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Klassische Blumenerde ist für den Oleander nicht geeignet. Für ein gutes Wachstum und reichlich Blüten ist die richtige Mischung des Substrats wichtig.
Der mediterrane Oleander ist hierzulande eine sehr beliebte Kübelpflanze – allerdings wird der sonst eher unscheinbare grüne Strauch nur zum Hingucker, wenn er reichlich Blüten bildet. Hierfür ist nicht nur eine gute Pflege, sondern auch das richtige Substrat entscheidend, das die Pflanze außerdem gesund hält. Dabei ist ein Blick auf seine ursprünglichen Wachstumsbedingungen hilfreich, denn in seinen Heimatländern rund um das Mittelmeer bildet die Pflanze über viele Monate hinweg unzählige Blüten.
Die richtige Oleandererde ist lehmig und kalkhaltig
Ob beim regelmäßigen Umtopfen des Oleanders, beim Einwintern oder beim Neukauf – früher oder später stellt sich die Frage, welche Erde am besten zu dem recht anspruchsvollen Gewächs passt. Herkömmliche Blumenerde ist es auf jeden Fall nicht, denn diese ist oft minderwertig, zu nährstoffarm und zu humusreich. Auch Rhododendronerde ist kein guter Ersatz, denn diese ist laut dem Vivanno Journal zu sauer. Der pH-Wert sollte nicht unter 7 liegen.
Auch wenn der Oleander in seinen Heimatregionen oft an staubigen Straßenrändern steht, so wächst die Pflanze doch am besten an Flussläufen auf feuchten Lehmböden, die zudem kalkhaltig sind. Und genauso sollte auch das Substrat in einem Blumenkübel beschaffen sein, mineralisch und mit geringem Humusanteil. Außerdem sollte sie strukturstabil sein, also möglichst nicht zusammensacken. Wenn man hierfür, beispielsweise vom Mutterboden im Garten nicht die richtigen Voraussetzungen hat, kann man im Handel zu mediterraner Kübelpflanzenerde greifen. Wer eine besonders fein abgestimmte Erde wünscht, kann sich das Substrat selber zusammenzustellen.
So können Sie Oleandererde selber mischen
Um sich die richtige Erde für Oleanderpflanzen zusammenzustellen, gibt es mehrere Optionen:
- Blumen- und lehmhaltige Gartenerde im Verhältnis 1 zu 1 vermengen und etwas Sand hinzufügen, rät das Vivanno Journal.
- Kübelpflanzenerde im Verhältnis 1 zu 5 mit Lehm oder Lehmpulver anreichern und eine Handvoll Gartenkalk ergänzen.
- Lubera.com empfiehlt eine Mischung aus 5 Teilen torffreie Pflanzenerde, 3 Teilen Gartenerde, 1 Teil Perlite oder Blähton und 1 Teil Gartenkalk.
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Oleander ist ein Starkzehrer, der viele Nährstoffe benötigt. Daher ist es sinnvoll, die Substrate während der Vegetationsperiode von Mai bis August zusätzlich mit etwas Langzeitdünger anzureichern.
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