Alltagsfragen

Oft zu selten ausgetauscht: Wie oft sollte man Bettwäsche waschen?

  • schließen

Die meisten Menschen richten sich bei der Waschfrequenz ihrer Bettwäsche nach ihrem eigenen Hygienegefühl. Was raten Experten?

Damit sich jeder im Bett wohlfühlt, ist eine hygienische Schlafumgebung wichtig. Die Bettwäsche ist dabei ein häufiges Streitthema, denn während manche Menschen ihr Bett wöchentlich neu beziehen, fühlen sich andere noch nach einem Monat wohl. Wie häufig Bettwäsche aus hygienischer Sicht tatsächlich gewaschen werden sollte, hängt dabei nicht zuletzt von den Schlafgewohnheiten ab.

Wie oft Bettwäsche waschen? Das raten Experten

Wie oft die Bettwäsche gewaschen wird, entscheiden die meisten Menschen nach dem eigenen Hygieneempfinden. (Symbolbild)

Die Experten vom VerbraucherService Bayern raten dazu, Bettbezüge sowie Laken spätestens alle zwei Wochen zu wechseln und dann auch umgehend zu waschen. Und das nicht ohne Grund: „Über Nacht gibt der menschliche Körper etwa einen halben bis einen Liter Feuchtigkeit ab“, heißt es auf der Website. „Zudem hinterlässt man im Bett Hautschuppen, Schmutz, Staub und unter Umständen Reste von Creme oder Make-up.“ All das fördert die Bildung von Bakterien und Keimen im Bett. Zwar nimmt auch der Schlafanzug Schweiß und Hautschuppen auf, aber bei Weitem nicht alles.

In bestimmten Fällen ist es sogar ratsam, die Bettwäsche wöchentlich zu wechseln, etwa, wenn man

  • unbekleidet schläft oder
  • stark schwitzt.

Vergessen Sie außerdem nicht, Kissen und Bettdecken regelmäßig zu reinigen. Denn auch diese verschmutzen mit der Zeit und werden dann unhygienisch.

Zwölf typische Fehler beim Wäsche waschen

Die richtige Vorbereitung ist beim Wäsche waschen das A und O.
1. Wäsche nicht richtig vorsortieren: Die richtige Vorbereitung ist beim Wäsche waschen das A und O. Dazu gehört, die Kleidungsstücke nach Farbe und Textilart zu sortieren. Manche Materialien wie Fleece müssen nämlich schonender gewaschen werden.  © IMAGO
Besonders Menschen mit empfindlicher Haut sollten besser auf Weichspüler verzichten.
2. Weichspüler verwenden: Besonders Menschen mit empfindlicher Haut sollten besser auf Weichspüler verzichten. Dieser kann aufgrund der enthaltenen Chemikalien allergische Reaktionen und Hautreizungen auslösen. Außerdem verlieren Hand- und Geschirrtücher an Saugfähigkeit.  © IMAGO
Sie sollten das Waschmittelfach und den Dichtungsring der Waschmaschine regelmäßig prüfen, um Schmutz und Rückstände zu entfernen.
3. Waschmaschine wird nicht gepflegt: Beim Waschen reinigt sich die Waschmaschine doch von selbst – oder? Tatsächlich ist es nicht so einfach. Sie sollten das Waschmittelfach und den Dichtungsring regelmäßig prüfen, um Schmutz und Rückstände zu entfernen. Ein jährlicher Heißwaschgang mit Essig entkalkt die Maschine effektiv und fördert ihre Langlebigkeit. © IMAGO/ Oleksandr Latkun
Damit Ihr Lieblingsshirt endlich wieder sauber wird, sollten Sie es vor dem Waschen einweichen und den Fleck gezielt behandeln.
4. Flecken werden nicht behandelt: Ein einfacher Waschgang reicht meistens nicht, um hartnäckige Flecken zu entfernen. Damit Ihr Lieblingsshirt endlich wieder sauber wird, sollten Sie es vor dem Waschen einweichen und den Fleck gezielt behandeln.  © IMAGO
Damit keine Kleidung zu Schaden kommt, sollten Sie Unterwäsche in einem praktischen Wäschenetz waschen.
5. Unterwäsche ohne Schutz waschen: Besonders BHs verhaken sich beim Waschen schnell mit anderen Kleidungsstücken. Damit keine Wäsche zu Schaden kommt, sollten Sie die empfindliche Unterwäsche separat oder in einem praktischen Wäschenetz waschen.  © IMAGO
Die Waschmaschine sollte nicht zu vollgestopft mit Kleidung sein.
6. Überladene Waschmaschine: So verlockend es auch ist: Die Waschmaschine sollte nicht zu vollgestopft mit Kleidung sein. Eine überladene Trommel führt nicht nur dazu, dass die Wäsche nicht ausreichend gereinigt wird. Außerdem besteht das Risiko, dass die Maschine beschädigt wird – das gilt es natürlich zu vermeiden. © IMAGO
Um Energie zu sparen, lohnt es sich, mehrere Wäscheladungen hintereinander zu waschen.
7. Waschmaschine ruhen lassen: Um Energie zu sparen, lohnt es sich, mehrere Wäscheladungen hintereinander zu waschen. Dann muss sich die Maschine nicht extra erneut aufheizen, sondern kann die Restwärme nutzen. © IMAGO/ Oleksandr Latkun
Solange Klamotten nicht müffeln oder keine Flecken aufweisen, können sie problemlos erneut angezogen werden.
8. Zu oft waschen: Landen Kleidungsstücke bei Ihnen nach jedem Tragen im Wäschekorb? Dann waschen Sie möglicherweise zu oft. Solange Klamotten nicht müffeln und keine Flecken aufweisen, können sie problemlos erneut angezogen werden.  © IMAGO
Beim Waschen in der Maschine gilt: Weniger ist mehr.
9. Zu viel Waschmittel: Beim Waschen in der Maschine gilt: weniger ist mehr. Wird Waschmittel überdosiert, bilden sich nur lästige Rückstände und weiße Schlieren auf der Kleidung. Die verwendete Produktmenge sollte auch wieder ausgewaschen werden können. © IMAGO
Besonders schwarze oder dunkle Klamotten sollten vor dem Waschen unbedingt auf links gedreht werden.
10. Kleidung nicht auf links drehen: Besonders schwarze oder dunkle Klamotten sollten vor dem Waschen unbedingt auf links gedreht werden. Ansonsten reibt sich die Außenseite während des Waschens an der Maschine und die Fasern werden aufgeraut. Das wiederum führt dazu, dass die Farbe schneller ausbleicht.  © IMAGO
30 oder 40 Grad reichen meist aus, um Wäsche effektiv sauber zu machen.
11. Zu heiß waschen: 30 oder 40 Grad reichen meist aus, um Wäsche effektiv sauber zu machen. Wer bei höheren Temperaturen wäscht, riskiert Gewebeschäden an der Kleidung. Außerdem wird die Umwelt durch den unnötigen Energieverbrauch belastet. © IMAGO
Reißverschlüsse sollten vor dem Waschen geschlossen werden.
12. Reißverschlüsse sind nicht geschlossen: Beim Schleudervorgang wird alles munter in der Maschine durcheinandergeworfen. Dabei können sich schnell Reißverschlüsse an empfindlichen Textilien verfangen und diese beschädigen. Deshalb ist es besser, alle Reißverschlüsse vor dem Waschen zu schließen. © IMAGO

Welches Waschmittel für Bettwäsche?

Welches Waschmittel sich für Bettwäsche eignet, hängt vor allem von Farbe und Stoffzusammensetzung ab. Für weiße Bettbezüge und Laken aus Baumwolle empfiehlt es sich, ein Vollwaschmittel zu verwenden, während bunte Bettwäsche am besten mit einem farbschonenden Colorwaschmittel gereinigt wird.

Hohe Waschtemperaturen gegen Milben, Bakterien und Keime in der Bettwäsche

Und wie heiß sollte Bettwäsche gewaschen werden? Bei leicht bis normal verschmutzen Bezügen und Laken reicht laut Umweltbundesamt (UBA) in der Regel eine Waschtemperatur von 30 (bei Buntwäsche) oder 40 Grad (bei Weißwäsche) aus. Doch auch in der Waschmaschine selbst kann sich Schmutz ansammeln. Hygiene-Maschinenreiniger mit Aktivkohle (werblicher Link) speziell für die Haushaltsgeräte sorgen dafür, dass die Wäsche auch wirklich sauber ist.

Alles rund um Haushalts- und Garten-Tipps finden Sie im regelmäßigen Wohnen-Newsletter unseres Partners Merkur.de. Hier anmelden!

Bei stark verschmutzter Bettwäsche sind jedoch höhere Waschtemperaturen nötig. Dann sollten Kissen- und Bettbezüge sowie Laken bei 60 Grad gewaschen werden, um wieder hygienisch sauber zu werden. Aber auch Hausstaubmilbenallergiker sollten ihre Bettwäsche bei 60 Grad in die Waschmaschine stecken.

Rubriklistenbild: © Cavan Images/Imago

Kommentare