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Neue Umfrage zeigt: Das ist deutschen Touristen im Ski-Urlaub am wichtigsten

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Skifahren ist sehr beliebt. Doch einige Faktoren sind für den Winterurlaub besonders wichtig, wie eine neue Umfrage zeigt.

München – Der Ski-Tourismus boomt auch in diesem Winter. „Die Nachfrage nach Winterurlaub ist ungebrochen“, hatten Franz Hörl, Obmann des Fachverbandes der österreichischen Seilbahnen, und Robert Seeber, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft, schon im November 2023 laut Wirtschaftskammer Österreich verkündet. Auch in diesem Jahr waren auf den Pisten von Österreich, der Schweiz und Italien zahlreiche Skifahrer zu sehen – auch viele Deutsche.

Neue Umfrage zeigt: Das ist deutschen Touristen im Ski-Urlaub am wichtigsten

Doch welche Faktoren sind für die Ski-Fans aus Deutschland im Winterurlaub am wichtigsten? Eine neue Umfrage ist dieser Frage nachgegangen.

Das Marktforschungsinstitut Motivaction gab dazu im September 2023 eine Umfrage in Auftrag. Befragt wurden 1050 Urlauber aus Deutschland, die für ihren Skiurlaub ein Abreisedatum im Dezember, Januar oder Februar angaben. Die Befragung wurde vom Touristikunternehmen Interchalet durchgeführt, das Skiurlaubsreisen in Österreich, der Schweiz, Frankreich und Italien anbietet.

Wintersportfans aus Deutschland haben beim Buchen des Skiurlaubs Präferenzen – auch die Nähe der Unterkunft zu den Skiliften zählt dazu.

Skiurlaub: Welche Faktoren bei der Wahl der Unterkunft im Vordergrund stehen

Eine Frage bezog sich auf die Unterkunft. Die Befragten sollten angeben, welche Kriterien bei der Buchung eines Hotels, einer Hütte oder eines Appartements Priorität haben. Dabei ergab die Umfrage: Die Aussicht ist der wichtigste Buchungsgrund. Gleich 42 Prozent buchten ihre Unterkunft unter der Voraussetzung, dass diese einen Blick auf die Berge zu bieten hat. Das Wellness-Angebot folgte auf Rang zwei (20 Prozent), immerhin 18 Prozent der Skiurlauber aus Deutschland fanden die Nähe der Unterkunft zum Skilift am wichtigsten.

Die Top-Faktoren bei der Unterkunft im Skiurlaub in der Übersicht:

  1. Bergblick
  2. Sauna oder Sprudelbad
  3. Nähe zum Skilift
  4. Aufbewahrungsmöglichkeiten für Skiausrüstung

Größte Ärgernisse im Skiurlaub: Drängeln, Rasen, im Weg stehen

Auf der Skipiste wollen die Wintersport-Fans dann Spaß haben. Doch einige Dinge können diesen trüben. Laut der Umfrage ist der Spitzenreiter bei den größten Ärgernissen deutscher Wintersportler das Drängeln am Skilift (50 Prozent). Ganz andere Probleme hatten Ski-Fans kürzlich in der Schweiz – dort fiel der Lift aus und sorgte für Ärger.

Nur unwesentlich weniger Verärgerung verursachen den Umfrageergebnissen zufolge Raser auf der Skipiste (48 Prozent), auch unvermittelt mitten auf der Piste stehenbleibende Skifahrer sind nicht erwünscht (38 Prozent). Wenn andere Skifahrer die ganze Breite der Piste nutzten, störte dies 31 Prozent der befragten Wintersporturlauber am meisten. Ebenfalls in die Top 5 schafften es ängstliche Skifahrer. Interessant diesbezüglich auch: Mit 82 Prozent hält sich die überwältigende Mehrheit der Befragten bezogen auf die eigenen skifahrerischen Qualitäten für gute Wintersportler.

Die Top 5 der größten Ärgernisse im Skiurlaub in der Übersicht:

  1. Drängeln beim Skilift
  2. Rasende Skifahrer
  3. Stehenbleiben mitten auf der Piste
  4. Gesamte Breite der Piste nutzen
  5. Ängstliche Skifahrer

Und auch nach dem Skifahren soll für einige Wintersportler der Spaß nicht enden. Beim Après-Ski lassen viele Urlauber den Skitag ausklingen. Das Angebot ist vor allem in Skigebieten in Österreich groß. Laut der Umfrage erfreut sich Après-Ski unter 37 Prozent der Befragten großer Beliebtheit. Diese gaben an, sich in einer Skiwoche zwei bis drei Mal dieser geselligen Tradition zu widmen. Unter den 18- bis 24-Jährigen schwören der Umfrage zufolge sogar über die Hälfte der befragten Ski- und Snowboardfahrer auf ausgiebige Après-Ski-Erlebnisse (53 Prozent). Immerhin 16 Prozent der Umfrageteilnehmer gehen sogar (fast) jeden Tag an die Bar, um sich dort mit einem erfrischenden Getränk zu belohnen.

Es gab aber laut der Umfrage unter den Befragten auch Skitouristen, die keine Fans von Après-Ski sind. 22 Prozent äußerten diesbezüglich Bedenken – vor allem aus Sorge, betrunken auf Skiern oder dem Snowboard zu stehen. Für ein Alkoholverbot auf den Skipisten sprach sich mit 81 Prozent die große Mehrheit der Umfrageteilnehmer aus.

Die 18 erfolgreichsten deutschen Wintersportler des neuen Jahrtausends

Sven Hannawald im Porträt.
Sven Hannawald (Skispringen): Hatte seine ersten Erfolge Ende des letzten Jahrhunderts. Gewann als erster alle vier Wettbewerbe der Vierschanzentournee. Bilanz: 18 Weltcup-Siege, 1x Olympia-Gold, 2x Olympia-Silber © IMAGO / Oryk HAIST
Kevin Kuske und Andre Lange mit der Goldmedaille
Kevin Kuske und Andre Lange (Bob): 38 Weltcup-Siege, 4x Olympia-Gold, 2x Olympia-Silber © IMAGO / Sven Simon
Eric Frenzel im Wettkampf
Eric Frenzel (Nordische Kombination): 43 Weltcup-Siege, 3x Olympia-Gold, 2x Olympia-Silber, 2x Olympia-Bronze © IMAGO / Nordphoto
Anni Friesinger zweite von links.
Anni Friesinger-Postma (Eisschnellauf): 59 Weltcup-Siege, 2x Olympia-Gold, 2x Olympia-Bronze © IMAGO / Camera 4/JIM
Felix Loch nach dem Wettkampf.
Felix Loch (Rodeln): 49 Weltcup-Siege, 3x Olympia-Gold © IMAGO / Arvid Müller
Tobias Wendl und Tobias Arlt nach dem Wettkampf.
Tobias Wendl und Tobias Arlt (Rodeln): 5 Weltcup-Siege, 6x Olympia-Gold © IMAGO / Beautiful Sports
Natalie Geisenberger im aktuellen Sportstudio
Natalie Geisenberger (Rodeln): 8 Weltcup-Siege, 6x Olympia-Gold, 1x Olympia-Bronze © IMAGO / Martin Hoffmann
Viktoria Rebensburg auf Skiern.
Viktoria Rebensburg (Ski Alpin): 19 Weltcup-Siege, 1x Olympia-Gold, 1x Olympia-Bronze © IMAGO / CEPix
Maria Höfl-Riesch im Porträt.
Maria Höfl-Riesch (Ski Alpin): 27 Weltcup-Siege, 3x Olympia-Gold, 1x Olympia-Silber © IMAGO / Sammy Minkoff
Felix Neureuther als TV-Experte.
Felix Neureuther (Ski Alpin): 13 Weltcup-Siege © IMAGO / opokupix
Arnd Peiffer auf Skiern.
Arnd Pfeiffer (Biathlon): 10 Weltcup-Siege, 1x Olympia-Gold, 1x Olympia-Silber, 1x Olympia-Bronze © IMAGO / Beautiful Sports
Simon Schempp auf Skiern.
Simon Schempp (Biathlon): 12 Weltcup-Siege, 2x Olympia-Silber, 1x Olympia-Bronze © IMAGO / Ernst Wukits
Laura Dahlmeier im Porträt.
Laura Dahlmeier (Biathlon): 20 Weltcup-Siege, 2x Olympia-Gold, 1x Olympia-Bronze © IMAGO / Beautiful Sports
Kati Wilhelm im Porträt.
Kati Wilhelm (Biathlon): 21 Weltcup-Siege, 3x Olympia-Gold, 3x Olympia-Silber, 1x Olympia-Bronze © IMAGO / Eibner
Magdalena Neuner im Profil.
Magdalena Neuner (Biathlon): 34 Weltcup-Siege, 2x Olympia-Gold, 1x Olympia-Silber © IMAGO / ZUMA Wire
Katharina Althaus bei einer Siegerehrung.
Katharina Althaus (Skispringen): 15 Weltcup-Siege, 2x Olympia-Silber © IMAGO / NTB
Severin Freund bei der Vierschanzentournee
Severin Freund (Skispringen): 22 Weltcup-Siege, 1x Olympia-Gold © IMAGO / MIS
Karl Geiger bei einer Siegerehrung.
Karl Geiger: 13 Weltcup-Siege, 1x Olympia-Silber, 2x Olympia-Bronze © IMAGO / ZUMA Wire

Österreich dominiert bei den beliebtesten Skiorten und Wintersportregionen

Unter den beliebtesten Skiorten, die über das Reiseportal von Interchalet für Dezember 2023 sowie Januar und Februar 2024 gebucht wurden (Zeitraum: 1. November 2022 bis 4. November 2024), dominiert Österreich. Bein den zehn am häufigsten gebuchten Skiorten belegt die Alpenrepublik die ersten fünf Plätze und ist insgesamt achtmal vertreten. Dazu kommen zwei italienische Skiorte.

Die Top 10 der am häufigsten gebuchten Skiorte im Überblick:

  1. Mayrhofen (Österreich)
  2. Kappl (Österreich)
  3. Sölden (Österreich)
  4. Zell am Ziller (Österreich)
  5. Fügen (Österreich)
  6. Campitello (Italien)
  7. Kaltenbach (Österreich)
  8. Prutz/Kaunertal (Österreich)
  9. Livigno (Italien)
  10. Längenfeld (Österreich)

Was die meistgebuchten Regionen in besagtem Zeitraum angeht, liegt das Zillertal in Österreich vorne. In den Top 10 finden vier weitere österreichische Skiregionen (Tirol, Pinzgau, Paznaun, Ötztal), aber auch vier in der Schweiz (Wallis, Berner Oberland, Engadin, Savoyen/Hochsvoyen) und mit dem Schwarzwald eine in Deutschland.

Der Klimawandel macht derweil vielen Skigebieten zu schaffen. Einige mussten ihren Pisten schon im Februar schließen, weil es teils selbst für die künstliche Beschneiung zu warm war. Derweil erklärte ein Forscher, dass der Wintertourismus auch ohne Schnee funktionieren kann.

Rubriklistenbild: © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

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