Würzige Alternative

Liebstöckel-Salz selber machen – die natürliche Alternative schmeckt wie Maggi

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Für Liebstöckel-Salz benötigt man nur zwei Zutaten. Man kann es aber gut mit anderen Kräutern und Pfeffer aufpeppen.
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Im Volksmund wird Liebstöckel „Maggikraut“ genannt. Zu Recht, denn in einem selbst gemachten Würzsalz mit nur zwei Zutaten ist der Geschmack täuschend ähnlich.

Liebstöckel ist im Garten eine dankbare Pflanze, denn sie wächst ausladend bis zu zwei Meter hoch und ab Mai bis in den Spätsommer kann man reichlich davon ernten. Die Blätter würzen Suppen ebenso wie Quark. In der bekannten Maggi-Würze aus dem Supermarkt sucht man die Zutat vergeblich, doch der Geschmack ist so ähnlich, dass man sich ein Liebstöckel-Salz als gesündere Alternative zum Fertigprodukt ohne künstliche Zusatzstoffe und Geschmacksverstärker einfach selbst herstellen kann.

Maggi-Alternative selber machen: Liebstöckel-Salz

Um Liebstöckel zu einem Salz zu verarbeiten, sollte man es zunächst trocknen. Hierfür kann man einen Dörrautomat verwenden oder, wer diesen nicht hat, lässt es schonend an der Luft trocknen. Dafür zupft man die Blätter von den Stielen und breitet sie locker auf einem Tablett oder Blech aus, das man zuvor mit einem Küchenhandtuch auslegt. Nun lässt man die Blätter etwa eine Woche in einem dunklen trockenen Raum offen stehen, bis sie rascheltrocken sind.

Im YouTube-Blog HerdBär’n sieht man anschaulich, wie der Liebstöckel vorbereitet und getrocknet wird – und woran man erkennt, dass er wirklich durchgetrocknet ist:

Bei einer Nutzerin kommt das Kräuter-Salz gut an, sie hat noch eine besondere Verwendungsidee: „Ich mörser mein Liebstöckelsalz ganz fein und fülle es in kleine Gläschen als Geschenk ab.“

Auch wenn Sie keinen eigenen Garten haben, lässt sich Liebstöckel übrigens auch ohne weiteres auf dem Balkon oder im Kübel auf der Terrasse anbauen. Wichtig ist dann nur, dass der Topf ausreichend groß ist.

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Die Zubereitung des Liebstöckel-Salzes gelingt schnell

Das Liebstöckel-Salz ist einfach herzustellen und man benötigt dafür nur zwei bis drei Zutaten:

  • 30 g getrockneten Liebstöckel in einem Mixer fein mahlen oder mittelfein zerbröseln.
  • 300 g grobes oder feines Meersalz mit dem Liebstöckel mischen. Wer mag, kann das Salz im Mörser mit dem Gewürz noch feiner zerdrücken.
  • Nach Belieben bunten Pfeffer aus der Mühle, getrocknetes Bohnenkraut oder Rosmarin untermischen.

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Eine Frau begutachtet eine Salbeipflanze
Salbei wächst schnell, mag volle Sonne und Rückschnitte. Das verspricht eine gute Ernte. © Mint Images/Imago
Kresse in einer halbierten Eierschale in einem Eierbecher in Huhnform
Kresse lässt sich aus Samen auf kleinstem Raum kinderleicht selbst ziehen. © Manfred Ruckszio/Imago
Zweige und Blüte von Strauchbasilikum (Ocimum basilicum) Magic Blue in der Nahaufnahme
Das einjährige Strauchbasilikum wächst schnell und buschig. Perfekt für Bienen und zu Tomate-Mozzarella. © imagebroker/Imago
Ein älterer Herr riecht an einer großen Bohnenkrautstaude
Das winterharte Bohnenkraut braucht nicht viel Wasser und gedeiht auch auf dem Balkon sehr gut. © imagebroker/Imago
Knospender und blühender Schnittlauch (Allium schoenoprasum)
Schnittlauch sollte man ernten, bevor sich Knospen bilden – aber mit Blüten ist er eine Zierde. © blickwinkel/Imago
Eine tiefgrüne Pflanze Krause Petersilie
Nicht zu trocken, nicht zu nass und genug Licht – damit ist die Petersilie schon zufrieden. © Shotshop/Imago
Eine Frau pflanzt Minze in einen Topf mit Erde, Ansicht von oben
Wenn man Minze genug gießt, wuchert sie wie verrückt. Der Anbau im Topf ist sinnvoll, um sie zu bremsen. ©  Westend61/Imago
Ein großer blühender Oregano (Origanum vulgare) und ein Thymian im Topf auf einem Balkon
Oregano ist eine winterharte Staude, die einen mageren Boden bevorzugt. Düngen muss man nicht, wässern nur bei großer Hitze. © blickwinkel/Imago
Zahlreiche Zitronenmelisseblätter von oben aufgenommen
Die Zitronenmelisse mag es sonnig, sie darf nur nicht austrocknen. Wenn man sie schneidet, bildet sie neue Triebe. © Shotshop/Imago
Ein Mann pflanzt einen Thymianbusch in einen Tontopf
Damit Thymian gut wächst, sollte er nach dem Kauf in einen größeren Topf, am besten in mit Sand gemischte Blumenerde. © Westend61/Imago

In ein verschlossenes Glas abgefüllt hält sich das Liebstöckel-Salz mindestens ein Jahr. Die getrockneten Samen des Liebstöckels und die Stiele muss man übrigens nicht entsorgen, sie lassen sich noch sehr gut aufbewahren und im Ganzen zum Würzen in eine Suppe oder zur Bratensoße geben – die Stiele später wieder herausfischen.

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