Pflege-Ratgeber

An den Blättern erkennen Sie, ob Sie den Oleander düngen müssen

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Der Oleander ist nährstoffhungrig und benötigt viel Dünger – nicht nur organischen. Die Blattfarbe gibt Hinweise, ob die Pflanze zu viel oder zu wenig davon bekommt.

Mit der richtigen Pflege blüht der Oleander von Juni bis September. Die fängt schon bei der Pflanzung an, der Oleander muss gelegentlich umgetopft und zurückgeschnitten werden, das Gießen ist für die Auenpflanze vor allem in heißen Sommern ein Muss. Und der Oleander benötigt als Starkzehrer sehr viele Nährstoffe. In diesen Breitengraden wächst die Pflanze meist im Kübel und die Wurzeln können dort nur die Nährstoffe finden, die der Mensch ihnen gibt. Das Düngen ist also einer der wichtigsten Pflegeschritte. Zu welchen Zeitpunkten, wie oft und womit dies geschehen sollte, erfahren Sie hier. Außerdem, wie Ihnen das Aussehen der Blätter dabei weiterhelfen kann.

Mineralischer oder organischer Dünger für den Oleander?

Wenn die Blätter des Oleanders im Frühjahr dunkelgrün werden, befindet sich die Pflanze in der Wachstumsphase und benötigt ab jetzt regelmäßig Dünger.

Schon beim Ein- oder Umpflanzen sollte man dem Oleander beste Wachstumsvoraussetzungen bieten: Am besten mischt man einen Langzeitdünger oder Kompost und etwas Urgesteinsmehl unter die Erde. Da in frischer Erde auch schon Nährstoffen enthalten sind, ist sechs Wochen nach dem Eintopfen kein weiterer Dünger nötig – mit Langzeitdünger je nach Produkt sogar bis zu sechs Monate. In der Hauptwachstumszeit wird der Oleander im Frühjahr und im Sommer gedüngt.

Die erste Düngung im Jahr erfolgt je nach Witterung spätestens im Mai, sobald die Temperaturen draußen über 15 Grad Celsius liegen. Bis zum September wird die Pflanze je nach Herstellerangabe etwa alle ein bis zwei Wochen mit mineralischem Dünger versorgt, der Stickstoff, Kalium und Phosphat enthält. Wer die Blüte verstärken möchte, kann alle vier Wochen einen phosphorbetonten Dünger geben. Auch organische Dünger wie Kaffeesatz und Hornspäne sind eine Option, allerdings allein für die hungrige Pflanze nicht ausreichend.

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Dunkelgrün, braun, gelb: Oleander-Blattfarbe kann Hinweis auf Nährstoffe geben

Die Blätter des Oleanders geben im Laufe des Jahres Hinweise, was die Pflanze benötigt:

  • Im Frühjahr werden die Blätter ab März dunkler: Die Pflanze kommt nach der Winterruhe in die Wachstumsphase und sollte das erste Mal im Jahr wieder Dünger bekommen, beispielsweise einen Langzeitdünger.
  • Blattränder sind braun, welk oder vertrocknet: Blattnekrosen können ein Zeichen für eine Überdüngung sein. Hier hilft eine gründliche Bewässerung, um das Übermaß an Nährstoffen auszuspülen. Ein Langzeitdünger verringert das Risiko für ein Überdüngung gegenüber ein- oder zweiwöchentlichen Düngergaben.
  • Gelbe Blätter: Falls die letzte Düngergabe schon länger her ist, sind gelbliche Blätter ein möglicher Hinweis auf fehlende Nährstoffe. Manchmal ist es aber auch ein natürlicher Vorgang im Sommer.

Im Gegensatz zu vielen anderen Pflanzen bevorzugt der Oleander einen kalkhaltigen Boden. Hellgrüne oder gelbliche Blätter sind unter Umständen auch ein Zeichen dafür, dass es daran mangelt. In dem Fall sollte Kalk zugeführt werden, beispielsweise in Form von Algenkalk. Außerdem sollte man Oleander aus diesem Grund stets mit Leitungswasser gießen. Nicht nur die Blätter geben Auskunft: Auch eine ausbleibende Oleanderblüte kann durch einen Nährstoffmangel verursacht sein.

Rubriklistenbild: © YAY Images/Imago

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