- VonDavid Holznerschließen
Auf dem Armaturenbrett blinkt und leuchtet es. Was ist zu tun? Einige der wichtigsten Warnhinweise im Überblick.
Wenn es am Armaturenbrett plötzlich blinkt und leuchtet, bedeutet das meist nichts Gutes. Von einem kleineren Problem bis zu ernsthafter Gefahr kann alles möglich sein. In schlimmen Fällen droht sogar ein Motorschaden. Die Warnleuchten in Ihrem Auto weisen auf technische Probleme hin. Dabei ist es wichtig zu wissen, was zu tun ist, um im Ernstfall richtig zu reagieren. Kann bis zum nächsten Werkstattbesuch gewartet werden, oder muss sofort gehandelt werden? Bereits die verschiedenen Farben geben Aufschluss über die Schwere des technischen Defekts. Für viele Autofahrer sind die Symbole der Kontrollleuchten trotzdem ein Rätsel. Ein Überblick über die wichtigsten Warnhinweise:
Rote Kontrollleuchte im Auto: Dort kann es gefährlich werden
Rote Warnleuchten signalisieren in der Regel ernstere Probleme, die sofortige Aufmerksamkeit erfordern. Blinkt eine rote Warnleuchte auf, sollte die Fahrt so schnell wie möglich unterbrochen werden, um das Problem in einer Werkstatt überprüfen zu lassen.
- Rote Ölkanne: Die rote Öldruckkontrollleuchte signalisiert einen zu niedrigen Motoröldruck. Es sollte sofort angehalten und Öl nachgefüllt werden. Ein anschließender Werkstattbesuch wird vom ADAC empfohlen. Ansonsten kann es zu einer schwerwiegenden Beschädigung des Motors kommen.
- Rotes Thermometer im Wasser: Der Motor ist überhitzt. Ein Grund dafür kann zu wenig Kühlflüssigkeit sein. Es empfiehlt sich, sofort anzuhalten und den Motor abkühlen zu lassen. Erst dann sollte das Problem überprüft werden. Ist der Motor noch zu heiß, droht Verbrühungsgefahr. Generell sollte man den Stand des Kühlwassers regelmäßig überprüfen.
- Rote Batterie: Der Generator ist defekt oder eine elektrische Verbindung unterbrochen. Der Motor sollte nicht ausgeschaltet werden. Fahren Sie zur nächsten Werkstatt. Verfügt Ihr Auto über eine Servolenkung, lässt sich Ihr Auto vielleicht nur noch schwer lenken. Dann sollten Sie möglichst bald anhalten.
- Rotes Ausrufezeichen in einem Kreis: Möglicherweise gibt es ein Problem an den Bremsen. Entweder sind die Bremsbacken abgefahren oder die Bremsflüssigkeit neigt sich dem Ende zu. Überprüfen Sie auch Ihre Handbremse. Ist sie noch angezogen, leuchtet ebenfalls diese Kontrollleuchte auf.
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Gelbe Kontrollleuchte: Sicherheit des Fahrzeugs
Die gelben Warnleuchten weisen auf eine notwendige Sicherheitsüberprüfung des Autos hin. Diese Hinweise erfordern Beachtung, meist sind aber keine sofortigen Maßnahmen erforderlich.
- Gelbes Auto mit Schlangenlinie: Diese Warnleuchte kann auf nassen Straßen aufleuchten. Sie weist darauf hin, dass das ESP (Elektronisches Stabilitätsprogramm) aktiv ist. Lenken Sie vorsichtig und reduzieren Sie Ihre Geschwindigkeit, vor allem beim Fahren auf Glatteis.
- Gelber Motorblock: Leuchtet die Motorkontrollleuchte (MKL), handelt es sich oft um ein Problem mit der Motorsteuerung. Auch bei Marderschäden leuchtet meist die MKL. Suchen Sie in nächster Zukunft eine Werkstatt auf, um größeren Schäden vorzubeugen.
- Gelbes Ausrufezeichen im Reifen: Seit 2014 sind alle neuen Autos mit einem Reifendruck-Kontrollsystem (RDKS) ausgestattet, schreibt AutoBild. Leuchtet dieses Warnsignal, stimmt etwas mit dem Reifendruck nicht. Das muss nicht direkt eine Reifenpanne sein. Kam es kürzlich zu einem Reifenwechsel, handelt es sich vielleicht nur um eine Fehlkalibrierung. Werfen Sie einen Blick in die Bedienungsanleitung.
Kontroll- und Warnlampen im Auto: Wenn es rot leuchtet, sollten Sie sofort anhalten




Grüne Kontrollleuchte: Alles im grünen Bereich
Grüne Kontrollleuchten informieren in der Regel über den Betriebszustand Ihres Autos. Zum Beispiel leuchten Sie, wenn der Blinker eingeschaltet ist. Außerdem signalisieren sie, dass Assistenzsysteme des Wagens aktiv sind. Dazu zählen die automatische Distanzregelung, der Geschwindigkeitsbegrenzer oder der Spurhilfeassistent. Auch beim Blinken im Kreisverkehr leuchtet der Pfeil grün.
Sonderfall: Spezielle Warnleuchten bei Elektroautos
Wegen ihrer anderen Funktionsweise haben E-Autos elektrospezifische Warnleuchten, wie der ADAC erklärt. Die Warnleuchten, die Verbrennermotoren betreffen, fallen dabei weg. Stattdessen findet sich in Elektroautos ein gelbes Symbol mit drei Batterien. Es bedeutet, dass der Ladezustand gering ist, und die Reichweite sich dem Ende zuneigt. Außerdem findet sich oft ein Schildkrötensymbol in Gelb oder Rot, das auf eine eingeschränkte Leistung des Elektroantriebs hinweist. Man sollte baldmöglichst auf eine Notparkmöglichkeit ausweichen. Das rote Symbol mit der Ladestation bedeutet, dass der Wagen aktuell aufgeladen wird. So soll vermieden werden, dass losgefahren wird, während das Ladekabel noch angeschlossen ist.
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Die Symbole auf den Kontrollleuchten können je nach Marke und Modell variieren. Sollte die Bedeutung einer Warnleuchte unklar sein, empfiehlt sich ein Blick in die Bedienungsanleitung Ihres Wagens.
Rubriklistenbild: © Filippo Carlot/IMAGO
