„Pickerl“-Preise 2025: So teuer wird nächstes Jahr die Österreich-Vignette
VonSebastian Oppenheimer
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Ab 2025 müssen Autofahrer in Österreich tiefer in die Tasche greifen. Die Preise für die Vignette auf Autobahnen und Schnellstraßen werden angehoben.
Der Kauf einer österreichischen Autobahn-Vignette (auch als „Pickerl“ bekannt) ist fast unvermeidlich – egal, ob man die Alpenrepublik nun auf dem Weg in den Süden durchfährt oder einen Urlaub im Nachbarland plant. Kurz vor der Grenze eine Klebe-Vignette zu kaufen, kann lästig sein – insbesondere während der Ferienzeit, wenn die Autobahn-Raststätten überfüllt sind. Allerdings besteht die Möglichkeit, das „Pickerl“ im Voraus zu erwerben – oder die digitale Version zu nutzen, die über die Kennzeichenerkennung funktioniert. Unabhängig von der gewählten Variante: Die Preise für die Vignette gehen im nächsten Jahr deutlich nach oben.
Preis-Anhebung: So teuer wird das Österreich-„Pickerl“ im Jahr 2025
Ab dem 1. Januar 2025 gelten folgende Preise für Pkw und Wohnmobile:
Tagesvignette: 9,30 Euro, bisher 8,60 Euro
Zehn-Tages-Vignette: 12,40 Euro, bisher 11,50 Euro
Zwei-Monats-Vignette: 31,10 Euro, bisher 28,90 Euro
Jahresvignette: 103,80 Euro, bisher 96,40 Euro
Auch Motorradfahrer müssen ab nächstem Jahr tiefer in die Tasche greifen:
Tagesvignette: 3,70 Euro, bisher 3,40 Euro
Zehn-Tages-Vignette: 4,90 Euro, bisher 4,60 Euro
Zwei-Monats-Vignette: 12,40 Euro, bisher 11,50 Euro
Jahresvignette: 41,50 Euro, bisher 38,50 Euro
Einfach aufs „Pickerl“ verzichten? Eher keine gute Idee
Obwohl ein „Pickerl“ nicht gerade günstig ist, ist es hochriskant, ohne Vignette zu fahren. Die Strafen für Vignetten-Verstöße in Österreich sind hoch: Bei einer Kontrolle werden mindestens 120 Euro fällig. Es ist auch dringend davon abzuraten, die Vignette in irgendeiner Form zu manipulieren, da dies in Österreich mit mindestens 240 Euro Bußgeld sanktioniert wird. Auch andere Verkehrsverstöße können in Österreich teuer werden.
Von der Bildfläche verschwunden: Zehn große Automarken, die es nicht mehr gibt
Für deutsche Urlauber, die maximal zehn Tage in Österreich verbringen oder das Land auf dem Weg in den Süden innerhalb dieses Zeitraums durchqueren, ist die Zehn-Tages-Vignette (12,40 Euro) die kostengünstigste Option. Wenn die Durchreise durch Österreich länger auseinanderliegt, sind zwei einzelne Tagesvignetten (18,60 Euro) deutlich günstiger als eine Zwei-Monats-Vignette für 31,10 Euro.
Jahresvignette: Lohnt sich für Nicht-Österreicher nur selten
Eine Jahresvignette ist nur dann sinnvoll, wenn man häufig und zu unterschiedlichen Zeiten im Jahr nach (oder durch) Österreich fährt oder mehr als sechs Monate dort verbringt. So sind beispielsweise drei Zwei-Monats-Vignetten (insgesamt 93,30 Euro) immer noch günstiger als das Jahres-„Pickerl“ (103,80 Euro). Auch zehn Tagesvignetten sind mit 93 Euro noch günstiger – das entspricht beispielsweise fünf Hin- und Rückfahrten nach Italien oder Kroatien. Selbst acht Zehn-Tages-Vignetten sind mit 99,20 Euro noch günstiger als eine Jahresvignette. Es ist wichtig zu beachten, dass die Fahrt in der Alpenrepublik mehr kosten kann als nur den Preis des „Pickerls“, da viele Tunnel und Pässe in Österreich nicht in der Vignette enthalten sind.