessen Titel „Mitteilung über Verstöße“ lautet, fallen allerdings einige Kuriositäten auf, die einen Autofahrer auf jeden Fall stutzig machen sollten. Unter anderem ist das Deutsch etwas holprig. So steht weiter unten: „Es wurde eine Geldbuße in Höhe von: 25 €.“ Es fehlt ein Wort wie „festgesetzt“. Auch der simple Hinweis „Unterschrift eines Polizisten“ unter der Linie mit der Unterschrift amüsiert einige X-Nutzer genauso wie die E-Mail-Adresse auf dem Knöllchen, die mit „Nuertingen“ beginnt. „Aber lustig, dass ihr in Berlin eine Mailadresse aus dem Schwabenland nutzt!“, hat jemand den Post der Polizei kommentiert.