Wachstumsprobleme?

Maggikraut: Drei Fehler, die Sie beim Anbau unbedingt vermeiden sollten

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Liebstöckel, auch „Maggikraut“ genannt, ist eine sehr dankbare Staude im Garten: Gut gepflegt kann sie meterhoch werden – wenn man ein paar typische Fehler vermeidet.

Wer an den Blättern von Liebstöckel reibt und daran riecht, fühlt sich sofort an die Maggiwürze aus der Flasche erinnert, sofern bekannt. Doch in dem Fertigprodukt ist die Pflanze gar nicht enthalten. Nichtsdestotrotz ist sie ein hervorragendes Küchengewürzkraut, mit dem sich nicht nur Suppen, sondern auch Fleischgerichte und Kräuterbutter sehr gut verfeinern lassen. Auch im Liebstöckel-Salz macht es eine gute Figur.

Der Anbau im Garten ist an sich einfach, doch da die Pflanze sehr groß werden kann, hat sie besondere Ansprüche. Die folgenden Fehler sollte man daher beim Anbau und bei der Pflege nicht machen:

Fehler Nr. 1: Maggikraut zu dicht gepflanzt

Da Liebstöckel sehr ergiebig ist, reicht eine Pflanze des Gewürzkrauts im Beet für mehrere Personen.

Ob es die eigene Verwandtschaft ist oder ein Beetnachbar in der Nähe – Liebstöckel ist mit bis zu zwei Metern Höhe und einem Meter Breite recht raumgreifend und mag etwas Abstand, um ein weitreichendes Wurzelwerk zu entwickeln und kräftig zu wachsen. Zu anderen Pflanzen sollte dieser wenigstens 50 Zentimeter, besser noch einen Meter betragen. Im Kübel gepflanzt, muss das Gefäß auch tief genug sein. Da Maggikraut so ergiebig ist, reicht es oft, nur eine Pflanze davon anzubauen.

Fehler Nr. 2: Liebstöckel bekommt zu wenig Nährstoffe

Liebstöckelstauden können bis zu 15 Jahre alt werden. Und die Würze in ihren Blättern kommt nicht von ungefähr, denn die Pflanze ist sehr nährstoffhungrig. Auch wenn die Pflanze in einen reichhaltigen Boden gepflanzt wurde, sollte man sie von April bis August ein Mal im Monat düngen – beispielsweise mit Kompost oder Pflanzenjauchen wie einem Giersch-Sud.

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Nach ein paar Jahren kann man die Staude umsetzen oder teilen – dies verjüngt sie auch – und neu pflanzen, damit sich der Boden erholen kann und der Starkzehrer an einem neuen Platz gut Wurzeln fassen kann.

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Eine Frau begutachtet eine Salbeipflanze
Salbei wächst schnell, mag volle Sonne und Rückschnitte. Das verspricht eine gute Ernte. © Mint Images/Imago
Kresse in einer halbierten Eierschale in einem Eierbecher in Huhnform
Kresse lässt sich aus Samen auf kleinstem Raum kinderleicht selbst ziehen. © Manfred Ruckszio/Imago
Zweige und Blüte von Strauchbasilikum (Ocimum basilicum) Magic Blue in der Nahaufnahme
Das einjährige Strauchbasilikum wächst schnell und buschig. Perfekt für Bienen und zu Tomate-Mozzarella. © imagebroker/Imago
Ein älterer Herr riecht an einer großen Bohnenkrautstaude
Das winterharte Bohnenkraut braucht nicht viel Wasser und gedeiht auch auf dem Balkon sehr gut. © imagebroker/Imago
Knospender und blühender Schnittlauch (Allium schoenoprasum)
Schnittlauch sollte man ernten, bevor sich Knospen bilden – aber mit Blüten ist er eine Zierde. © blickwinkel/Imago
Eine tiefgrüne Pflanze Krause Petersilie
Nicht zu trocken, nicht zu nass und genug Licht – damit ist die Petersilie schon zufrieden. © Shotshop/Imago
Eine Frau pflanzt Minze in einen Topf mit Erde, Ansicht von oben
Wenn man Minze genug gießt, wuchert sie wie verrückt. Der Anbau im Topf ist sinnvoll, um sie zu bremsen. ©  Westend61/Imago
Ein großer blühender Oregano (Origanum vulgare) und ein Thymian im Topf auf einem Balkon
Oregano ist eine winterharte Staude, die einen mageren Boden bevorzugt. Düngen muss man nicht, wässern nur bei großer Hitze. © blickwinkel/Imago
Zahlreiche Zitronenmelisseblätter von oben aufgenommen
Die Zitronenmelisse mag es sonnig, sie darf nur nicht austrocknen. Wenn man sie schneidet, bildet sie neue Triebe. © Shotshop/Imago
Ein Mann pflanzt einen Thymianbusch in einen Tontopf
Damit Thymian gut wächst, sollte er nach dem Kauf in einen größeren Topf, am besten in mit Sand gemischte Blumenerde. © Westend61/Imago

Fehler Nr. 3: Zu wenig gießen

Maggikraut bevorzugt einen nährstoffreichen, tiefgründigen und lehmigen Boden. Auch der Anbau im Kübel ist möglich. Aber in beiden Fällen benötigt die Pflanze viel Wasser und mag keine Trockenheit – dies tritt vor allem dann schnell ein, wenn der Liebstöckel einen sehr sonnigen Standort hat. Wenn das Wachstum also zu wünschen übrig lässt, wurde vielleicht zu wenig gegossen. Auch eine Schicht aus Mulch kann hier helfen. Vor allem beim Anbau im Topf sollte man aber Staunässe vermeiden.

Rubriklistenbild: © Zoonar/Imago

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