Hausarrest nach Silvester

Ratschlag von Katzenexpertin: „Kein Freigang für Katzen an Neujahr“

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An Silvester stellt Freigang eine Gefahr für Katzen dar. Doch auch am Neujahrstag sollten sie noch in den sicheren vier Wänden bleiben.

Silvester ist ein stressiges Fest für Katzen. Doch selbst wenn die Nacht mit lauten Böllern und hellen Raketen überstanden ist, ist die Gefahr für Samtpfoten längst nicht gebannt. Nicht nur ab dem Tag, an dem Feuerwerk verkauft wird, auch an den ersten Tagen des neuen Jahres sollten Freigänger möglichst im Haus bleiben oder aber auf ihren Streifzügen begleitet werden. Das rät Katzenexpertin Birga Dexel.

Silvestermüll wegräumen: „Zum Wohle der Katze“

Eine Freigängerkatze im Haus einzusperren, kann Stress für die Samtpfote bedeuten. Doch gerade an Neujahr sollten Katzenhalter das in Kauf nehmen.

Nachträglich gezündete Böller oder Blindgänger können die Katze erschrecken oder gar verletzen und auch herumliegender Silvestermüll wie Scherben oder Reste von Feuerwerkskörpern sind gefährlich für die Samtpfote. „Katzen können durch alles Mögliche durchlaufen und schlecken es sich von den Pfoten“, erklärt Dexel gegenüber IPPEN.MEDIA. Sie rät: „Zum Wohle der Katze sollte man zumindest vor dem eigenen Haus selbst aufräumen.“

Wann der richtige Zeitpunkt ist, um die Katze wieder nach draußen zu lassen, hängt vom Wohngebiet ab und davon, wie lange auch nach Silvester noch geböllert wird. Diese Tipps gibt Birga Dexel Katzenhaltern für die Silvesternacht.

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Hausarrest für Katzen erträglich machen

Sind Katzen Freigang gewohnt, kann Stubenarrest Stress bei Katzen bedeuten. Dann ist es umso wichtiger, dass der Mensch sich mit seinem Tier beschäftigt und für ausreichend Abwechslung und Unterhaltung in den vier Wänden sorgt. Spiele mit der Reizangel, Katzenspielzeug, Fummelbretter oder Clickertraining helfen gegen Langeweile. Ein Platz auf der Fensterbank, von dem aus die Katze das Geschehen draußen beobachten kann, ist ebenfalls eine willkommene Abwechslung. Das sollten Katzenhalter beachten, wenn sie ihre Katze im Winter rauslassen.

Katzen und Kälte: Zehn wichtige Fakten, die Sie im Winter unbedingt wissen müssen

Katze liegt auf Fell unter Heizkörper.
Wärmesuchende Instinkte: Katzen suchen instinktiv nach warmen Plätzen, beispielsweise in der Nähe von Heizkörpern, unter Decken oder in der Sonne. © Pond5 Images/Imago
Katze sitzt im Winter auf einem Holzzaun.
Schützendes Winterfell: Katzen entwickeln im Herbst ein dichteres Winterfell, das sie vor Kälte schützt. © Panthermedia/Imago
Hauskatze hebt ihre Pfote, während sie im Schnee steht.
Resistente Pfoten: Das Binde- und Fettgewebe an den Pfoten sorgt dafür, dass Katzen im Winter draußen nicht so schnell frieren. Haben Sie einen Freigänger zu Hause, sollten Sie seine Pfoten nach dem Freilauf mit lauwarmem Wasser abspülen, um mögliche Reste von Streusalz zu entfernen. Sind die Pfötchen strapaziert, schaffen Vaseline oder Melkfett Abhilfe. Mit frisch eingecremten Pfoten sollten Sie Ihren Stubentiger allerdings nicht gleich wieder vor die Tür lassen, sondern abwarten, bis die Pflege gut eingezogen ist. © blickwinkel/Imago
Tierarzt behandelt kranke Katze.
Kälteempfindliche Miezen: Bei sehr niedrigen Temperaturen können sich Katzen allerdings an den Ohren, Schwanzspitzen, Pfoten, Pfotenballen und Zehen Erfrierungen zuziehen – zu erkennen an einer rötlichen oder bläulichen Verfärbung. Katzenhalter sollten ihre Tiere daher regelmäßig ins Haus lassen, damit sich das Tier wieder aufwärmen kann. Energiereiches Futter hilft der Katze dabei, ihre Körpertemperatur zu halten. Für Freigängerkatzen kann ein geschütztes, isoliertes Katzenhäuschen oder ein Korb im winterlichen Garten lebensrettend sein. © ingimage/Imago
Drei Hauskatzen im Schnee.
Hart im Nehmen: Temperaturen bis zu minus 20 Grad Celsius sind laut purina.de für Katzen aber durchaus zu verkraften – vorausgesetzt, die Katze ist gesund und an den Aufenthalt im Freien gewöhnt. © blickwinkel/Imago
Nacktkatze eingekuschelt in ein Handtuch.
Haut ohne Fell: Eine Ausnahme stellen Nacktkatzen dar – Rassen wie die Sphynx benötigen im Winter Schutzkleidung, da sie keine wärmende Fellschicht haben. Auch die Orientalisch Kurzhaar und Siamkatzen gelten als kälteempfindlich. © Dreamstime/Imago
Norwegische Waldkatze im Schnee.
Schneekatzen: Andere Rassen, wie die Norwegische Waldkatze (im Bild), die Sibirische Katze oder die Maine Coon, sind hingegen besonders gut an winterliche Temperaturen angepasst. © Dreamstime/Imago
Katze versteckt sich auf Reifen.
Autofahrer aufgepasst: Katzen verstecken sich im Winter gerne unter oder sogar in warmen Autos. Ein Klopfen auf die Motorhaube kann sie vertreiben, bevor das Auto gestartet wird. © Depositphotos/Imago
Schlafende Katze mit Kuscheltier.
Zugluft vermeiden: Durch kalte Zugluft können sich Katzen leicht erkälten. Ein zugluftfreier Platz ist daher ein Muss für die Samtpfoten. Ist ihnen kalt, ziehen sie sich gerne in warme, geschützte Höhlen zurück, zum Beispiel in Katzenhäuser oder Kartons mit Decken. © Zoonar/Imago
Junge Katze trinkt aus Schüssel.
Katzen und warme Getränke? Im Winter eine gute Idee! Viele Katzen trinken im Winter gerne lauwarmes Wasser – das unterstützt die Hydration und wärmt von innen, besonders wenn die Katze lange draußen war. © imagebroker/Imago

Halter von Freigängerkatzen sollten sehr genau darauf achten, dass es keine Schlupflöcher gibt, durch die sie nach draußen gelangen können. Mit diesen Tipps können Sie Katzen an den Freigang gewöhnen. Wer seinen Stubentiger rauslassen möchte, sollte seine Katze chippen lassen. Die Kastration bei Katzen ist ebenfalls ein Muss. Alle drei Monate sollten freilaufende Katzen entwurmt werden.

Rubriklistenbild: ©  IMAGO / Panthermedia

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