Schädlinge im Garten

Ratten und Mäuse im Vogelhäuschen? Diese Tipps beachten

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Es ist nicht nur ärgerlich, wenn Nagetiere das Vogelfutter stehlen, es kann auch zur Verbreitung von Krankheiten beitragen.

Im Winter sind Vögel auf zusätzliche Nahrungsquellen zu den üblichen Insekten angewiesen, denn diese sind in der kalten Jahreszeit Mangelware. Also sollten Sie mit Vogelfutter nachhelfen, auch selbst gemachte Meisenknödel sind bei Vögeln sehr beliebt und versorgen die gefiederten Tiere mit allen wichtigen Nährstoffen. Doch nicht nur Vögel wissen diese Nahrungsquelle zu schätzten – auch Ratten und Mäuse haben ein Auge auf Kerne, Nüsse und Rosinen geworfen.

Mit diesen Tipps gegen Nager im Vogelhaus vorgehen

Oft sind es nicht nur Vögel, die die Futterstelle heimsuchen.

Ratten stellen eine Gefahr dar, weil sie Krankheiten übertragen und sie sind daher meldepflichtig. Die Nagetiere werden von Unordnung, aber auch von Essen angezogen. Kein Wunder also, dass Gärtner sie nicht selten im Futterhaus beobachten, das eigentlich für Vögel gedacht ist. Auch Überreste von Rattenkot sind leider keine Seltenheit. Das sollten Sie beachten, wenn Sie Ratten (oder Mäuse) im Futterhaus sichten:

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  • Zuallererst sollten Sie das Füttern einstellen, wie Vogeltreff24 berichtet. Denn so haben die Nagetiere keine verlässliche Nahrungsquelle mehr und werden sich anderweitig umsehen müssen.
  • Da Ratten sehr gut auf Bäume und Sträucher klettern können, gibt es im Handel kein Vogelhäuschen, das sicher vor Nagetieren ist.
  • Befestigen Sie das Vogelhäuschen oder die Futterstelle am Ende eines Edelstahl- oder Alurohrs, wie BR.de weiß. Denn wollen die Nagetiere an diesem hinauf klettern, rutschen sie ab, ganz im Gegensatz zu Holz, das griffiger ist.
  • Machen Sie sich die Abneigung von Nagetieren gegenüber ätherischen Ölen zunutze. Sprühen Sie Lavendel, Pfefferminze oder Teebaumöl (selbstverständlich gemischt mit Wasser) auf die Aufenthaltsorte der Nager.

Schnecken erkennen: Die häufigsten Arten und was sie in Ihrem Garten fressen

Spanische Wegschnecke
Die Spanische Wegschnecke ist für ihren großen Hunger bekannt. Zudem vermehrt sie sich in Deutschland rasant.  © Imago
Nacktschnecke an Tagetes
Die Tagetes ist eine beliebte Mahlzeit für Spanische Wegschnecken. Außerdem lieben sie Baldrian und Weißen Diptam, aber auch Kürbis- und Melonenpflanzen  © Rolf Poss/Imago
Tigerschnegel
Tigerschnegel sind sehr einfach an ihrer Musterung zu erkennen. Sie sind keine Schädlinge, sondern Nützlinge.  © Wolfgang Weinhäupl/Imago
Schneckeneier
Tigerschnegel fressen die Eier von Nacktschnecken und nur selten Pflanzenteile.  © E. Teister/Imago
Genetzte Ackerschnecke
Die Genetzte Ackerschnecke ist eine der häufigsten Schneckenarten in Deutschland.  © Joerg Hemmer/Imago
Jungpflanze
Genetzte Ackerschnecken lieben junge Pflanzen, aber auch Algen, Aas, Kot und Pilze. © Jürgen Landshoeft/Imago
Gartenwegschnecke
Gartenwegschnecken sind meist schwärzlich bis dunkelblau mit einem Stich ins Braune. Man kann sie zu jeder Jahreszeit im Garten antreffen.  © Macko Flower/Imago
Salat im Beet
Gartenwegschnecken mögen chlorophyllreiches Pflanzenmaterial: Je grüner und frischer, desto besser.  © Michael Bihlmayer/Imago
Eine Weinbergschnecke im Königsdorfer Forst.
Weinbergschnecken werden nicht nur vom Menschen als Delikatesse angesehen. Auch Ameisen, Greifvögel und kleine Säugetiere haben es auf das Tier abgesehen. Sie stehen in Deutschland unter Naturschutz.  © Christoph Hardt/Imago
Weinbergschnecke
Weinbergschnecken fressen vor allem abgestorbenes Pflanzenmaterial und Eigelege von Nacktschnecken. Deshalb gelten sie als Nützling.  © Team 2/Imago

Ein weiterer Tipp ist es, möglichst hochwertiges Vogelfutter zu verwenden. Denn ist dies nicht der Fall, picken sich die Vögel die „guten“ Bestandteile heraus, während die oft günstigeren Komponenten wie Weizenkörner zu Boden fallen und so Schädlinge anlocken.

Rubriklistenbild: © Dieter Möbus/Imago

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